So gut ist E-Bike fahren für Deine Gesundheit!

So gut ist E-Bike fahren für Deine Gesundheit!

Radfahren ist eine der beliebtesten Freizeitbetätigungen und eine ideale Sportart, um sich fit zu halten. Es ist unerheblich, wie alt Du bist oder welche Gewohnheiten Du hast. Die regelmäßige Bewegung hält Muskeln und Organe gesund und verbessert Deine Leistungsfähigkeit. Kurzum: Radeln erzeugt Wohlgefühl!

  1. Fahrrad und Fitness: Darauf sollten Einsteiger achten
  2. Warum Fahrradfahren die Lebensqualität verbessert
  3. Training für den Kreislauf
  4. Training für die Muskeln
  5. Selbst Pendeln mit dem Bike zeigt Wirkung

Fahrrad und Fitness: Darauf sollten Einsteiger achten

Wer nur sehr sporadisch das Fahrrad oder Elektrofahrrad aus dem Keller holt, sollte keine Wunder in Sachen Fitness erwarten. Auf die Regelmäßigkeit kommt es an. Verabrede Dich mit Dir selbst: Radel zum Beispiel jedes Wochenende, vielleicht immer am Sonntagvormittag und steiger Dein Pensum von anfangs einer halben Stunde allmählich bis auf zwei Stunden.

E-Bikes sind das ideale Fitness-Gerät, wenn Du Einsteiger oder Umsteiger bist und Dich lange zu einseitig belastet oder Du lange keinen Sport mehr gemacht hast. Aber Du solltest Dich nicht einfach auf Dein Fahrrad schwingen und losradeln was das Zeug hält. Gerade bei längeren Touren ist es wichtig, ruhig und gemütlich zu starten – sich einzufahren. Puls und Körpertemperatur sollen sich leicht erhöhen. Setz Dir lieber überschaubare Ziele und genieße die kleinen Erfolge. So werden sich Dein Selbstbewusstsein und Deine Fitness gleichermaßen langsam verbessern. Denk dabei auch an ausreichendes Stretching vor und nach der Tour: Deine Muskeln und Sehnen werden es Dir danken.

  • Stretching: vor und nach dem eBiken
  • Einfahren: dosiert beginnen und langsam steigern
  • Puls und Körpertemperatur langsam erhöhen
  • überschaubare Ziele setzen
  • dranbleiben!

Warum Fahrradfahren die Lebensqualität verbessert

Unser Organismus wird durch Schlafmangel, Stress und Zeitdruck belastet – in Kombination mit Bewegungsmangel kommt dies einem langsam wirkenden Gift gleich. Aktuelle Studien zeigen, dass Ausdauersport positive Effekte auf unsere Stimmung hat und hilft Aggressionen abzubauen. Die stimmungsaufhellenden Endorphine werden beim Radeln und unter Einfluss von UV-Strahlung vermehrt ausgeschüttet. Fahrradfahren macht also im wahrsten Sinn des Wortes „Laune“ und fördert spielend die Gesundheit. Nach sportlicher Betätigung fühlt man sich ausgeglichen und das körperlich-seelische Wohlbefinden hat sich verbessert. Unsere Stress-Stabilität steigt, denn Sport schafft ein neues Verhältnis zu Anstrengung.

Je nach Trainingsaufwand können unterschiedlichste positive Effekte erzielt werden. Um unsere Leistungsfähigkeit sowie den Fett- und Glukose-Stoffwechsel zu verbessern, den Blutdruck positiv zu beeinflussen und Übergewicht zu reduzieren, kommt es darauf an, regelmäßig auf das Fahrrad und/oder eBike zu steigen. Wer seine Gesundheit nachhaltig verbessern möchte, sollte das Training zur Gewohnheit werden lassen. Durch kontinuierliches Fahrradfahren lernt unser Körper auf Belastungen stabilisierend zu reagieren. Wird der Körper nicht gefordert, verkümmern diese Fähigkeiten.

Radfahren ist ein Sport mit gleichförmigen Bewegungen. Wir können den Blick schweifen lassen, müssen nicht immer taktieren und kombinieren. Das sorgt für Entspannung und Stressabbau. Zudem wird beim Fahrradfahren durch geringe Verletzungsraten Ihre Gesundheit kaum gefährdet. Daher ist diese Form der Bewegung besonders für Senioren geeignet. Radfahren beugt dem vorzeitigen Leistungsabbau vor und sorgt für eine extra Portion Beweglichkeit. Räder mit tieferem Durchstieg helfen beim Auf- und Absteigen. Selbst wer Gelenkbeschwerden hat und dazu neigt, den Bewegungsapparat zu schonen, bleibt beim E-Bike Fahren. Die Gelenke werden entlastet und Schmerzen gehen zurück – gleichzeitig unterstützt der elektrische Antrieb, wenn die eigene Kraft mal nachlässt.

Training für den Kreislauf

Die Ergänzung von Ausdauersport und fett- sowie zuckerreduzierter Ernährung senkt das Herzinfarktrisiko bis zu 80 Prozent. Warte also nicht zu lange, sondern lege sofort los mit dem Herz-Kreislauf-Training! Um den Stoffwechsel anzukurbeln, die Gelenke zu bewegen, die Muskeln zu trainieren und für ein stabiles Herz-Kreislauf-Training brauchst Du nur etwas Zeit – die Du vielleicht von der Ruhepause vor dem Fernseher abziehst – frische Luft und Dein E-Bike.

Bei erhöhter körperlicher Aktivität weiten sich die Gefäße in den arbeitenden Muskeln, mit dem Effekt, dass die entsprechenden Muskelfasern mit mehr Blut und damit mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen umströmt werden. Die Körperfunktionen passen sich schon bei einem geringen Trainingsumfang und geringer Intensität rasch an: Mit der Anregung des Muskelstoffwechsels verbessert sich auch zugleich der Wirkungsgrad des Herz-Kreislaufsystems. Die Herzfrequenz wird in Ruhephasen dauerhaft gesenkt, sodass unter Belastung auch die Pulsfrequenz deutlich reduziert wird.

Die Kapillarisierung des Muskelgewebes, das heißt die Anzahl der kleinsten Blutgefäße pro Muskelfaser, wird bei stetem Herz-Kreislauf-Training verbessert. Weil die Stoff- und Gasaustauschfläche zwischen Blut und Muskelfasern vergrößert ist, steigert sich die Stoffwechselaktivität. Fahrradfahren und eBiken sind also das ideale Gefäßtraining: Einerseits wird Fett verbrannt, das sich nicht in den Gefäßen absetzen kann, andererseits werden die Venen trainiert. Denn durch den Aufbau der Muskulatur in Waden und Oberschenkeln sorgen die Venen vermehrt für den Rückfluss des Blutes zum Herzen, wodurch einem Blutstau in den Beinen vorgebeugt wird.

Wichtig beim Training, gerade für Einsteiger: Achte auf Deinen Puls! Deine Pulsschläge pro Minute sind der Maßstab für die momentane Aktivität Deines Körpers. Daran lassen sich Trainingserfolge, aber auch Unterforderung und Risiken während des Herzkreislauf-Trainings ablesen. Zur Orientierung: Bei Untrainierten sollte der Puls unter Anstrengung 180 minus Lebensalter nicht überschreiten. Der obere Grenzwert liegt bei 220 minus Lebensalter.

Training für die Muskeln

Beim Fahrradfahren und beim eBiken werden viele Muskelgruppen angesprochen, natürlich vor allem die der Beine, im Besonderen der Oberschenkel und des Rückens, gerade im Hüftbereich. Nicht umsonst zählen Radprofis zu den fittesten Athleten. Kräftige und gesunde Muskeln haben vielerlei positive Effekte: Einerseits benötigt Muskelgewebe mehr Energie als Fettgewebe. Das heißt kurz gesagt: je mehr Muskeln, umso mehr Kalorien werden verbrannt. Ein weiterer Vorteil: Kräftige Muskeln in Rücken, Bauch und Beinen fördern die Körperstabilität und eine aufrechte Haltung und schonen Knorpel und Gelenke, indem sie „Last“ abnehmen. Fahrradfahren wirkt sich zudem günstig auf das dynamische Gleichgewicht aus, während Koordination und Kraft der unteren Extremitäten gestärkt werden.

Ein wichtiger Tipp: Radel hin und wieder im Stehen. So optimierst Du Dein Muskeltraining, denn andere Muskeln werden belastet und der Rücken gedehnt. Achte auf die perfekte Einstellung des Sattels und des Lenkers und die richtige Rahmengröße Deines Rades entsprechend Deiner Körpergröße und Proportionen! Nur wenn Sitz und Pedalsystem am Fahrrad zu Dir passt, wird die gesamte Bein- und Hüftmuskulatur im gesunden Maße bewegt und damit gekräftigt.

  • öfter im Stehen radeln
  • auf die richtige Rahmengröße und den perfekt eingestellten Sattel achten
  • je mehr Muskeln, um so höher der Kalorienverbrauch
  • am Ball bleiben, damit aufgebaute Muskeln nicht wieder verschwinden
  • Senioren sollten eBiken bevorzugen

Selbst Pendeln mit dem Bike zeigt Wirkung

Als Training machen sich übrigens auch ganz alltägliche Dinge bemerkbar. Dazu zählt unter anderem euer Weg zur Arbeit. Dieser wirkt sich nachweislich positiv auf eure Gesundheit aus. Das haben jetzt Wissenschaftler vom Londoner Imperial College, der Universität Cambridge und der London School of Hygiene & Tropical Medicine belegt. Ihre Studie ergab eindeutig: Wer zur Arbeit radelt, ist gesünder, als jemand, der dafür das eigene Auto oder Motorrad nutzt. Auch das Pendeln mit Bus und Bahn sowie zu Fuß erreichen nicht das Level des Radfahrens.

Besonders klar fällt der Vergleich zwischen bei Bikerinnen und Bikern und den Menschen aus, die sich mit dem privaten motorisierten Fahrzeug zum Job aufmachen. Die erstgenannte Gruppe weist eine um ein Fünftel geringere allgemeine Sterblichkeitsrate auf. Die Sterblichkeitsrate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt sogar um ein Viertel niedriger. Dieses Bild setzt sich mit Blick auf die Krebserkrankungen fort. Pendler, die mit dem Bike unterwegs sind, weisen eine um elf Prozent geringere Rate an Krebserkrankungen auf. Die Sterblichkeitsrate bei diesem Krankheitsbild liegt 16 Prozent unter dem Vergleichswert der Auto- und Motorradfahrer.

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