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Cube bringt leichtes Kathmandu Hybrid C:62 als Kontrastprogramm

E-Bike Cube Kathmandu Hybrid C:62

Jede Fahrradmarke hat ihren ganz eigenen Kern. Bestimmte Modelle, die man seit Jahren untrennbar mit dem Namen verbindet und die ausdrücken, auf welchem Gebiet, in welchem Segment sich der Hersteller besonders heimisch fühlt. Einen solcher Kerne stellen im Falle von Cube die Trekking-E-Bikes der Kathmandu Hybrid-Modellreihe dar. Laut der Homepage des Herstellers umfasst sie aktuell ganze 49 Modelle. Vier davon sind ganz frisch hinzugekommen. Denn mit dem Kathmandu Hybrid C:62 zieht jetzt der Leichtbau in den Trekking-Bereich von Cube ein.

Gewisses Grundgewicht als Teil der Identität

Klassischerweise soll ein Trekkingbike euch auf langen gern auch mehrtägigen Touren begleiten. Daher kommt es bei diesen E-Bikes besonders auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Stabilität an. Inklusive der umfangreichen Ausstattung mit fest montierten Schutzblechen, einer vollwertigen Lichtanlage, einem robusten Gepäckträger, geländetauglichen Reifen, einem Seitenständer und oftmals einer Federgabel. Im Ergebnis führte dieses Anforderungsprofil bei Cube dazu, dass bislang alle Kathmandu Hybrid-Modelle um die 25 Kilogramm oder mehr auf die Waage bringen.

Dem setzt der Hersteller nun bewusst ein deutlich leichteres Modell entgegen. In seiner Topausstattung wiegt es nur wenig mehr als 16 Kilogramm. Um diesen beachtlichen Sprung zu realisieren, hat Cube in erster Linie an drei Stellschrauben gedreht: dem Rahmen, dem E-Bike-System sowie den Laufrädern. Alle gemeinsam nehmen wir deshalb etwas genauer unter die Lupe.

1. Cube Kathmandu Hybrid C:62 – der Rahmen
2. Cube Kathmandu Hybrid C:62 – das E-Bike-System
3. Cube Kathmandu Hybrid C:62 – die Laufräder

1. Cube Kathmandu Hybrid C:62 – der Rahmen

Um Gewicht an einem Fahrrad zu sparen, bietet es sich an, damit beim größten Teil des Fahrrades zu beginnen. Das hat Cube getan. Erstmals nutzt der Hersteller sein 2016 eingeführtes C:62® Carbon für ein Trekking-E-Bike. Bislang kam in dem Segment bestenfalls das hauseigene Aluminium Superlite zum Einsatz. Das Carbon heißt C:62, weil es zu 62 Prozent aus Kohlefaser gefertigt wird.

Cube beschränkt sich jedoch nicht allein auf den Rahmen. Auch die Gabel besteht aus diesem Material. Das bedeutet natürlich gleichzeitig den Abschied von eine Federgabel – ein zweites Novum in der Geschichte des Kathmandu Hybrid. E-Bikes wie das KTM Macina Sport SX Prime haben hier bereits eine gewisse Vorarbeit geleistet.

Dafür stellt das neue Kathmandu Hybrid C:62 die restliche Modellreihe optisch in den Schatten. Mit seinen im Rahmen integrierten Kabeln wirkt es aufgeräumter und deutlich zeitgemäßer als anderen Modelle, zumindest in unseren Augen. Den Gepäckträger hat Cube erneut in den Rahmen integriert. Das sah schon bisher stets ziemlich schick aus.

Weniger Vielfalt

Als Verlust empfinden wir die Tatsache, dass vom Neuling nur die beiden Rahmenformen Diamant und Tiefeinsteiger angeboten werden. Warum auch immer, hat sich der Hersteller gegen eine Variante mit Trapez-Rahmen entschieden. Unter den angebotenen Rahmenformen könnt ihr aus jeweils vier verschiedenen Rahmengrößen, die für euch passende wählen. Wichtige Info für alle, die sich für den Tiefeinsteiger interessieren: Dort verbaut Cube einen Vorbau, der sich im durch ein Gelenk im Winkel verstellen lässt. Ihr habt dort also eine zusätzliche Möglichkeit, die Sitzposition zu optimieren. An den Modellen mit dem Diamantrahmen greift der Hersteller auf einen herkömmlichen Vorbau zurück.

2. Cube Kathmandu Hybrid C:62 – das E-Bike-System

Gehörigen Einfluss auf das Gesamtgewicht hat auch das verwendete Antriebssystem. Ob Bosch Performance Line CX oder Bosch Performance Line SX macht allein schon beim Motor einen Unterschied von gut einem Kilogramm zugunsten des Letztgenannten. Das geringere Gewicht bleibt allerdings nicht folgenlos. Mit 55 Newtonmeter liegt das Drehmoment des SX genau 30 Newtonmeter unter dem des CX. In puncto maximaler Leistung treffen sich beide bei 600 Watt. Die erreicht ihr mit dem SX-Motor jedoch erst bei deutlich höheren Trittfrequenzen, während beim CX-Motor dafür schon 70 Umdrehungen pro Minute ausreichen.

Motor Bosch Performance Line SX am E-Bike Cube Kathmandu Hybrid C:62

Mit seinem geringen Gewicht und den kompakten Abmessungen ist der Bosch Performance Line SX ein logischer Ausgangspunkt für ein leichtes Trekking-E-Bike.

Gewinn- und Verlustrechnung

Ein ähnliches Bild zeichnet sich beim Blick auf die Akkus ab. Mehr als zwei Kilogramm spart der Bosch CompactTube 400 des Performance Line SX im Vergleich zum Bosch PowerTube 750 ein. Der Preis dafür ist eine um 350 Wattstunden geringere Kapazität. Davon könnt ihr 250 Wattstunden wieder „aufholen“, wenn ihr euch neben dem Kathmandu Hybrid C:62 noch einen Bosch PowerMore 250 zulegt. Das kostet jedoch zusätzlich Geld und bringt rund 1,5 Kilogramm zurück auf die Waage.

Durch das feste Integrieren des Akkus im Rahmen hat Cube ein paar zusätzliche Gramm herausgeholt. Zudem gewinnt der Rahmen so an Stabilität, da das große Loch zum Entnehmen des Akkus fehlt.

Beim Bedienkonzept ist die Wahl übrigens auf die LED Remote zusammen mit dem Kiox 500 gefallen. An einem Trekking-E-Bike, am dem viele sicher die Navigation nutzen wollen und deshalb einen größeren Bildschirm schätzen, sicher eine gute Entscheidung.

3. Cube Kathmandu Hybrid C:62 – die Laufräder

Bei Rahmen und Antriebssystem handelt es sich um starre Komponenten. Deren geringes Gewicht bemerkt ihr vor allem, wenn ihr zum Beispiel das E-Bike mal anhebt, um es ein paar Stufen hinunter in den Fahrradkeller zu tragen. Ob ein Fahrrad während der Fahrt ein leichtes und leichtgängiges Gefühl vermittelt, hängt dagegen von den rotierenden Komponenten ab. Die Gewichtsersparnis durch den hier verwendeten Laufradsatz aus Carbon beträgt unter dem Strich vielleicht 500, 600 Gramm. Dadurch, dass diese Masse aber bei jedem Anfahren beschleunigt werden muss und danach auf einer bestimmten Geschwindigkeit gehalten werden möchte, ist der Effekt ein vielfach höherer.

Cube verbaut einen Laufradsatz des bayerischen Herstellers Newmen. Von dem stammt zudem die Carbon-Sattelstütze. Wollt ihr den Genuss beider kommen, bleibt euch nur eine Option: der Griff zum Topmodell, dem Kathmandu Hybrid C:62 SLT 400X. Das bietet euch zudem Shimanos Deore XT-Gruppe bei der Schaltung mit zwölf Gängen sowie den Bremsen. Sind euch die dafür aufgerufenen 4.799 Euro zu viel, käme vielleicht das Kathmandu Hybrid C:62 SLX 400X ins Spiel. Wie gesagt, dann mit Alu-Laufradsatz und Alu-Sattelstütze. Bezogen auf Schaltung und Bremsen geht es hinunter zu Deore-Gruppe von Shimano. Gewichtstechnisch liegt ihr dann je nach Rahmenform entweder 500 Gramm oder 700 Gramm über der SLT-Ausführung.

E-Bike Cube Kathmandu Hybrid C:62

Cube Kathmandu Hybrid C:62 im Überblick

  • Varianten: Cube Kathmandu Hybrid C:62 SLT 400X, Cube Kathmandu Hybrid C:62 SLX 400X
  • Rahmen: C:62® Carbon
  • Gabel: C:62® Carbon
  • Motor: Bosch Performance Line SX
  • Akku: Bosch CompactTube 400
  • Bedieneinheit: Bosch LED Remote
  • Display: Bosch Kiox 500
  • Antrieb: Shimano Deore XT, Shimano Deore
  • Bremsen: Shimano MT8100, Shimano MT6100
  • Gewicht: ab 16,2 kg
  • Maximal zulässiges Gesamtgewicht: 115 kg
  • Farbe: Stellar´n´origanogreen, Carbon´n´black
  • Preise: ab 3.999 Euro

Bilder: Pending System GmbH & Co. KG

 

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