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Auf E-Bike-Reise in Marokko radfahren im Atlas-Gebirge

E-Bike-Reisen: So ladet ihr euren Akku unterwegs auf

Reisen mit dem E-Bike macht enorm viel Spaß. Gleichzeitig erfordert es auch ein wenig Planung. Schließlich hält kein E-Bike Akku ewig! Doch wie ladet ihr euren Akku unterwegs am besten auf?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Zur komfortabelsten Lösung gehört das Laden an Fahrradtankstellen.

Fahrradtankstellen für deinen Elektrofahrrad-Akku

An der Tankstelle für Bike-Akkus könnt ihr euer Fahrrad meist über herkömmliche Steckdosen laden. Die sind entweder offen zugänglich oder mit speziellen Schließfächern kombiniert. Immer häufiger stoßt ihr unterwegs auf Ladesäulen, die demselben Zweck dienen.

Ladestationen fürs Bike finden sich vorzugsweise in der Nähe touristischer Ziele wie Restaurants, Hotels oder Museen. Als besonders praktisch erweisen sich die Apps der Akku-Hersteller selbst. Die verraten euch bequem auf dem Smartphone den direkten Weg zur nächsten Fahrradtankstelle.

Akku-Ladegeräte für die E-Bike-Reise: platzsparend oder lieber schnell?

So weit, so gut. Doch was ist mit Bike-Reisen fernab der Zivilisation? Auch dafür gibt es einfache Lösungen: Ist weit und breit keine Fahrradtankstelle in Sicht, greift ihr am besten zu einem mobilen Ladegerät oder einem Zweitakku für das Elektrofahrrad. Prüft vor der Reisebeginn, welche Variante optimal zu euren Reiseideen passt.

Möchtet ihr Produkte miteinander vergleichen, findet zuvor Antworten auf folgende Fragen:

  • Ist euer ideales Ladegerät klein, leicht und bringt weniger Leistung?
  • Nehmt ihr für mehr Leistung lieber ein größeres Packmaß und mehr Gewicht in Kauf?
  • Genügt das Aufladen über Nacht oder soll es besonders schnell gehen?

 

Um euch die Abwägung etwas zu erleichtern, haben wir zwei E-Bike Ladegeräte von Bosch verglichen.

Compact Charger 2A Active/Performance

Dieses Ladegerät zählt zur Kategorie klein und leicht. Aufgrund seiner kompakten Maße und des geringen Gewichts passt es prima in die meisten Fahrradtaschen. Dabei spart euch damit unnötige Kilos am Fahrrad, ideal also für E-Bike-Reisen. Die Ladezeit liegt im guten Mittel. Mit unter 100 Euro überzeugt auch der Preis für den Compact Charger.

Gewicht: 600 g
Ladezeit: 6,5 h (für 400 Wh Akku)
Stromstärke: 2 A
Maße: 23 x 15 x 5,8 cm

Fast Charger 6A Active/Performance

Schnell, schneller, Fast Charger 6A: Im Vergleich zum Compact Charger 2A reduziert sich die Ladezeit beim Fast Charger 6A um mehr als die Hälfte – das ist enorm. Das geht auf Kosten des Gewichts und eures Reisebudgets. Wer seinen E-Bike Akku auf Reisen auch unterwegs laden möchte und nicht nur während der Schlafzeiten, wird das wohl verschmerzen.

Gewicht: 1 kg
Ladezeit: 2 – 2,5 h (bei 400 Wh PowerPack, bei der Classic Line ca. 1 h länger)
Stromstärke: 2 A
Maße: 20 x 9 x 6 cm

Zeigt der Pfeil auf dem Höhenprofil eurer Reiseroute oft nach oben, zählt jedes eingesparte Gramm. Zwar unterstützt euch der E-Bike-Akku. Aber jeder Meter bergan kostet dennoch wertvolle Akkuleistung. In der Ebene lässt sich das Mehrgewicht vermutlich besser verkraften. Für diesen Fall geht die Tendenz eher in Richtung Fast Charger 6A. Erst recht, wenn ihr keine langen Ladezeiten auf der Reise hinnehmen möchtet.

Zweitakku für die Reise mit Elektrofahrrad

Eine weitere Möglichkeit für die E-Bike Reise ist die Mitnahme eines Zweitakkus. Ja, auch das bedeutet mehr Gewicht. Dafür ist euer E-Bike ohne Wartezeit sofort wieder ein einsatzfähig. Einfach austauschen und losfahren!

Wer auf eine stabile Rahmentasche setzt, hat zudem den optimalen Stauraum für den E-Bike-Zweitakku. Ein guter Bike-Rucksack tut’s natürlich auch. Besonders praktisch ist außerdem eine platzsparende Rahmentasche wie die von Topeak. Die hängt direkt am Fahrradrahmen, sodass ihr den Zweitakku unterwegs griffbereit habt und keinen wertvollen Stauraum im Rucksack oder den Fahrradtaschen verliert.

 

Weitere Infos zu diesem Thema findet ihr hier:

Unterwegs mit dem E-Bike: Welche Tasche passt zu mir?

 

Titelbild: Belvelo

13 Gedanken zu „E-Bike-Reisen: So ladet ihr euren Akku unterwegs auf“

  1. Hallo,
    wir haben zwei e-bikes mit jeweils 625 Wh Kapazität.
    Einen Batterie Charger mit 36V / 2A Output.
    Wir sind mit dem Wohnmobil unterwegs und wollen eine Powerstation kaufen die über Solarenergie geladen wird. Welche Rolle spielt die Akkukapazität der Powerstation, gibt es Mindestkapazitäten in W, oder ist eher die Kapazität in Ah wichtig? Worauf muss man achten?

    1. Hallo Inge,
      zugegebenermaßen liegt auf dem Gebiet nicht unsere Kernkompetenz. Aber ein paar aus unserem Team nutzen privat solche Ladestationen, sodass ich dir ein wenig dazu sagen kann. Bei der Kapazität orientierst du dich am besten an dem Wert für die Wattstunden. Das ist die Größe, mit der die Fahrrad- und Akkuhersteller durchweg operieren, um eine gewisse Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
      Wir raten die eher zu einer Ladestation, die wirklich groß genug ist. Die Kapazität darf gern bei 1.500 Wattstunden oder mehr liegen. Wichtig ist in dem Zusammenhang noch die Ausgangsleistung. Die sollte im Dauerbetrieb bei 1.500 Watt liegen. In dem Falle verfügt die Station auch über gängige 230-V-Steckdosen. Zudem kann es hilfreich sein, die Ladestation um eine Solartasche zu ergänzen. Und die Kollegen raten bei der Auswahl zum Griff nach einem namenhaften Hersteller, weil dessen Lösung im Zweifelsfall wohl wirklich besser funktioniert.
      Sportliche Grüße, Matthias

    2. Hi Inge,
      ich würde mal versuchen mit einem einfachen Strom, oder Energiekosten Messgerät über eine Mehrfachsteckdose, eure Akkus zu laden. So könntest du ein Gefühl bekommen, wie viel Energie du brauchst. Billig wir das nicht, ich würde auch Richtung 2000Wh Tippen unter 2000€ wird da nicht zu machen sein. Du hast einfach auch Verluste und musst noch eine Reserve für die Powerstation einrechnen.
      Vielleicht könnt Ihr auch die Versorgung Batterie im WoMo aufstocken, währen aber auch min. 200AH (aber eher 250AH, bei 12Volt =3000Wh bei Versorgungsbatterien sollte man nur ca. 50% der Kapazität nutzen).
      Schon gewaltig wie viel Energie inzwischen in einem Fahrrad Akku steckt….

  2. Ich möchte mir ein E-Bike anschaffen um auch im Gebirge reisen zu können. Wenn ich aber die Auflade-Situation betrachte, habe ich arge Bedenken. Fürs Einkaufen geht ja Zeit drauf, aber in den Supermärkten, wo ich gefragt habe, kann man nicht aufladen. Ladesäulen habe ich entdeckt, die waren aber zerstört. Im Kaffee habe ich verzehrt und nachgefragt, die Bedienung war recht zickig, überhaupt nicht begeistert, das würde ja viel kosten, das könnte sie nicht jeden Tag machen. Und dabei habe ich nur gefragt, ich habe ja noch gar kein E-Bike.

    1. Hallo Rose,
      aus eigener Erfahrung wissen wir, dass längst zahlreiche Tourismus-Regionen sich sehr gezielt auf E-Bike-Fahrende eingestellt haben. Gerade auch, was die Versorgung mit Ladestationen und alternativen Ladeangeboten angeht. Ich denke da an den Süden Deutschlands, weite Teile Österreichs, Südtirol oder die Schweiz. Umso trauriger klingt das, was du erzählst. Aber lass sich davon entmutigen und halte an deinem Vorhaben ruhig fest.
      Sportliche Grüße, Matthias

    2. Das Problem bei den Ladestationen ist, dass es Steckdosen draussen braucht die vor Wetter und Missbrauch zu schützen sind. Ich kann mir vorstellen, dass ein Supermarkt da keine Vorteie sieht. Ich habe aber schon erlebt, dass man sein Rad im Restaurant neben der Stecksose stellen darf wenn man dort essen geht, oder dass es spezielle für E-Bikes installierte Ladesäulen gibt. Aber das ist ja keines falls selbverständlich, schon gar nicht abseits von Fahrradrouten. Also immer ein Schnell-Ladegerät und Verlängerungskabel dabei, und im Niemandsland auch einen Zweit-Akku.
      Du kannst es ja auch darauf ankommen lassen, aber dann musst Du die letzten km wohl oder übel ohne Strom pedalieren. Im Gebirge kein Problem solange es runter geht.

  3. Dass ich mein E-Bike unterwegs an einer Schukosteckdose mit meinem Ladegerät aufladen kann, ist ja selbstverständlich. Ebenso dass ich einen Ersatzakku mitnehmen kann.
    Frage Ladung an der Autobaterie über die Zigaretten-Anschlußdos (max. Output 150 W)
    In den Ladeeingang des E-Bike Akkus. Also ohne über 230V zu gehen.
    Gibt es so etwas ?

    1. Hallo Andreas,
      das Aufladen des E-Bike-Akkus über Ladegeräte mit 12-Volt-Steckern und Adaptern für Zigarettenanzünder ist vor ein paar Jahren ein etwas größeres Thema gewesen. Bosch hat von 2014 bis 2017 zum Beispiel ein entsprechendes Gerät namens Travel Charger hergestellt. Die Verkaufszahlen sprachen aber wohl nicht für eine längerfristige Aufnahme ins Sortiment. Beim Unternehmen BMZ aus Karlstein findest du aktuell ein Gerät gelistet. Das hat am anderen Ende einen Rosenberger-Stecker. Scheint aber zumindest nicht spontan verfügbar zu sein.

      Eine Alternative ist eventuell der Powerbutler. Dabei handelt es sich um ein mobiles E-Bike-Ladegerät, das an das 12-Volt-Bordnetz eines Autos, Wohnmobils oder Bootes angeschlossen werden kann. Nach eigener Aussage bietet der Hersteller mehr als 100 verschiedene Ausführungen an. Vielleicht wirst du dort fündig. Genaueres können wir dir leider nicht sagen, da wir keines der erwähnten Ladegeräte jemals selbst im Angebot hatten.

      Sportliche Grüße
      Matthias

    2. Fragt sich ob Du mit eine Solarbatterie und Powerbutler im Gepäck besser dran bist als mit einem Zweitakku.
      Du müsstest auch die Solarbatterie nach Gebrauch wieder laden, das braucht auch ein Ladegerät. Und wer mit dem Rad unterwegs ist, hat meistens kein Auto dabei (dann könnte man das Bike ja zur nächsten Steckdose schauffieren). Aber für’s Wohnmobil sicherlich eine Alternative da weniger Umwandlungsverluste.

  4. es ist eine Utopie einen Schweren Ersatzakku mitzuführen, das geht auf die fahrleistung. Schauen sie mal welche riesenakkus z.b. Ncm mit den Panasonic 768 er Akku hat- riesig – und sauschwer…….ich suche einen Ladekabeladapter für diesen chinchähnlichen Anschluss, da gibt es keine einzige möglichkeit bei den öffentlichen säulen………

    viel spass mit den e-bikes.
    karl

    1. Oh Karl, da hat man selber ruckzuck zwei, 5 oder sonst wieviele Kilos zuviel auf dem Leib, aber fürs Wandern zum Beispiel wird der Stil der Zahnbürste gekappt. Rollend spielt ein zusätzlich Akku praktisch keine Rolle, hingegen die Kosten schon. Da gilt es schon zu überlegen, wie oft brauche ich einen zweiten Akku. Gruß Franz

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