Steuerrecht begünstigt Elektromobilität

12.11.2018 10:13

Nach dem Akku das ganze Bike: Radfahrer dürfen sich wieder einmal über Steuervorteile freuen. Nachdem vor einigen Monaten schon beschlossen worden war, dass das Laden des E-Bike-Akkus am Arbeitsplatz steuerfrei sei, wird nun auch das Dienstrad entlastet.

Dienstrad und Dienst-E-Bike steuerfrei nutzbar

Bisher gilt es noch als geldwerter Vorteil, wenn der Arbeitgeber den Arbeitsnehmern ein betriebliches Fahrrad zur Nutzung überlässt. In Zukunft soll das Versteuern nicht mehr nötig sein. Eine ebenso gute Nachricht: Auch Jobtickets sollen wieder steuerfrei werden!! Allerdings werden die kommenden steuerfreien Leistungen für das Job-Ticket auf die Entfernungspauschale angerechnet. Das soll eine Benachteilgung gegenüber Arbeitnehmern, die diese Aufwendungen selbst aus ihrem versteuerten Einkommen bezahlen und eine doppelte Förderung verhindern.

Ist Förderung der Elektromobilität technologiefeindlich?

Auch Nutzer von Elektroautos, die den Dienstwagen auch privat nutzen, müssen die private Nutzung nur noch mit 0,5 Prozent des inländischen Listenpreises für jeden Kalendermonat versteuern. Für Autos mit Verbrennungsmotor gilt die 1 Prozent-Regelung. Das gilt allerdings nur für Elektroautos, die nach dem 31. Dezember angeschafft werden.

Deutscher Bundestag

Deutscher Bundestag / Achim Melde

Diese Änderungen beschloss der Finanzausschuss der Bundesregierung am Mittwoch, den 7.11.2018. Dem Gesetzentwurf stimmten die Koalitionsfraktionen der Union und der SPD zu. Die AfD- und die FDP-Fraktion lehnten das Gesetz ab. Die AfD-Fraktion bezeichnete die Maßnahmen als Verhaltenslenkung. Energiepolitik dürfe nicht über das Steuerrecht gemacht werden. Die FDP hält das neue Gesetz für wenig technologieoffen, sondern begünstige allein Elektrofahrzeuge.

Linksfraktion und Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich interessanter Weise an dieser Stelle.

Die Änderungen sollen zu Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten.