ZIV fordert E-Bike-Prämie vom Bund

04.07.2016 09:38

Das Ergebnis war einstimmig: Insgesamt 10 Punkte umfassen die aktuellen politischen Forderungen des Zweirad-Industrie-Verbandes. Ende April stimmten alle Mitglieder in München darüber ab. Der an die Bundesregierung gerichtete politische Forderungskatalog fordert in erster Linie die Aufstockung der Bundesmittel für den Radverkehr, kommuniziert den Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen für sicheres Radfahren und die garantierte Mitnahme im ÖPNV. Analog zur Prämie bei der Anschaffung eines Elektroautos, ist eine der spannendsten Forderungen des ZIV der 500-Euro-Zuschuss beim Kauf eines E-Bikes.

Bedeutung des Radverkehrs wird unterschätzt

Grundlage des Forderungskatalogs ist die Feststellung, dass dem Radverkehr in Deutschland nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit von den verantwortlichen Ministerien geschenkt wird. Das sei konträr zur steigenden Beliebtheit des Radfahrens. Zudem missachte die Politik die Bedeutung des Fahrrades und des E-Bikes, sowohl für die zukünftige Individualmobilität als auch den Lastentransport im urbanen Raum.

Deshalb fordert der ZIV, dass die Politik, den Anforderungen an den Radverkehr als zentrales Element der verkehrspolitischen Anforderungen der Zukunft mehr Rechnung tragen muss.

Die Forderungen des ZIV im Einzelnen:

  1. Aufstockung der Bundesmittel für die Förderung des Radverkehrs auf jährlich 1 Mrd. Euro bis zum Jahr 2020.
  2. Schaffung von Rahmenbedingungen für einen sicheren Radverkehr.
  3. Integration der Radverkehrsförderung in die Umwelt- und Klimapolitik.
  4. Finanzierung und Durchführung von Imagekampagnen zur Steigerung der Fahrradnutzung.
  5. Kaufprämie von 500 Euro bei der Neuanschaffung eines E-Bikes.
  6. Sicherstellung der Fahrradmitnahme in allen öffentlichen Verkehrsmitteln zu allen Tageszeiten ? auch in ICEs.
  7. Flächendeckend sichere Fahrrad-Abstellanlagen in den Städten und an allen Bahnhöfen.
  8. Eigene Abteilung "Radverkehr" im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit angemessener personeller und finanzieller Ausstattung.
  9. Sinnvolle Vernetzung von Verkehrsmitteln zu einem Gesamtmobilitätskonzept.
  10. Förderung von Forschungsprojekten zum Radverkehr.

1000 Euro-Prämie für Lastenräder gefordert

Auch die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg schließt sich der Forderung nach einer E-Bike-Prämie an. "Nicht nur Elektroautos, auch der Erwerb von bis zu 300.000 Pedelec-Lastenfahrrädern und Pedelecs soll mit 1.000 Euro pro Rad gefördert werden," so Michael Obert, Bürgermeister in Karlsruhe und Vorstandsvorsitzender der AGFK-BW.

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