Unternehmen wehren sich erneut gegen E-Bike-Urteil der Stiftung-Warentest

27.06.2016 11:40

2014 war die Stiftung Warentest für ihren E-Bike-Test heftig in die Kritik geraten und musste daraufhin zurückrudern. Nun hat man wieder E-Bikes auf den Prüfstand gestellt und unter dem Titel "fünf mal gut, siebenmal mangelhaft" wieder einen Test veröffentlicht. Schlechte Nachrichten verkaufen sich nun mal besser.

Testverlierer

Unter den 'Verlierern' des Tests sind das Traveller E Tour FL von Kettler und das Alu-City-Elektrorad von Aldi ? bei beiden gab es Materialbrüche ? und das Alu-Elektro-Citybike ECU 1603 von Fischer, bei dem die Sattelstütze nachgab. Dafür gab es am Ende ein 'mangelhaft'. Wegen schlechter Bremsen fielen auch das E-Courier Forma von Stevens und das Modell Premio E8 F von Pegasus durch.

Hersteller wehren sich

Nun wehren sich die Hersteller gegen diese vernichtenden Ergebnisse. "Während das Pegasus Premio E8F vor zwei Jahren noch als eines von nur drei Rädern die Note 'gut' erhielt, wurde das Rad jetzt überraschend mit 'mangelhaft' bewertet", wundert man sich bei Pegasus. Man hält es für nicht nachvollziehbar, warum die identische Bremsanlage zwei mal zu unterschiedlichen Ergebnissen führe. Man kritisiert die Testergebnisse als "praxisfern": "Jedes Produkt weist früher oder später Defekte auf, wenn es nur lange genug entgegen klarer Herstellervorgaben getestet wird".

Kettler betont: "Für die Sattelklemmung verfügt die Heinz Kettler GmbH & Co. KG über einen Test, nach dem dieses Zulieferteil die gesetzlich vorgeschriebenen Normen deutlich übererfüllt." Tests des TÜV Rheinland hätten ergeben dass "die betroffene Sattelklemmung sogar noch einen zusätzlichen Belastungstest, der 25 Prozent oberhalb der gesetzlichen Norm liegt, erfüllt". Auch 3Kunden hätten noch nie über Sattelklemmungen berichtet.

Weitere Reaktionen bleiben abzuwarten. Welche Räder besser abgeschnitten haben, können Sie hier nachlesen.

  • Testtabelle E-Bikes

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