Umweltbundesamt rät zum Elektrofahrrad

01.09.2014 08:56

Um den Umstieg vom Auto auf Fahrräder zu erleichtern, ermutigt das Umweltbundesamt (UBA) Städte und Gemeinden zur Förderung des E-Bikes: "E-Räder, also von Elektromotoren unterstützte Fahrräder, brauchen im Vergleich zum Auto nicht nur weniger Platz, sie sind auch deutlich preisgünstiger. Zudem profitieren Gesundheit und Umwelt von den neuen Rädern.", sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA. "E-Biks sind ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Mobilität von heute. Viele Kommunen müssen sich aber noch besser einstellen auf den neuen Trend zum Zweirad. So sind die Radwege noch nicht überall an die höhere Geschwindigkeit von E-Rädern angepasst."

Im kürzlich veröffentlichten Hintergrundpapier "E-Rad macht mobil ? Potenziale von Pedelecs und deren Umweltwirkung" hat das UBA alle wichtigen Infos zu E-Rädern zusammengestellt und E-Bikes mit anderen Fortbewegungsmitteln verglichen. Das Fazit: E-Bikes sind leise und verursachen deutlich weniger CO2-Emissionen, Feinstaub (PM10) und Stickstoffoxide (NOX) als moderne Pkws. Und mit zunehmendem Anteil erneuerbarer Energie im deutschen Stromnetz würden selbst diese niedrigen Emissionen weiter sinken.

Das Bundesumweltamt betont, dass Dreiviertel aller zurückgelegten Strecken im Entfernungsbereich von weniger als 10 km liegen. Für einen Weg von 10 km benötigt ein Elektrofahrrad nur etwa so viel Energie, wie man verbrauchen würde, um 0,7 Liter Wasser bei Raumtemperatur zum Kochen zu bringen.

Und anders als mit dem normalen Fahrrad, kommt man mit dem E-Bike deutlich entspannter ins Ziel. Elektrofahrräder erweitern die Einsatzmöglichkeiten des Fahrrades, indem sie den Lastentransport erleichtern und helfen, Höhen und Entfernungen einfacher zu überwinden. Und wer im Anzug von Termin zu Termin muss, der kommt mit dem E-Bike nicht ins Schwitzen.

Auch die Treibhausgasemissionen der bei E-Bikes verwendeten Lithium-Ionen-Akkus würden, vergleicht man diese mit eingesparten Pkw-Kilometern, bereits nach 100 E-Bike-Kilometern ausgeglichen sein.

Aufrgund der eindeutigen Vorteile rät das UBA den Kommunen, Radwege an die teils höheren Geschwindigkeiten von E-Bikes anzupassen und Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur geschickter zu planen, zu verbessern und zu erweitern, damit sich die Sicherheit für den momentan oft noch parallel geführten Rad- und Fußverkehr erhöht. Auch Wohnungsvermieter, Ladenbetreiber und Arbeitgeber könnten durch ebenerdige und gut gesicherte Abstellanlagen einen deutlichen Beitrag leisten, dass mehr Bürgerinnen und Bürger sich vermehrt in den E-Rad-Sattel schwingen, als ins Auto zu steigen.

Das Hintergrundpapier "E-Rad macht mobil ? Potenziale von Pedelecs und deren Umweltwirkung" kann man kostenlos downloaden.

  • Cover: E-Rad macht mobil

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.