TRASHH: Hamburger Abfallentsorgung setzt auf E-Lastenräder

19.07.2016 10:19

Die Stadt Hamburg will ihre Abfallentsorgung in Zukunft noch umweltfreundlicher machen. Konkret: Kleinere Nutzfahrzeuge, die in Parks und auf Bürgersteigen unterwegs sind, sollen durch Lastenräder ersetzt werden. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Berlin werden das Projekt erforschend begleiten. In erster Linie geht es dabei um die 'Ermittlung der organisatorischen sowie wirtschaftlichen Einsatzpotenziale von E-Lastenrädern in kommunalen Unternehmen', heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am 6. Juli 2016 die Förderbescheide an die Projektpartner DLR und SRH überreicht.

Die Mitarbeiter des DLR übernehmen neben der Forschung und wissenschaftlichen Verwertung, auch die gesamte Koordination sowie die Koordinierung aller Beteiligten. "Wir sind optimistisch, dass sich der Einsatz von Elektro-Lastenräder nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch lohnt," erklärte DLR-Projektleiterin Dr. Verena Ehrler. Wo der Einsatz von speziellen motorisierten Fahrzeugen zur Abfallentsorgung einen erheblichen Anteil der Kosten ausmacht, soll das Lastenrad eine umweltschonende und wirtschaftlichere Alternative sein.

Bereits im Mai 2016 hatte das DLR-Institut für Verkehrsforschung nachweisen können, 'dass Lastenräder im Wirtschaftsverkehr Potenzial haben, diesen leise und umweltschonend abzuwickeln'.

In diesem Sommer geht es bereits los: Mit zwei E-Bikes in Bergedorf und an der Alster. Bis 2019 will man nun durch den Einsatz von zehn Lastenrädern in Hamburg weitere Erkentnisse zu den Einsatzmöglichkeiten von elektrisch unterstützten Rädern gewinnen. Das Projekt TRASHH wird mit Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.

  • Personengruppe
  • E-Lastenrad von Hercules

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