Thema eBike ist medial hoch präsent

30.12.2016 12:52

Obwohl gerade keine Fahrradsaison ist, stehen Elektrofahrräder hoch im Kurs der medialen Berichterstattung. Grund dafür ist der anhaltende Aufwärtstrend von eBikes, die im Gegensatz zum stagnierenden Marktgeschehen bei den Elektroautos immer beliebter werden.

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So räumt zum Beispiel Zeit online, dem Phänomen ebike als "kleinem Wirtschaftswunder" Raum für einen ausführlichen Sonderbeitrag ein. "Bei E-Bikes zeichnet sich ab, dass ihre Beliebtheit nicht nur mit dem Ding an sich zu tun hat, sondern ebenso mit dem Universum drum herum. Die Vernetzung von Rädern mit ihren Nutzern und ein stetig wachsendes Angebot an Zubehör erzeugen einen Sog, von dem viele profitieren," so ein Zitat von Michael Ehry, einem ehemaligen Banker, der in der Mainzer Altstadt einen Fahrradladen betreibt, eBikes im Premium-Segment verkauft und gut davon lebt. Der Unternehmer steht im Beitrag beispielhaft für viele Erfolgsgeschichten im Segment.

Das Thema Elektromobilität beschäftigt auch die Stuttgarter Zeitung. Auch hier geht es um den Branchenboom, der von Marken wie Bosch angeheizt wird. "Im Vergleich zum Konzernumsatz von gut 70 Milliarden Euro ist die Sparte Bosch eBike Systems zwar ein Winzling, aber einer mit Gewicht. Der Produktbereich wächst seit der Gründung 2009 zweistellig und damit überproportional zum Markt," heißt es in der StZ. Claus Fleischer, Leiter des Produktbereichs Bosch eBike Systems, gibt im Artikel umfangreich Auskunft über die Zukunftsaussichten des eBikes.

Über die Bedeutung ?des milliardenschweren Fahrradmarktes? berichtet aktuell auch das Handelsblatt. Gleichzeitig wird aber die Verkehrspolitik der Regierung kritisiert. Denn das Fahrradfahren zu fördern, sei nicht nur für Mensch und Umwelt gesund, das Fahrrad ist auch ein gigantischer Wirtschaftsfaktor, der 100 000 von Arbeitsplätzen sichert. Interessant ist diese Beobachtung: "Ein Sorgenthema für die Branche ist der Radler-Nachwuchs. Heute seien deutlich weniger Kinder mit dem Fahrrad unterwegs als früher," wird Susanne Eickelmann vom Verband VDZ zitiert. So könnten die meisten Kinder zwar Radfahren, sie täten es im Alltag aber seltener. Vielleicht können neben einer familientauglichen Fahrrad-Infrastruktur auch die ebikes für Kids ihren Teil dazu beitragen.