Studie belegt: Kein erhöhtes Unfallrisiko bei Elektrofahrrädern

09.10.2014 08:49

Die Technische Universität Chemnitz hat im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer eine Studie zu Risiken bei Fahrern von Elektrofahrrädern durchgeführt. Konkret galt es zu untersuchen, ob es durch die potentiell höheren Geschwindigkeiten, die mit E-Bikes erreicht werden, auch häufiger zu Unfällen kommt. Dafür wurden verschiedene Mobilitätsparameter, wie die Geschwindigkeit und die Verkehrssicherheit von Elektroradfahrern im Vergleich zu Fahrradfahrern erhoben.

Ein Grund für die Studie war die Dauerskepsis der Unfallversicherungen, die von einem erhöhten Unfallrisiko, dem Pedelecfahrer ausgesetzt seien, ausgehen. Oftmals war in den Medien auch von "alarmierenden" Unfallzahlen die Rede. Denn im Hintergrund stand auch die Vermutung, dass durch Elektrofahrräder vor allem Personen wieder mobil werden, die sonst auf Grund von körperlichen Einschränkungen kein Fahrrad nutzen würden.

Nun kann sich die Branche entspannt zurücklehnen, denn die Ergebnisse, die jetzt aus der aktuellen Studie der Unfallforscher der Versicherer hervorgehen, sind positiv. So konnten die Forscher eindeutig belegen, dass Elektroräder derzeit keinem erhöhtem oder anders gelagertem Sicherheitsrisiko als Fahrräder unterliegen. Das heißt, E-Bike-Fahrer unterliegen im Vergleich zu Fahrradfahrern keinem erhöhten Risiko in eine kritische Situation verwickelt zu werden.

Für die Untersuchung wurden an den Zweirädern von insgesamt 90 Teilnehmern im Alter von 16 bis 83 Jahren Sensoren und Kameras installiert. Unter den Probanden waren 30 Fahrradfahrer, 60 E-Bike-Fahrer und 10 S-Pedelec-Fahrer. Über einen Zeitraum von vier Wochen wurde das natürliche Fahrverhalten der Teilnehmer aufgezeichnet.

"Die Studie des GDV unterstreicht die Einschätzung des ZIV und verdeutlicht, dass Pedelecs und E-Bikes kein erhöhtes Unfallrisiko darstellen, wie von anderen Seiten oft vermutet wurde. Gerade vor den zukünftigen Herausforderungen in Sachen Mobilität kann das E-Bike/Pedelec einen wichtigen Beitrag leisten," äußerte der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes, Siegfried Neuberger.

Das Ergebnis der Studie ist online unter www.udv.de öffentlich zugänglich.


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