Sicher abschließen und laden im Alltag: das LadeSchlossKabel-Projekt für Elektrofahrräder

21.10.2013 20:49

Die Besitzer von Elektrofahrrädern stehen grundsätzlich vor zwei Problemen: Erstens die Ladeinfrastruktur und zweitens die Diebstahlsicherung.Gerade im boomenden Bereich "Elektrofahrrad" dominieren die teuren Fahrzeuge. In der Freizeit lässt sich der Diebstahlschutz durch ständige Aufsicht, parken im Haus oder in sicheren Garagen unterstützen. Im Alltag bleibt das Bike beim Einkaufen, am Bahnhof oder an der Arbeitsstelle unbewacht stehen.

Das Ladeinfrastruktur-EnergyBus-Pilotprojekt hat sich dieser Problematiken angenommen und am 18. Oktober 2013 zur Informationsveranstaltung nach Kreuth und Tegernsee geladen. Im Mittelpunkt standen Fahrradabstellanlagen mit dem LadeSchlossKabel (LSK) und entsprechend kompatiblen Elektrofahrrädern.

Das Prinzip ist logisch: Das LadeSchlossKabel informiert bei einem Diebstahlversuch alle elektrischen Komponenten des Bikes, wonach diese in eine Art Starre übergehen. Dieser Tiefschlaf- oder Diebstahlmodus macht das Elektrofahrrad für den Dieb wertlos. Erst wenn sich der originale Besitzer identifiziert, kann das Rad aus diesem Modus herausgebracht werden.

Doch das Projekt will mehr und verbindet bei einer intelligenten Ladeinfrastuktur die Stromkommunikation und die mechanische Sicherheit. Die ersten Elektrofahrräder, bei denen das zum Einsatz kam, waren die e-Call a Bikes in Stuttgart. Hier wurde die Beta-Version des EnergyBus Steckers verwendet.

"Länder und Städte sind generell dazu bereit, viel Geld in den Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur zu investieren", informierte Hannes Neupert (Vorstandsmitglied EnergyBus e.V. und BATSO e.V.). "London hat 1 Milliarde Pfund in Fahrradinfrastruktur investiert. Dies ist ein Beispiel, wozu Städte bereit sind. Die Investition in mehr Fahrradverkehr ist die effizienteste und oft einzige Möglichkeit, den Verkehrsinfarkt abzuwenden."

In Tegernsee steht eine von derzeit acht EnergyBus kompatiblen Ausleih- und Ladestationen für entsprechend kompatible Test-Pedelecs in der Region Tegernsee, Schliersee und Achensee. "Die Sicherheit wird in Zukunft hauptsächlich elektronisch gewährleistet werden. Die Bedienung muss noch einfacher werden und auch andere Varianten müssen entstehen. Beispielsweise eine Variante für Mieträder, bei der das eine Ende des Kabels fest mit dem Rahmen verbunden ist. Dadurch ist das LadeSchlossKabel kein loses Teil mehr, das verloren werden kann", so Neubert.

  • Elektrofahrrad mit Ladeschlosskabel
  • Projekt Ladeschlosskabel für Elektrofahrräder, Präsentation

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.