Rubbee: Elektroantrieb zum Nachrüsten

24.07.2013 10:35

Britische Tüftler wollen jedes herkömmliche Fahrrad, dank eines Walzenantriebes, zum Elektrofahrrad machen. Die Erfindung heißt "Rubbee" und setzt auf Technik, die schon in den 40er Jahren bei einem französischen Mofa eingesetzt wurde.

Basierend auf dem Prinzip des Mofas Vélosolex des Herstellers Solex, das mit einem Benzinmotor, der das Vorderrad über eine Reibrolle antreibt, bewegt wird, treibt Rubbee das Hinterrad mit einem Elektromotor an.

Mit einem Schnellverschluss wird Rubbee an der Sattelstange montiert und ist einfach wieder abnehmbar. Das 6,5 kg schwere Gerät kann bei Rädern mit Reifendurchmessern von 16 bis 29 Zoll nachgerüstet werden. Der Drehschalter zum Beschleunigen wird am Lenker montiert und über ein Kabel mit der Box verbunden. Gepäckträger und/oder Schutzblech werden allerdings verdrängt. Dank eigener Federung kann Rubbee auch an Fahrrädern verbaut werden, die hinten gefedert sind.

Im Gegensatz zu einem normalen Elektrofahrrad muss während der Fahrt nicht in die Pedale getreten werden. Dafür werden die für Elektrofahrräder üblichen Reichweiten nicht erreicht. Der 250 Watt starke Elektromotor, der eine Geschwindigkeit von ungefähr 25 km/h ermöglicht, tut dies allerdings nur für etwa 20 bis 30 km.

Der Elektrofahrradantrieb zum Nachrüsten soll rund 800 Britische Pfund kosten. Momentan ist die Finanzierung der Serienproduktion allerdings noch nicht geklärt. (Rubbee sammelt derzeit Kapital bei Kickstarter.)

  • Rubbee

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