Radfahren ohne Licht - Teilschuld bei Unfällen

Egal ob MTB, Rennrad, Elektrofahrrad, E-Bike oder Pedelec - Radfahrer benötigen wie alle Verkehrsteilnehmer im Dunklen Licht von einer funktionierenden Lichtanlage, sei es batterie- oder dynamobetrieben.

Das OLG Frankfurt/Main hatte hierzu mit Aktenzeichen 22 U 153/09 einen Fall entschieden, bei dem ein Mountainbike-Fahrer bei Dunkelheit mit einem entgegenkommenden Omnibus kollidierte, der links abbog und den Radfahrer dabei erfasste.

Der Straßenzug war gut beleuchtet, doch das MTB hatte weder Licht noch Reflektionseinrichtungen. Trotz der Feststellung, dass der Busfahrer den Radfahrer bei "besonderer Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen" und die Straßenlaternen ausreichend Licht spendeten, entschied das OLG, dass ein Mindesthaftanteil von 30 % auf das Konto des Radfahrers gehen müsse. Ferner sei die Lichtanlage am Fahrrad weniger dazu da, dass Radfahrer selbst etwas sehen, vielmehr sei das Licht am Fahrrad notwendig, damit andere Verkehrteilnehmer, Biker ohne weiteres erkennen können.

Offiziell wurde also festgestellt, dass Radfahrer teilhaftbar gemacht werden, wenn sie im Straßenverkehr keine Lichtanlage oder Reflektionseinrichtungen benutzen. Die richtigen und unstrittigen Schlüsse sollte nun Jeder zum eigenen Schutz und zur Hilfe der anderen Verkehrsteilnehmer zweifelsfrei treffen können.

Teilschuld mit Radfahren ohne Licht
Teilschuld mit Radfahren ohne Licht

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