Nur noch E-Fahrzeuge auf den Straßen? Wenn eine Utopie zur Wirklichkeit wird

25.04.2016 12:37

Die Zukunft des Verbrennungsmotors scheint besiegelt. Die Norweger machen es vor ? In dem Skandinavischen Land liegt der Anteil von Elektroautos am Neuwagenmarkt bereits bei einem Viertel. Die Politik sorgt für den Aufschwung in dem sie von den Besitzern keine Gebühren für die Nutzung von Fähren und Straßen verlangt, kostenlos Strom zur Verfügung stellt sowie freie Parkplätze. Außerdem dürfen E-Autos zur Rushhour in Oslo die Busspur nutzen. Steuervergünstigungen gibt's oben drauf ? allerdings nur noch bis 2017. Dann, so optimistisch plant Norwegen, soll sich der Antrieb flächendeckend durchgesetzt haben. Ab 2025 will man Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gar nicht mehr neu zulassen.

Das haben sich nun auch die Niederlande zum Vorbild genommen und Ähnliches beschlossen. Auch hier wird die Anschaffung von Elektroautos staatlich subventioniert ? allerdings nicht für Privatkäufer. Einen deutlichen Nachteil haben die Niederlande gegenüber Norwegen noch. Die Norweger gewinnen bereits 95 Prozent ihres Stroms aus erneuerbaren Energien . In den Niederlanden sind es nur 4,2 Prozent. Der Löwenanteil ? fast 40 Prozent ? stammt aus der Verbrennung von Erdgas, das im Norden des Landes gefördert wird.

Wenn man bedenkt, dass der Anteil von E-Autos am Neuwagenmarkt in den Niederlanden nur 0,6 Prozent beträgt ? ein ähnliches Niveau verzeichnet übrigens Deutschland ? ist das Zeitfenster bis 2025 doch recht eng. Belgien ist hier schon einen Schritt weiter und sorgt durch die Bezuschussung von E-Autos mit 5000 Euro für explodierende Umsätze.

VW hat auch aufgrund der aktuellen Krise im Haus reagiert und will bis 2025 ein Viertel des Absatzes mit Elektroautos bestreiten. Angesichts der großen Beliebtheit von E-Bikes in den Niederlanden bleibt abzuwarten, wie viele Menschen sogar auf ein Auto in Zukunft verzichten.

  • Elektroanschluss am Nissan Leaf

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