Novelle der StVO erweiterte Rechte für Radler und eBike-Fahrer

16.12.2016 09:33

Am 14. Dezember 2016 trat eine Novelle der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Diese bringt einige Änderungen für Radfahrer und eBikern mit sich.

Begleitung Rad fahrender Kinder

Die bisherige Regelung sah vor: Wenn Erwachsene mit dem Fahrrad auf dem Gehweg Rad fahrende Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr begleiten, müssen sie selbst die Straße benutzen. Das hat sich geändert: Ab sofort erleichtert die StVO (§ 2, Abs. 5) in diesen Fällen das Nutzungsrecht. Begleitende Personen, die älter als 16 Jahre sind, dürfen nun auch mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen, wenn Rad fahrende Kinder bis acht Jahre mit dabei sind. Der Schutz von Fußgängern, die auf Gehwegen natürlich weiterhin den absoluten Vorrang genießen, wird aber in dieser Regelung besonders betont.

E-Bikes auf Radwegen

Der Gesetzgeber setzt mit der neuen Novelle von Ende 2016 auch Akzente bei den Elektrofahrrädern. Die Bedeutung von eBikes als Verkehrsmittel wird gestärkt, indem es nun möglich wird, dass Pedelecs mit einer Antriebsunterstützung bis 25 km/h außerorts grundsätzlich (§ 2, Abs. 4 StVO) und innerorts auf extra dafür ausgewiesenen Radwegen zugelassen sind. Ein neues Sinnbild, das ein Fahrrad mit Ladekabel zeigt, wurde dafür neu in die StVO aufgenommen. Die Länder entscheiden allerdings selbständig darüber, welche Radwege konkret dafür freigegeben werden. Die deutlich schnelleren S-Pedelecs (mit einer Antriebsunterstützung bis 45 km/h) sind von dieser neuen Regelung ausgeschlossen.

  • Sinnbild eBike

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