Mehr Elektrofahrräder als Mountainbikes auf deutschen Straßen

20.03.2015 11:51

Der Markt ist in Bewegung. Zwar waren laut den gestern vom Zweirad-Industrieverband (ZIV) in Berlin veröffentlichen Marktdaten, 2014 Trekking-Räder wieder die meist verkaufte Fahrradgattung in Deutschland. Aber die Bedeutung von E-Bikes wächst weiter. Rechnet man in Stückzahlen, kommen Elektrofahrräder bereits auf einen Marktanteil von 12 Prozent und haben somit deutlich die Mountainbikes, mit einem Marktanteil von 10 Prozent überholt. Mit einem Marktanteil von 22 Prozent positionieren sich davor noch die City- und Urbanbikes.

Insgesamt ist die Zahl der in Deutschland produzierten Fahrräder 2014 allerdings leicht rückläufig. Wurden 2012 noch 2,21 Mio. Fahrräder gebaut, waren es 2014 noch 2,14 Mio.

Erfreulich sind die Exportzahlen: Deutsche Hersteller exportierten 2014 allein 1,19 Mio. Fahrräder und E-Bikes ins Ausland, wobei die Niederlande (19 Prozent), Polen (12 Prozent) und Österreich (11 Prozent) die wichtigsten Abnehmer waren. Gleichzeitig stieg die Zahl der nach Deutschland importierten Elektrofahrräder sprunghaft an ? von 199 000 in 2013 auf 230 000 im Jahr 2014. Dabei kamen 68 Prozent der nach Deutschland importierten E-Bikes aus dem EU-Raum, 32 Prozent aus Asien.

Der ZIV schätzt die Zahl der verkauften E-Bikes im Jahr 2014 auf 1,4 Mio. Stück und schätzt den E-Bike-Markt europaweit als wachsend ein. Die Gründe dafür seien die sich stetig weiterentwickelnde Batterie- und Antriebstechnologie, neue Modelle und Anbieter sowie ein sich veränderndes Mobilitätsverhalten der Deutschen. Auch wird die Zielgruppe zunehmend jünger.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 4,1 Mio. Fahrräder im Wert von 2,16 Mrd. Euro verkauft. Das ist ein Zuwachs von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Fachhandel allein kann 70 Prozent des Fahrradumsatzes für sich verbuchen, der Internet- bzw. Versandhandel 11 Prozent.

  • Schema: Fahrrad-Modellgruppen 2014