Lohnt sich Rekuperation?

02.11.2015 11:32

Ein Akku, der sich beim Fahren wieder auflädt, wird Käufern von E-Bikes immer wichtiger und scheint auch ein ganz logisches Bedürfnis zu sein. Dennoch gibt es nur eine handvoll Heckmotor-Systeme, die über eine Rekuperationstechnologie verfügen. Bei Rekuperation handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Rückgewinnung von Energie.

Die Redakteure der Fach-Zeitschrift "ElektroRad" haben, unter der Fragestellung, 'Was Rekuperation wirklich bringt' die Systeme einmal genauer unter die Lupe genommen und die Ergebnisse in der Ausgabe 5/2015 zusammengefasst.

Wie viel Energie lässt sich zurückgewinnen?

Bereits 2014 hatte ElektroRad-Chefredakteur Daniel O. Fikuart Räder mit Rekuperation getestet: Darunter das Wheeler eEeagle mit BionX Hecknabenmotor. Fikuart hatte damals 53 Prozent mehr Reichweite rausholen können und zeigte sich von den Möglichkeiten, am E-Bike Energie zurück gewinnen zu können, schwer begeistert. Da damals bei einer reinen Bergtour getetestet worden war, wurde der Test auf 'normaler' Strecke, ohne längere Bergpassagen, wiederholt. Denn, fehlen längere Abwärtsfahrten, findet auch keine Rekuperation statt. Das heißt auch, das Rekuperation nur im Mittel- oder Hochgebirge, mit längeren Talfahrten, wirklich effektiv ist.

Drei Testräder

Im Test trat wieder das Wheeler eEeagle mit BionX Hecknabenmotor an. Dazu kam ein Simplon Kagu Trekkingrad mit Neondrives-Antrieb von Alber und ein Poison Phenol mit GoSwissDrive-Motor. Die drei Räder wurden auf der Teststrecke jeweils bei allen Abfahrten auf höchstmöglicher Rekuperationstufe gefahren.

Schnell zeigte sich, dass es für einen sinnvollen Einsatz dieser Technologie Fingerspitzengefühl braucht. Bei zu flachem Gefälle wird das Treten im Rekuperationsmodus sehr mühselig. Wobei sich das Verhalten bei den drei Modellen stark unterschied.

Rekuperation macht Sinn

In der Summe zeigte sich die Redaktion wieder zufrieden: rund 20 Prozent mehr Reichweite konnten herausgefahren werden. Die Ergebnisse sind allerdings abhängig vom Gewicht und der Fitness des Fahrers und der zusätzlichen Beladung. Kritisiert wurden allerdings die ungenauen Reichweitenangaben und die nicht immer durchschaubaren Rechenmuster.

Welche Stärken und Schwächen die Redaktion bei jedem einzelnen System herausgefahren hat und wie die detaillierten Testergebnisse lauten, kann in der Ausgabe 4/2015 (online oder im Zeitschriftenhandel) nachgelesen werden.