Kontaklose Ladestationen für Elektrofahrräder bald Realität?

Das Schweizer Unternehmen Sciyent von Prith David ist in der Entwicklungsphase für eine kontaktlose Ladestation für Elektrofahrräder. Das System soll für alle gängigen Modelle funktionieren. Die drahtlosen Ladestationen haben die Form von Fahrrad-Ständern, in die das Elektrofahrrad nur eingestellt werden muss. Die Aufladung erfolgt automatisch während der Standzeit. Eine Steckverbindung erübrigt sich. Das Geheimnis heißt Induktion. Nötig ist dafür allerdings eine Kontaktplatte am Vorderrad des Elektrofahrrades. Diese muss nachgerüstet werden, damit sie zwischen sich und der Kontaktplatte am Ständer ein Feld aufbauen kann, über das der Ladestrom fließt. Das Züricher Unternehmen nimmt damit eine wichtige Hürde, die die Anbieter bisheriger Ladestationen überwinden müssen. Denn jedes Elektrofahrrad hat einen speziellen Anschluss und einen anderen Akkutyp. Zudem sind Steckerverbindungen meist nicht wetterfest und bedürfen einer trockenen Umgebung.

Der Prototyp ist derzeit noch recht wuchtig. Aber eine schlankere Version ist in Arbeit. Erste Tests will Ingenieur Prith David in Basel, Winterthur und dem Umweltdepartement von St. Gallen durchführen.

Das neue Ladesystem für Elektrofahrräder hat durchaus Zukunft: Arbeitgeber könnten entsprechende Ladeständer bereitstellen, auch Hausverwaltungen könnten den Mietern einen entsprechenden Service bieten. Auch ÖV-Betriebe könnten mit "Park & Ride & Charge"-Stationen Ihr Netz vergrößern.

Zur Zeit werden noch Investoren für das System gesucht.

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