Kindermobilität: Mit dem Fahrradanhänger sicher unterwegs

15.05.2015 10:58

Mehr und mehr junge Familien entscheiden sich inzwischen für einen Kinderanhänger. Damit können Eltern schnellst möglich wieder aufs Rad steigen. Teilweise ersetzen die Transporter heute schon den Kinderwagen, denn noch bevor die Verwandlungskünstler ans Fahrradrad gehängt werden, lassen sie sich als Buggy - dank Babyhängematte und Co. ? praktisch vom ersten Tag an nutzen.

Was gibt es beim Fahrer mit einem Kinderanhänger zu beachten?

Für den Transport der Kinder mit dem Fahrrad sind Anhänger eine sehr sicherste Variante, denn die Kleinen sitzen darin gut geschützt und kippsicher in einem stabilen Rahmen. Zudem bleibt das Rad stabiler und beherrschbarer also zum Beispiel mit einem Kindersitz. Trotzdem gibt es für das sichere Fahren mit einem Kinderanhänger einige Punkte zu bachten!

Zuallererst sollte natürlich die Zugmaschine in technisch einwandfreiem Zustand sein. Achten Sie auf gut funktionierende Bremsen, damit diese auch mit dem zusätzlichen Gewicht schnell und zuverlässig funktionieren. Für sicheres Handling bei Anstiegen und bei langsamer Fahrt sorgt eine kleine Übersetzung, oder noch besser ein Elektroantrieb. Aber Vorsicht! E-Bikes sind nur mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h für das Fahren mir Anhänger zugelassen.

Federung korrekt einstellen

Beim Anhänger selbst ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Steckverbindungen sowie die Kupplung fest sitzen. Der richtige Reifendruck ist nicht nur eine Frage des Fahrkomforts, sondern beugt auch Pannen vor. Vergessen Sie nicht, gefederte Modelle an das transportierte Gewicht anzupassen!

Dass vorallem die Kleinsten nur im Babysitz gut aufgehoben sind versteht sich von selbst. Aber auch größere Kinder profitieren von Sitzstützen. Achten Sie dabei darauf, dass Kinder gut angeschnallt sind. Die Gurtlänge sollte nicht nur dann angepasst werden, wenn das Kind gewachsen ist. Berücksichtigen Sie auch die Dicke der Kleidung! Hier sollten Sie daran denken, dass sich die kleinen Mitfahrer, im Gegensatz zum tretenden Elternteil, kaum bewegen und deshalb nicht zu dünn gekleidet sein sollten.

Keine Helmpflicht im Kinderanhänger

Obwohl keine Helmpflicht besteht, können Sie überlegen die Kinder einen Helm tragen zu lassen. Allerdings sollten Sie Helmform und angenehme Sitzposition des Helmes im Anhänger prüfen.

Außer den Reflexstreifen, mit denen die meisten Modelle ausgerüstet sind, muss eine aktive Beleuchtung normalerweise nachgerüstet werden. Nutzen Sie auch unbedingt den mitgelieferten Wimpel! Er warnt andere Verkehrsteilnehmer, wenn der flache Anhänger durch Autos oder Büsche verdeckt ist.

Da das Fahren mit Anhänger auch für geübte Fahrer zunächst etwas ungewohnt ist, lohnen sich Übungsfahrten ohne Fracht. Üben Sie ruhig einmal extreme Fahrmanöver wie Vollbremsungen oder abrupte Richtungswechsel. Denn auch Hindernisse sind im Kinderanhänger schwieriger zu meistern als mit dem normalen Fahrrad.

Wer sich schwer damit tut, ein Gefühl für Länge und Breite des Gespanns zu entwickeln, sollte über den Kauf eines Rückspiegels für den Lenker nachdenken.

  • Kinderanhänger Thule Chariot