Hersteller pflegen ihr

19.06.2015 12:40

Fahrradfahren ist nach dem Zufußgehen wohl die ökologischste Art der Fortbewegung. Doch gerade Herstellern von E-Bikes schlagen gegenteilige Argumente immer wieder ins Gesicht. Denn einerseits werden für die Herstellung von Fahrrädern und Zubehör unweigerlich Ressourcen und Energie verbraucht sowie bisweilen Schadstoffe freigesetzt. Andererseits verbrauchen Elektrofahrräder künstlich erzeugte Energie.

Hersteller stellen sich ihrer Verantwortung

Viele Produzenten von Bikes und Zubehör stellen sich inzwischen extrem aktiv ihrer Verantwortung, wie die vom pressedienst-fahrrad recherchierten Beispiele beweisen. Demnach setzt Selle Royal mit dem Sattel "Becoz" ein klar erkennbares Zeichen. Die üblichen erdölbasierten Kunststoffe werden hier durch organisches Material ersetzt und auch die Gel-Einlage besteht zum Teil aus Kork.

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Ausrüster Vaude, als Vorreiter der gesamten Outdoor-Branche, orientiert sich schon lange an ökologischen und sozialen Standards. Angefangen von der klimaneutralen Produktion am deutschen Firmenstandort mit fairen Arbeitsbedingungen in den weltweiten Produktionsbetrieben bis hin zur größtmöglichen Vermeidung von Schadstoffen. Mit "Green Shape" hat Vaude ein eigenes Label geschaffen, das auf anerkannten Standards wie dem "Bluesign"-Zertifikat basiert, aber noch weit mehr umfasst.

Die wasserdichten Fahrradtaschen der Firma Ortlieb werden zugunsten kurzer Transportwege und effizienter Qualitätssicherung komplett am fränkischen Firmenstandort fertigt. Dabei legt das Unternehmen höchstes Augenmerk auf Langlebigkeit. Ersatzteile bleiben mindestens zehn Jahre nach Auslauf eines Artikels auf Lager, der hauseigene Reparaturservice rüstet zudem ältere Produkte auf aktuelle Technik um.

Flyer produziert "grün"

Der Schweizer Pedelec-Pionier Flyer hat schon 2009 den Umzug an einen neuen Standort für eine umweltfreundliche Ausrichtung der Produktion genutzt. So entspricht das Werksgebäude dem strengen Schweizer Passivhaus-Standard "Minergie-P". Geheizt wird über eine Erdsonden-Wärmepumpe, die im Sommer kühlt. Der auf dem Dach gesammelte Regen deckt mehr als die Hälfte des gesamten Wasserverbrauchs, wobei Sonnenkollektoren für warmes Wasser sorgen. Zudem erzeugt eine über 900 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage jährlich einen Energieüberschuss, der für rund eine halbe Million Kilometer auf dem E-Bike reicht.

Das durchdachte Konzept beim Scheinwerfer "Luxos" von Busch & Müller hilft durch eine USB-Lademöglichkeit beim Stromsparen. Muskelkraft kann hier in Energie für Mobiltelefon, GPS-Empfänger, MP3-Player und den eingebauten Scheinwerfer-Akkku umgewandelt werden.

  • Werksgebäude, www.pd-f.de / biketec

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