Hat das Elektrofahrrad noch was mit Sport zu tun? Radio hr1 berichtet über den Trend

16.09.2013 10:25

Sportlich ambitionierte Fahrer sagen bisher: Ein Elektrofahrrad brauch ich nicht, das ist was für Rentner. Der Radsportexperte des Senders hr1, Sören Döbbemann, bestätigt, dass man lange Zeit vorwiegend ältere Menschen auf Elektrofahrrädern gesehen hat. Aber das sei schon lange vorbei.Das Image sei längst grade gerückt worden und die Frage, für wen sich so ein Bike lohnt, stelle sich immer wieder neu.

Natürlich sein ein Elektrofahrrad hochinteressant für all die, die bisher kein Fahrrad mehr fahren durften: "Menschen mit erheblichen Schmerzen in den Knie- und Hüftgelenken", so der Experte. Durch die kleine Unterstützung können diese Menschen heute wieder ohne Weiteres fahrradfahren.

Auch für Familien lohne sich die Anschaffung eines Elektrofahrrades: "Wenn man einen Anhänger mit Kindern zieht, bringt das Elektrofahrrad eine erhebliche Erleichterung, weil man sich auch abwechseln kann. Jetzt kann man auch mit Kindern wesentlich längere Strecken fahren," erörtert Döbbemann.

Gerade auch Berufstätige, die unverschwitzt ankommen wollen, schätzen heute das Elektrofahrrad als Transportmittel. Außerdem kann man den Elektromotor erst dann zuschalten, wenn man es möchte, ansonsten kann man die Strecke wie mit einem normalen Bike fahren. "Das Fahren mit dem Elektrofahrrad ist dann ökologisch, wenn ich schon hauptsächlich meine Muskelkraft nutze und den Motor nur dann einsetze, wenn ich eine zusätzliche Last und Steigung zu bewältigen habe. Wer das E-Bike als Trainingsgerät nutzt, sollte den Motor auch nur in letzter Instanz zuschalten," rät der Experte.

Auch bei Ausflügen in der Gruppe lassen sich Leistungsdifferenzen wunderbar mit dem Elektrofahrrad ausgleichen. Wer bisher immer langsamer als alle anderen fuhr und deshalb gehemmt war, wird nun neue Glücksgefühle erleben. Familien können nun wieder gemeinsam radfahren: Die besseren Fahren fahren ohne Antrieb und die, die es brauchen, nutzen die Kraft des Motors.

Die Hörer von hr1 bestätigten in der Sendung, dass sie dank des Elektrofahrrades viel mehr an der frischen Luft sind, viel mehr trainieren und viel länger unterwegs sind. Das Auto bliebe öfter mal stehen und gesundheitliche Werte hätten sich verbessert.

Dennoch warnt der Experte vor den neuen Geschwindigkeiten. Gerade ältere Menschen sollten besonders vorsichtig sein, wenn sie nun teilweise mit doppelter Geschwindigkeit unterwegs seien. Unsichere könnten Angebote für Trainingsstunden nutzen.

Der Bericht zum Thema ist leider auf hr1 nicht mehr verfügbar.


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