Freiburger Studenten wollen die Fahrradbeleuchtung revolutionieren

29.10.2014 14:14

Ein Team von Studenten der Universität Freiburg hat ein neuartiges System entwickelt, mit dem die Beleuchtung von Fahrrädern und E-Bikes revolutioniert werden könnte. Das Team hat ein System aus verschiedenen Beleuchtungselementen erdacht, durch die das Fahrrad auch bei schwierigen Sichtverhältnissen besser erkannt wird.

Das System besteht, nach dem Vorbild beim Auto, aus automatischen Blinkern, einem Bremslicht und einem Frontscheinwerfer, der sich den Umgebungsverhältnissen anpasst. Die Steuerelektronik wird im Gabelschaft montiert und ist somit von außen kaum sichtbar. Versorgt wird das System über den Nabendynamo des Fahrrades oder über den Akku des E-Bikes. Ein weiteres nützliches Feature ist die USB Schnittstelle, mit welcher auch unterwegs mobile Geräte wie Smartphones oder GPS-Geräte geladen werden können. Dank des zusätzlichen Akkus wird der Ladevorgang auch beim Stehenbleiben an einer Kreuzung oder Ampel nicht unterbrochen.

Damit das geparkte Fahrrad nicht abhanden kommt, verfügt das System über ein Alarmsystem, das durch eine Fernbedienung aktiviert und deaktiviert werden kann. Wird das abgeschlossene Fahrrad bewegt, sendet das System ein lautes Signal aus, wodurch potenzielle Diebe abgeschreckt werden. Der Alarm ist so programmiert, dass er nicht bei versehentlichen Berührungen ausgelöst wird.

Im November wird das System auf der Electronica-Messe in München vorgestellt und kann dort getestet werden. Das Team nimmt mit seiner Erfindung zudem am Erfinderwettbewerb "Cosima" auf der Electronica teil.

Das Projekt entstand im Rahmen der Veranstaltung "Designlab", die zum Masterprogramm des Studienganges Mikrosystemtechnik der technischen Fakultät der Uni Freiburg gehört. Alle Beteiligten kommen aus der Fachrichtung Mikrosystemtechnik.

"Jetzt müssen wir sehen, wie es weiter geht mit dem Projekt. Wir warten erst einmal die Messe ab und sehen wie das Feedback ausfällt. Am besten wäre für uns natürlich, wenn Fahrradhersteller unser System serienmäßig verbauen würden, aber das ist noch Zukunftsmusik," so Valentin Wittstock vom Entwicklerteam.

Elektrofahrrad24 drückt die Daumen und wird die Entwicklung weiter verfolgen.

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