Elektromobilität wird in Berlin zum Brennpunktthema

28.03.2014 11:48

Die Hauptstadt macht mobil: Am 26. März trafen sich in Berlin über 600 Experten und Unternehmensvertreter zur 2. Hauptstadtkonferenz "Elektromobilität 2014" im Roten Rathaus.Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit lobte zwar die guten Entwicklungen der E-Mobilität in der Hauptstadtregion, mahnte jedoch Industrie und Hersteller, noch Einiges mehr zu tun. Denn die Entwicklung sei kein Selbstläufer. Stiefkind sind vor allem die PKWs. Hier sei gerade mal jedes Tausendste ein Elektrofahrzeug.

Mit 2014 und 2015 habe man aber entscheidende Jahre vor sich, prognostizierte Wowereit.

Seit 2012 ist die Haupstadtregion eines von vier "Schaufenstern für Elektromobilität" in Deutschland. Ziel sind die Erprobung von Möglichkeiten und das Aufzeigen, was im Verkehr der Zukunft möglich ist. Noch sei aber in diesem "Schaufenster Berlin" wenig zu sehen, kritisierten vor allem die Grünen. "Wenn man in Berlin über E-Mobilität redet, dann redet man über E-Bikes oder die Straßenbahn," so Grünen-Verkehrsexperte Stefan Gelbhaar.

Berlin setzt sich hohe Ziele: Bis 2016 will man ? als erste Stadt ? über eine flächendeckende Versorgung mit Ladestationen für E-PKWs verfügen. Das bedeutet, dass 1.600 zusätzliche Strom-Zapfsäulen aufgestellt werden, das sind mehr, als zur Zeit überhaupt Elektroautos auf Berlins Straßen unterwegs sind.

Zu einem der 30 Elektromobilitäts-Kernprojekte, für die 90 Millionen Euro zur Verfügung stehen, gehört auch die erste Fahrrad-Schnellstraße, die in Zehlendorf vor allem für den wachsenden Elektrofahrrad-Verkehr entstehen soll.

Für die Grünen ist das eines der wichtigsten und sinnvollsten Vorhaben. Denn E-Bikes seien im Gegensatz zu Elektroautos längst bei den Menschen angekommen.


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