Eine Verbindung mit Zukunft: Holz und E-Antrieb

26.11.2014 09:35

Wieder einmal wurde bewiesen, dass die E-Bike Branche eine der innovativsten ist und sich auch in Sachen Design immer wieder in neue ungeahnte Gefilde wagt.

So hat jüngst der Berliner Unternehmer und passionierte Konstrukteur Matthias Broda in Kooperation mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde ein Elektrofahrrad aus Eschen-Holz entwickelt und sich damit (nach eigenen Angaben) ein Stück weit selbst verwirklicht: "Ich hatte einfach eine Idee, eigentlich ein Fahrrad zu bauen, was möglichst CO2-neutral hergestellt werden sollte." Da lag die Holzbauweise nahe.

Den Carbon-Foot-Print eines Fahrrads drastisch zu reduzieren war dabei eines der wichtigsten Ziele. Deshalb hat man dort, wo immer es geht, diesen Werkstoff durch heimisches Holz ersetzt. Der Rahmen des Wood E-Bike und auch die auswechselbare Gabel sind aus Eschenlamellen. Batterie, Steuerung und die gesamte Verkabelung sind in den Rahmen integriert. Nur der voluminöse Körper des E-Bikes gibt Hinweise auf die versteckte Tretunterstützung. Ein Zahnriemen ersetzt die übliche Kette.

Dafür wurde das Entwicklerteam im November mit dem Green Buddy Award für Innovation ausgezeichnet. Alle Details zur Konstruktion des etwa 24 Kilogramm schweren "Wood-E-Bike" sind noch nicht bekannt. Doch immerhin wird die Reichweite mit bis zu 100 Kilometern angegeben und der Preis soll zwischen 3000 und 4000 Euro liegen.

Im April 2015 soll das erste serienreife "Wood-E-Bike" auf den Markt kommen. Vermarktet wird das Rad durch "Aceteam Berlin", einer Tochterfirma von Brodas Unternehmen System 180 GmbH.

  • Elektrofahrrad aus Holz

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