E-Bikes fahren Elektroautos davon

02.07.2013 10:13

"Vom Zweirad lernen, heißt vermarkten lernen." Unter diesem Slogan diskutierte Peter Wicht, Vorstand des deutschen Fahrradherstellers MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG anlässlich des 3. eMobility Summit mit weiteren namhaften Vertretern der Branche. Darunter: Stefan Gulas, der Erfinder des eROCKIT, Frank Müller, ehemaliger Geschäftsführer des Bundesverbandes eMobilität und Geschäftsführer der Urban-e MSC GmbH und Patrik Tykesson, Mitbegründer der e-bility GmbH.

"Der Siegeszug der Elektrofahrrades ist ein Resultat der gesellschaftlichen Megatrends", so Wicht. "Staus, Feinstaubbelastung, Parkplatznot ? gerade in den europäischen Metropolen droht Tag für Tag der Verkehrsinfarkt. Mit dem Fahrrad kommt man oft schneller und flexibler ans Ziel als mit anderen Verkehrsmitteln, weil man sich nicht an feste Wege oder Fahrpläne halten muss. Der Megatrend zum E-Bike hat gerade erst begonnen."

Zweirad- und Automobilindustrie könnten in Sachen E-Mobilität viel voneinander lernen, so das Fazit der Diskussion. "Je komplexer und teurer das E-Bike, umso intensiver setzen sich die Kunden mit dem Produkt auseinander. Marken werden daher künftig immer wichtiger", hielt Peter Wicht fest.Besonders bedeutend sei der Wissenstransfer in technologischer Hinsicht. Die Kooperation von MIFA und smart wurde als ein Quantensprung in der Geschichte des Elektrofahrrades bezeichnet. Die für das "smart ebike" entwickelte Produktionsanlage hatte tatsächlich Maßstäbe gesetzt.

Zur zweitägigen Konferenz "eMobility Summit" hatte der Berliner Tagesspiegel nun bereits zum dritten Mal in seinen Stammsitz in die Hauptstadt geladen. Rund 400 Vertreter aus Automobil- und Energiebranche, Politik und Wissenschaft tauschten sich in Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen am 27. und 28. Juni 2013 zum Thema "Die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland" aus. Brennpunkt war, warum die Elektroautos (ganz im Gegensatz zu Elektrofahrrädern) nicht so recht in fahrt kommen. Das Ziel von Verkehrsminister Ramsauer, bis 2020 eine Million Elektro-Autos auf die Straßen zu bringen, wurde wieder einmal in Frage gestellt.

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