E-Bike-Akkus haben längere Lebensdauer als vermutet

09.11.2015 09:29

Der ADAC hat ganz aktuell Batterien von Elektrofahrrädern einem Belastungstest unterzogen. Das Ergebnis hat überrascht: Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club konnte unter den Testakkus wahre Überlebenskünstler ausmachen. Oft hielten sie sogar länger, als vom Hersteller versprochen.

Mehr Ladezyklen als versprochen

So konnten die E-Bike-Akkus von Bosch 1515-mal vollständig ent- und wieder aufgeladen werden. Danach verfügte der Speicher nur noch über 30 Prozent der ursprünglichen Kapazität und war demnach kaum mehr zu gebrauchen. Der ADAC hat aber errechnet, dass ein E-Bike-Fahrer bis dahin insgesamt 57.000 Kilometer zurückgelegt hätte ? eine Strecke, die fast eineinhalbmal um die Erde reicht. Damit kann man also rundum zufrieden sein. Immerhin hatte das Produkt nach 661 Zyklen (Komplettladungen) immer noch 80 Prozent seiner Kapazität. Bosch verspricht 500 Vollzyklen bis zur 80-Prozent-Grenze. Bei einem Samsung-Akku wurde die 80-Prozent-Grenze nach 500 Zyklen unterschritten ? aber auch das ist ein sehr guter Wert.

Richtiger Umgang erhöht Lebensdauer von Akkus

Natürlich kann auch der Verbraucher Einiges für eine lange Lebensdauer tun. Zum Einen sollte man darauf achten, eine nur gering entladene Batterie nicht sofort wieder nachzuladen, denn so verschleißt der Stromspeicher schneller. Eine Batterie mit Lithium-Ionen-Technik altert nicht nur bei jedem Lade- und Entladevorgang, sondern auch wenn sie nicht benutzt wird. Am wohlsten fühlt sich der Akku, wenn er bei halber Ladung an einem kühlen Ort lagert. Batterien mit einer Beschädigung, zum Beispiel nach einem Sturz, dürfen nicht wieder verwendet werden. Sie müssen sachgemäß entsorgt werden.

Unter www.adac.de finden sich weitere Details zum Test und Tipps zum Umgang mit E-Bike-Akkus. Passendes Zubehör gibt es hier.


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