Dieben das Leben schwer machen

15.06.2015 11:13

Radfahren wird immer beliebter. Doch so wie immer mehr Zweiräder auf den Straßen gezählt werden, so steigt auch die Zahl der Fahrraddiebstähle, besonders die wertvoller Elektrofahrräder. Auch wenn die Aufklärungsrate gering ist, Fahrradbesitzer haben verschiedene Möglichkeiten, Polizei und Behörden bei der Suche, bzw. Zuordnung wiedergefundener Bikes zu helfen.

Polizei codiert Fahrräder

Zum einen bieten viele Polizeidienststellen an, sein Fahrrad codieren zu lassen. Nach Angaben der Polizei sei es ein großes Problem, dass bei Kontrollen das Rad dem Fahrer nicht individuell zugeordnet werden kann. Es sei also nicht ersichtlich, ob das Fahrrad tatsächlich dem Fahrer gehört oder ob es sich um ein gestohlenes Rad handelt. Deshalb sollte man sein Fahrrad oder E-Bike mit einer individuellen Nummer kostenlos versehen lassen.

Dabei wird mit einem Graviergerät die individuelle Nummer in das Sattelstützrohr des Fahrradrahmens eingefräst. Diese Nummer ist auf den Eigentümer des Rades abgestimmt. Da die Gravur ein Eingriff in die Substanz des Fahrrades ist, wird sie nur mit dem Einverständnis des Besitzers vorgenommen. Zur Codieraktion muss der Personalausweis und der Kaufbeleg des Rades (oder ein anderen Eigentumsnachweis) vorgelegt werden.

Beim ADFC kann man sich online informieren, wo man sein Rad codieren lassen kann.

Registrierungsdatenbank für Bikes

Wer sein Fahrrad nicht gravieren lassen möchte hat eine Alternative. Seit 2008 gibt es die europäische Registrierungsdatenbank fase24.eu, die in Österreich, Deutschland, der Schweiz und in den Niederlanden aktiv ist. Die Kosten für die Registrierung belaufen sich einmalig auf acht Euro.

Fase24.eu registriert jedes Fahrrad, vom Kinderrad, High-End-Rennrad bis hin zu Downhill- oder E-Bikes, sofern diese eine Seriennummer besitzen. Die Registrierung gilt dabei als Eigentums- bzw. Besitznachweis, auch nach Verlust der Originalrechnung. Sie erfolgt anhand der Rahmennummer bzw. der Nummernkennzeichnung von Fahrradteilen. Einmal registriert ist das Fahrrad in der Registrierungsdatenbank gespeichert. Die Polizei, öffentliche Einrichtungen und viele Sicherheitsnetzwerk-Partner können sich in das Registrierungssystem von fase24.eu einloggen und Suchabfragen starten. Somit können gefundene, registrierte Räder dem rechtmäßigen Besitzer zugeordnet werden.

Mit fase24 arbeiten mittlerweile zahlreiche Ansprechpartner im Fahrradhandel zusammen ? zum Beispiel der ÖAMTC, die Forstinger?Gruppe, Sport 2000-Händler, Biker's Best, ZEG-Händler, Intersport-Händler, freie Händler, das führende Warenwirtschaftssystem im Zweiradhandel Tri-Data sowie zahlreiche Gemeinden, öffentliche Einrichtungen, Interessensvertretungen und Verbände.

Um das Risiko von Online-Falscheingaben von gestohlenen Rädern zu vermeiden, erfolgt die fase24eu-Registrierung direkt beim Fachhändler vor Ort. Bei jeder Registrierung ist ein amtlicher Lichtbildausweis des Eigentümers vorzuweisen.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.