Das Rad zur Klimakonferenz - Copenhagen Wheel

12.01.2010 00:00

Während die Weltklimakonferenz aus Sicht der Umwelt äußerst unbefriedigend und ohne die erhofften Verpflichtungen der teilnehmenden Staaten zu mehr Umweltschutz und Reduzierung der Schadstoffemissionen ausging, wurden parallel interessante Projekte vorgestellt, die sich gegen den Klimawandel mit Emissionsfreiheit stellen wollen.

Eines davon ist das Copenhagen Wheel, welches vom SENSEable City Lab am MIT (Massachusetts Institute of Technology) entwickelt wurde. Nun wurde ein recht stylisch daherkommendes Elektrofahrrad vorgestellt, dass die weiterentwickelte Hinterradnabe enthält, von der wir bereits 2009 HIER berichteten. An der Entwicklung sind u.a. Ducati Energie aber vor allem die Stadt Kopenhagen beteiligt. Die dänische Hauptstadt hat es sich zum Ziel gemacht, bis 2025 emissionsfrei in Bezug auf CO² zu sein.

Das Copenhagen Wheel ist nun ein alternatives Elektrofahrrad - Konzept, dass seine Antriebsenergie aus einem Akku nimmt, der nicht klassisch sondern nur durch Energierückgewinnung aus Bremsvorgängen gewinnt. Das bekannte Kinetic Energy Recovery System KERS aus der Formel 1 hielt hier Einzug. Allerdings ist dieses System nicht ganz neu im Elektrofahrrad - Bereich. Unter anderem nutzen die Ride+ - Elektrofahräder aus dem Hause Diamant die Funktion Silent Drive, die ebenfalls eine Energie-Rückgewinnung darstellt, allerdings nur ergänzend zur klassischen Technologie.

Gänzlich neu ist beim Elektrofahrrad Copenhagen Wheel allerdings die Smartphone-Unterstützung mittels Bluetooth. So wurden zunächst für das iPhone verschiedene Programme entwickelt. Der Fahrer kann mittels seines iPhones seine Position auf einer Karte sowie aktuelle Umwelt- und Verkehrsdaten abrufen oder sein Fitnessniveau im Auge behalten. Außerdem soll man "App"-Punkte oder auch Green-Miles sammeln, die dann im web gegen andere Leistungen eingetauscht werden können. Über die web-2.0-Anbindung kann man seine Erfahrungen oder auch Bilder direkt etwa zu Facebook laden. Das iPhone wird des Weiteren auch zur Steuerung der Unterstützung am Elektrofahrrad dienen.

Das Elektrofahrrad bzw. die entsprechende Technik soll nun vom Prototyp in die Praxis überführt werden. Wir sind in 2010 gespannt wie es funktioniert und angenommen wird, sowie auf weitere interessante Entwicklungen. HIER noch der Link zur Homepage des Copenhagen Wheel.


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