Das E-Bike fürs Frühjahr flott machen

16.04.2015 09:50

Wer trotz des milden Winters das E-Bike in den letzten Monaten im Winterschlaf belassen hatte, darf sein Zweirad nun beruhigt aus dem Keller holen. Nun ist es Zeit für ein wenig Pflege. Doch auch wer den Winter über mit dem Elektrofahrrad unterwegs war, tut gut daran, einen Frühjahrscheck zu machen.

Frühjahrscheck fürs E-Bike

Ein wichtiger Punkt sind die Reifen. Hier gilt es zunächst zu prüfen, ob das Profil noch ausreichend ist. Der Gesetzgeber schreibt für S-Pedelecs bis 45 km/h Unterstützung eine Profiltiefe von mindestens 1 Millimeter vor. Aber auch für alle anderen Modelle ist das ein guter Richtwert.

Am sichersten fährt man mit E-Bike-Reifen, die beim Leichtlauf und Kurvengrip an die höheren möglichen Geschwindigkeiten angepasst sind. Achtung nochmal beim S-Pedelec: Die im Fahrzeugschein aufgeführten Reifendimensionen müssen eingehalten werden. Austauschreifen sollten zudem über eine ECE-R75 Zulassung oder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers verfügen.

Reifendruck einhalten

Beim Aufpumpen findet man an der Seitenflanke der Reifen eine kleine Hilfe. Hier haben die Hersteller den Minimal- und Maximaldruck des jeweiligen Modells aufgeführt. "Wer Reifen am E-Bike aufpumpt, sollte beachten, dass es mit Motor und Batterie mehr wiegt als ein Fahrrad. Somit ist der Druck tendenziell höher zu wählen als gewohnt", erklärt Doris Klytta vom Reifenhersteller Schwalbe gegenüber dem Pressedienst-Fahrrad. Standpumpen mit integriertem Manometer geben beim Pumpen verlässlich Auskunft über den Reifendruck und erleichtern das schnelle Befüllen des Reifens.

Elektronik pflegen

Zum Frühjahrscheck des E-Bikes gehört auch der Frühjahrsputz. Dabei sollte man die Steckverbindungen der stromführenden Kabel trocken säubern. Bitte kein Kontaktspray verwenden! Dies fördert die Korrosion. Am Markt gibt es spezielle Pflegemittel, die für elektronische Schaltgruppen entwickelt wurden und reinigen, ohne die Elektronik anzugreifen. Damit lassen sich auch der Antriebsstrang und die Schaltung von E-Bikes bedenkenlos pflegen.

Federung korrekt einstellen

Schenken Sie auch der Federungen etwas Aufmerksamkeit! Die Federelemente sollten auf den Einsatzzweck und das Gesamtgewicht eingestellt werden. Der Druck bei luftgefederten Gabeln und Dämpfern sollte so gewählt sein, dass das Federelement, bei aufsitzendem Fahrer, zu ca. zehn bis 20 Prozent komprimiert wird. Bei Stahlfedergabeln ist die Federhärte festgelegt. Hier lässt sich nur die Vorspannung der Feder einstellen. Ist die Feder grundsätzlich zu weich (die Gabel schlägt an Hindernissen hörbar durch), oder zu hart (die Gabel federt kaum), kann je nach Modell auch die Feder getauscht werden. Fragen Sie in diesem Fall ihren Fachhändler!

Akku nur bei über 10 Grad in Betrieb nehmen

Ein Ganz wichtiger Punkt ist die Akkupflege beim Elektrofahrrad. Zwar sind moderne Lithium-Ionen-Akkus besonders pflegeleicht, doch auch hier sollte der Ladevorgang bei Zimmertemperatur erfolgt. Nicht zuletzt deshalb lassen sich die meisten Akkus vom Bike abnehmen. Bei der Inbetriebnahme sollte der Akku außerdem über 10 °C warm sein. Grundsätzlich sollt der Akku getrennt vom Bike aufbewahrt und transportiert werden. Dafür bietet der Fachhandel spezielle Akku-Schutzhüllen und Taschen an.

Nun wünschen wir gute Fahrt!