Continental Riemenantrieb kommt künftig mit Carbon

08.06.2016 12:57

Der Riemenantrieb von Continental für Fahrräder und E-Bikes ? kurz Conti Drive System (CDS), soll künftig standardmäßig mit einem Carbonriemen ausgeliefert werden. Dem Hersteller geht es in erster Linie um mehr Leistungsfähigkeit des Systems. So verspricht man sich zum Beispiel 30 Prozent mehr Zugkraft im Vergleich zum Aramidriemen. Damit will man den ständig wachsenden Anforderungen von besonders ambitionierten Radfahrern Rechnung tragen.

Carbon bringt 30 Prozent mehr Zugkraft

"Bislang konnten die Hersteller wählen, ob sie einen 8 mm Aramid- oder einen gleich breiten Carbonriemen verbauen wollten. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der Carbonriemen meist bevorzugt wird, weil er 30 Prozent mehr Zugkraft im Vergleich zum Aramidriemen aufweist", sagt der Produktmanager für das Conti Drive System, Max Friedrich. Und weiter: "Die Hersteller und der Fahrradhandel müssen künftig nur noch eine Riemenart verbauen, was ihnen das Handling erleichtert." Continental empfielt also für Anwendungen mit Getrieben mit hoher Untersetzung oder sehr hohem Drehmoment unbedingt die Carbon-Variante.

Kostenlose Tauschaktion

Fahrer, die schon mit dem CDS-System unterwegs sind, können natürlich auch die Vorteile des höherwertigeren Carbonriemens nutzen. Dafür bietet Continental eine freiwillige Austauschaktion an. Der Aramidriemen kann ab sofort kostenlos über den Fahrradfachhandel gegen einen baugleichen Carbonriemen ausgetauscht werden. Unter service@bmd.contitech.de nimmt das Service Center in Hofheim Bestellungen entgegen.

Bis auf die Zugstränge ist der Riemen baugleich. Der Achsabstand und die Riemenspannung sollten nach der Montage allerdings geprüft werden: "Das Fahrverhalten und die einfache Handhabung werden sich nicht ändern, da wir auch beim Carbonriemen aufgrund des Zahnprofils den Vorteil einer deutlich geringeren Vorspannung als bei anderen Systemen am Markt bieten", erklärt Friedrich.

  • Carbon-Riemen von Continental