"Chainbreaker" braucht weder Kette noch Gangschaltung

24.09.2015 12:01

E-Bikes sind inzwischen überall der Star und haben sich nun auch auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), die aktuell in Frankfurt am Main läuft, eingeschlichen. Dort kann man zum Beispiel am Stand der Mitteldeutschen Fahrradwerke (MIFA) das kettenlose E-Bike "Chainbreaker" bewundern. Das sogenannte EE-Speedbike, wobei das Doppel-E für "Electrical" und "Energy" steht, baut auf dem 2013er Prototypen X-Pesa auf.

Kettenloses Getriebe

Angetrieben wird das "Chainbreaker" statt über eine Verbindung vom Pedal zum Hinterrad, über einen Generator, der im Tretlager verbaut ist und der sich beim Treten in Gang setzt. Der Generator wiederum speist den 1000 Watt starken Hinterradmotor. Dabei kommt das E-Bike nicht nur ohne Kette, sondern auch ohne Gangschaltung aus ? zwei Pluspunkte beim Thema Wartung und Ersatzteilkosten.

Generator lädt Akku

Der Grad der Motorunterstützung wird per Software geregelt. Ein weiterer Pluspunkt: wird mehr Energie produziert, als verbraucht wird, lädt der Generator den Akku auf. An der Steckdose soll das Laden des bis zu 45 km/h schnellen S-Pedelecs etwas drei Stunden dauern. Die durchschnittliche Reichweite soll 80 Kilometer betragen.

Die Markteinführung des "Chainbreaker" ist für Frühjahr 2016 geplant. Neben MIFA sind an der Entwicklung des kettenlosen Speed-Pedelec das Institut für Automatisierung und Informatik (IAI GmbH) und das Institut für Kompetenz in AutoMobilität (IKAM GmbH) beteiligt.

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