BrakeForceOne entwickelt ABS-System für E-Bikes

10.06.2016 12:30

Der eBike Markt boomt. Besonders schnelle S-Pedelecs, die es auch ungeübten Fahrern erlauben, mit Geschwindigkeiten über 40 km/h unterwegs zu sein, erfreuen sich wachsender Beliebtheit.Das verlangt dem Markt auch ein Sicherheitsplus ab. Die Komponentenschmiede BrakeForceOne hat sich deshalb in punkto Bremskraft eingemischt, um bei Gefahrenbremsungen auf Nassen und rutschigen Untergründen den optimalen Bremsweg sicher zu stellen.

Das Ergebnis ist ein ABS System, das im Prinzip, dem von Autos und Motorrädern ähnelt, dem aber ein komplett neuartiges Funktionsprinzip zu Grunde liegt. So wurden Gewicht und Abmessungen des Systems erheblich gesenkt. (Durchmesser = 32mm, Länge: ca.75mm, Gewicht ca. 280g pro Bremse).Die geringen Abmessungen sind allerdings auch darauf zurück zu führen, dass BrakeForceOne mittels des patentierten Bremskraftverstärkers die Bremsdrücke in den Leitungen auf gerade mal 25 bar senkt. So wird das ABS-System mit der hauseigenen BFO H2O-Bremse (Wasser statt Öl) kompatibel. Der Bordakku des E-Bikes übernimmt dabei die Stromversorgung des Systems.Die für eine ABS Regelung erforderliche Elektronik ist im ABS Aktuator integriert, der an einer beliebigen Position am Rad zwischen Bremsgriff und Bremssattel positioniert werden kann.

Das Funktionsprinzip ist so zu verstehen, dass der ABS Algorithmus mit Hilfe von Sensoren erkennt, ob eines der Räder droht zu blockieren bzw. ob das Hinterrad auf Grund eines überbremsten Vorderrades abhebt und ein Überschlag droht. Sollte dies der Fall sein, trennt der ABS Aktuator die hydraulische Verbindung zwischen Bremsgriff und Bremssattel und regelt den Bremsdruck. Der Aktuator arbeitet dabei so schnell, dass er sogar schon eingreift, sobald das Rad zu blockieren droht und nicht erst, wenn es bereits blockiert. Auf diese Weise sind auch Bremsungen in Kurven ungefährlich.

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