Auch das gibt?s ? Schweizer Elektrofahrräder sollen lauter werden

27.10.2014 09:17

Da der Schweizer Nationalrat Maximilian Reimann findet, dass Elektrofahrräder zu leise und deshalb Verkehrs-gefährdend seien, sollen sie mit sogenannten Geräuschgeneratoren ausgerüstet werden. Im Schweizer Bundesrat hält man allerdings dagegen und sieht es positiv, dass Verkehrslärm vermieden wird.

"Die Elektrovelos werden immer schneller und zirkulieren auf Velowegen, die nahe und parallel zu Fussgängerwegen verlaufen", Politiker Reimann macht der Boom bei den E-Bikes sorgen. "Da die E-Bikes meist geräuschlos sind, kommt es zunehmend zu Kollisionen mit Fussgängern, insbesondere mit älteren Leuten". Reimann ist selbst Vorstandsmitglied der Vereinigung Aktiver Aargauer Senioren und dort ist die Gefahr durch Elektrofahrräder ein großes Thema.

Deshalb fordert er als Präventionsmaßnahme, dass E-Bikes mit einem Geräusch ausgestattet werden, das dem Tretmechanismus eines konventionellen Fahrrades entspricht. Bundesrätin Doris Leuthard verweist auf die Gefahr "dass sich Lenker von Fahrzeugen mit Geräuschgeneratoren in falscher Sicherheit wiegen und damit die nötige Aufmerksamkeit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern abnimmt". Außerdem würden die Geräuschgeneratoren an Elektrofahrrädern dem allgemeinen Zielen des Bundesrates, Verkehrslärm zu reduzieren, zuwiderlaufen.

Reimann appeliert dennoch an die Hersteller: "Es wäre ein geringer Aufwand, diese Velos serienmässig mit Geräuschgeneratoren auszurüsten und damit einen Beitrag zur Sicherheit zu leisten." Denn ein Geräusch, wie es ein normales Fahrrad verursache, stuft er nicht als Lärm ein.

Eine schallerzeugende Einrichtung, mit der Fußgänger und gefährdete Verkehrsteilnehmer gewarnt werden sollen, diskutiert die EU allerdings schon länger für Elektroautos. Ein sogenanntes "Acoustic Vehicle Alerting System" (AVAS) soll hier wohl zur Vorschrift werden.


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