Abenteuer Elektrofahrrad

03.11.2016 09:39

Die Lust, das Potential des eBikes für Touren zu nutzen, die mit einem Fahrrad ohne eMotor kaum machbar wären, ist nachvollziehbar. So haben auch unzählige Fans zwei aktuelle Projekte verfolgt: Die viermonatige eBike-Reise durch Deutschland von Maximilian Semsch und das unglaubliche Abenteuer des Schweizer Fotojournalisten Luca Zanetti, der auf den Spuren Che Guevara über 11 000 km durch Südamerika fuhr. Beide sind zurück von ihrer Reise.

Der 33-jährige Maximilian Semsch hatte bereits 2012 Australien mit einem eBike umrundet und dabei 16 000 Kilometer zurück gelegt. In den letzten vier Monaten fuhr er 7561 Kilometer mit dem eBike durch die Bundesrepublik ? "ohne Platten", wie er im Interview mit der tz-München erklärt. Über seine Facebook-Seite lud er Menschen ein, ihn und sein Haibike tageweise zu begleiten. Das taten etwa 200 Personen. "Gerade auf langen Reisen ist ein eBike sehr reizvoll. Man schafft mit demselben Kraftaufwand deutlich mehr Strecke. 20 km/h gehen immer. Auch bei starkem Gegenwind oder in steilem Gelände. Jeder, der halbwegs fit ist, kann mit einem eBike eine mehrwöchige Tour unternehmen. Man muss dafür kein super trainierter Profisportler sein," so Semsch in der tz. Ab März 2017 wird es einen neuen Film von Semsch geben. Er sei gerade "eifrig am Schneiden."

Maximilian Semsch_c_lisa_hinder

Wie würde ein der junge, umweltbewusste Che Guevara heute durch Südamerika reisen? Klar, mit dem eBike. Unter dieser Maßgabe startete Luca Zanetti vor sieben Monaten seinen eBike-Trip durch den Süden Amerikas (Chile, Argentinien, Bolivien, Peru, Ecuador und Kolumbien) ? nicht zuletzt, um dort eine Lanze für umweltfreundlichere Mobilität zu brechen. Durchschnittlich fuhr er mit seinem FLYER 140 Kilometer am Tag und erntete in der Regel Verwunderung, mit was für einem Gefährt er unterwegs sei. Seine Tour nannte er "eBike-Tagebücher", in Anlehnung an den Film "Motorrad-Tagebücher" über die Reise des jungen Che Guevara, der 1952 mit seinem Motorrad "La Poderosa" durch Lateinamerika fuhr.

Mit dem FLYER durch Südamerika Foto: Luca Zanettizanetti.jpg

Natürlich stieß er vor Ort auch auf Grenzen, vor allem, was den Strom anging: "Plötzlich tauchte ein Bauernhof mit einem Sonnenkollektor auf. Unsere Reserven waren schon fast leer, und der Bauer erlaubte uns, die Batterien der Fahrräder aufzuladen. Mit etwas Gier schloss ich alle gleichzeitig an, und 'Paff!', alles ging aus, das Licht, der Kühlschrank... Bis etwas später eine Velolampe zu blinken begann...", berichtet Zanetti in den Schweizer Nachrichten.

Die ganze Reise und die vielen spektakulären Fotos kann man hier nachlesen und sehen.


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