Das Tern GSD ist das ideale Familien-eBike: kompakt, robust, vielseitig

10.08.2017 11:11

Das Fahrrad einfach nochmal neu erfinden ... und dabei auf das verzichten, was ein Fahrrad ausmacht.

– Was paradox klingt, ist das jüngste Projekt des taiwanesischen Fahrradherstellers Tern, bei dem der Gedanke Pate stand, ein von Grund auf neues Fahrrad zu konstruieren, bei dem eben nicht die bloße Pedaleffizienz im Vordergrund steht, sondern Effizienz insgesamt. Was das konkret bedeutet, erklären wir in der heutigen Neuvorstellung.

tern GSD

Getting Stuff Done oder: packen wir’s drauf

Der Name GSD steht für Getting Stuff Done (in etwa: “Zeug erledigen”) und erinnert damit an die bekannte Selbstmanagement-Methode Getting Things Done (die ja auch zur Bewältigung all dessen geschaffen wurde, was im (Arbeits-)Alltag an den modernen Menschen heranbrandet). Das GSD will kein Rennpferd und kein Schlachtross sein, kein Ochse und keine Gemse. Es ist das Maultier unter den eBikes: nicht unbedingt schön, aber ungemein praktisch.

Seltsame Streben

Hinter der Rahmenkonstruktion aus verwinkelten Streben steckt der Gedanke, dass man auf diese Weise das Rad mit einer Vielzahl von Zusatzkomponenten ausstatten kann: von Satteltaschen über ZWEI (!) Kindersitze bis hin zu einem zweiten Klapprad mit einer Last von 180 kg.

Vom Steppke bis zum Hünen passt das tern GSD jeder Körpergröße.

Wir werden alle größer ...

Das GSD ist ein für Klappräder erstaunlich bequemes eBike, auf dem sogar Großgewachsene ihre Beine nicht krampfhaft anzuwinkeln brauchen. Es passt 1,50 m großen Steppkes genau so wie 1,95 m großen Hünen und ist somit ein Familienrad schlechthin. Dafür spricht auch die Ausstattung mit Lichtanlage, Gepäckträger, Schutzblechen, Doppelständer, zwei XL-Gepäcktaschen und sogar mit einklappbaren Fußrasten für Passagiere. Für größere Fahrer wie gemacht ist die intuitiv verstellbare Lenkereinheit, während schwere Fahrer die massiv verstärkte Rahmen-Gabel-Einheit sowie die weiteren Komponenten, die für Belastungen bis 180 kg ausgelegt sind, zu schätzen wissen werden.

Mit seinen 181 Zentimetern Länge ist es zwar kein so extremer Faltkünstler wie andere tern-Modelle, aber immerhin kann man den Lenker nach unten klappen und es so in Mini-Vans packen. Selbst in kleine Aufzügen kriegt man das GSD rein, da man es auf seinem eigens entwickelten Heckträger senkrecht platzieren kann.

Zwei Möhren fürs Maultier – Akkus im Wechsel

Die Maultiermetapher liegt auch deswegen so nahe, weil das GSD mit zwei Akkus ausgestattet ist, mit denen man trotz seines relativ hohen Gewichtes von 27 kg bis zu 250 km zurücklegen kann. Der BOSCH Performance Mittelmotor sitzt im Antriebsstrang und berechnet den optimalen Impuls anhand der Pedaleinwirkung. Mit dem BOSCH-Antrieb fahren 20 Zoll-Räder genauso schnell wie 28-Zoller und beschleunigen dank des kleineren Reifenumfangs sogar noch besser. Die kleinen Laufräder ermöglichen zudem eine größere Ladekapazität.

Compact Utility – Zukunft der urbanen Mobilität

Es ist sicher nicht zu hoch gegriffen, wenn man in der neu geschaffenen Kategorie “Compact Utility” die Zukunft der urbanen Mobilität sieht. Denn es sind zweifelsohne Lastenräder, die in dicht bebauten Innenstädten den größten Nutzwert besitzen, aber leider Schwierigkeiten bei der Handhabung und Aufbewahrung mit sich bringen. Die Schattenseite sind Fahrraddiebstähle, gerade auch bei eBikes mit ihrem hohen Wert und Prestige. Das GSD kann man dank seiner Kompaktheit sogar in der stadtwohnung unterbringen.

Tern GSD mit Thule Kindersitzen

Wie fährt’s?

Seine kleinen Laufräder, sein kompakter Rahmen und die zentrale Position von Motor und Akkus geben dem GSD einen extrem tiefen Schwerpunkt. In Verbindung mit dem etwas längeren Radstand erreicht das eBike eine bemerkenswerte Laufruhe und Handlichkeit.

Ist das GSD voll beladen – sei es mit dem Wocheneinkauf oder zwei zappelnden Kinder --- ist man für die austarierte Straßenlage dankbar. Und da eBikes in der Regel etwas flotter unterwegs sind, ist das ein echter Pluspunkt in Sachen Fahrsicherheit.

Immense Beladungskapazität

Sämtliche Komponenten des GSD wurden auf Belastungen von über 180 kg getestet. Serienmäßig kriegt man zum GSD einen 80 cm langen, integrierten Heck-Gepäckträger und Satteltaschen mit 62 Litern Gesamtvolumen dazu. Zusätzliche Transportkapazitäten werden durch eine zweite Gepäckträgerstrebe sowie Befestigungspunkte am Heckträger sowie für einen Frontgepäckträger geschaffen.

Open Source fürs Heavy Hacking

Die Konstruktion der Befestigungspunkte wird seitens Tern als Open Source bereit gestellt, damit interessierte Nutzer ihre eigenen Aufbauten realisieren können.

Robuste Komponenten fürs Rödeln im Alltag

Damit die hohe Beanspruchung nicht in schnellem Verschleiß endet, setzt GSD auf richtig robuste Teile: Vier-Kolben Scheibenbremsen von Magura, spezielle 2,4 Zoll Super Moto-X-Reifen von Schwalbe, Boost Thru-Axle-Naben und 36 Millimeter breite, doppelt geöste Felgen.

Konzipiert als echte Alternative zum Familienauto, eignet sich das GSD auch optimal für kommerziellen Zwecke (Stichwort Lieferdienste von Post bis Pizza) und kommt daher mit praktischem Zubehör auf den Markt: Front- und Heckträger passend für Euro-Boxen sowie eine Sitzauflage mit KLICKfix-Adapter.

Im Basispreis von 3.999,- € sind zwei 62-l-Cargo Hold-Gepäcktaschen inbegriffen. Für die Investition von rund 4.000 Euro bekommt man also ein äußerst vielseitiges eBike, das jedem Fahrer, jedem Passagier, jeder Last gerecht wird und sich dabei ganz klein macht.

Auf der Interbike2017 in Las Vegas haben wir uns das Tern GSD Lasten eBike noch genauer unter die Lupe nehmen lassen.

Wer neugierig geworden ist, kann das Tern GSD erstmals auf der Eurobike 2017 am Tern-Stand B4-405 in Augenschein nehmen sowie Probefahren. Im ersten Quartal 2018 sollte dann auch der Handel damit bestückt sein.

Übrigens: Die Marke Tern steht für nachhaltige Mobilität. Deshalb liegt der Fokus auf der Entwicklung und Produktion von Fahrrädern für den urbanen Alltagsgebrauch, mit dem Schwerpunkt auf Handlichkeit und einem hohen Alltagsnutzen. Tern spendet mindestens 1% seines Jahresgewinns für soziale und ökologische Zwecke.


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