Telefonzellen zu Stromtankstellen umgebaut

07.05.2010 00:00

Gemäß aktueller Statistiken hat jeder Österreicher 1,25 Handys. In Deutschland geht die Tendenz noch zu etwas mehr. Telekom Austria hat 13.500 Telefonzellen, die wie in Deutschland nur noch sehr sporadisch genutzt werden.

Telekom Austria hat im Zuge ihres eigenen Gedanken, einen Weg zu mehr Ökologie in der Gesellschaft zu finden, eine tolle Idee präsentiert. Anfang Mai wurde der erste Prototyp einer Telefonzelle mit integrierter Stromtankstelle in Betrieb genommen. Im ersten Schritt sollen in Österreich 30 dieser Stromtankstellen für Elektrofahrrad oder Elektroauto in Betrieb genommen werden.

Zunächst sind die Ladestationen für die Nutzer von Elektrofahrrad, E-Scooter oder Elektroauto kostenlos. Später wird das "Tanken" über die bereits fertige Möglichkeit via paybox per sms vom Handy oder RFID-Karte bzw. RFID-Chip bezahlt. Derzeit gehe man für ein Elektrofahrrad von einem einstelligen Euro-Betrag aus.

Die Aufladedauer soll bei 6,5 Stunden für Elektroautos, E-Scooter bei 80 Minuten und für das Elektrofahrrad bei nur etwa 20 Minuten liegen. Diese Angaben sind allerdings noch in der Praxis zu überprüfen.

Telekom Austria wagt mit dieser Maßnahme einen wirklich guten ökologischen Schritt, auch vor dem Hintergrund des derzeit wohl nur Wunsches, die Stromtankstellen nur mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu betreiben. Dazu sind die Voraussetzungen allerdings sowohl in Deutschland als auch in Österreich noch nicht ganz gegeben. Zur Nachahmung ist die Stromtankstelle in der Telefonzelle aber dringend empfohlen.

  • Telefonzellen zu Stromtankstellen umbauen

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.