Treffen sich ein iPhone, ein Hidschab und ein Fidget Spinner …

01.12.2017 07:46

Was haben ein Telefon, ein Kleidungsstück und ein Spielzeug gemeinsam? Sie alle finden sich auf der Liste der 25 besten Erfindungen des Jahres 2017, gekürt vom TIME-Magazin.

Das TIME-Magazin, Marktführer unter Amerikas Nachrichtenmagazinen und wohl am besten bekannt für seinen alljährlichen Titel mit der Wahl der Person of the Year (sorry, Mr. Trump!), hat kürzlich wieder seine 25 Best Inventions of 2017 gekürt. Zu diesem Behufe prüft die TIME-Redaktion Hunderte Erfindungen aus der ganzen Welt. In diesem Jahr waren darunter so unterschiedliche Einträge wie Apples iPhone X (gähn, war ja klar), NIKE’s Sport-Hijab Pro (kontrovers, aber interessant) und den allgegenwärtigen Fidget Spinner (verdientermaßen, gemessen an seiner explosionsartigen Beliebtheit).

Für die Zwecke unseres kleinen, aber feinen Blogs möchten wir heute aber etwas anderes vorstellen: MICHELIN hat gewissermaßen das Rad ein zweites Mal erfunden.

MICHELIN VISION: Rad und Reifen.

Fast 20 Jahre lang hatte der Reifenhersteller unter dem Namen Michelin Challenge Bibendum eine Konferenz über nachhaltige Mobilität veranstaltet, die – in Anlehnung an das Weltwirtschaftsforum – auch als „Davos der Mobilität” bezeichnet wird. Anlässlich der Umbenennung in „Movin’On“ und der damit verbundenen Zusammenkunft von über 4000 führenden Köpfen aus Lehre, Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Start-Ups nutzte MICHELIN die Gunst der Stunde, um in Montreal seinen „VISION Konzeptreifen“ vorzustellen.

Der VISION vereint verschiedene Technologien. Kurz gesagt, ist er alles, was herkömmliche Reifen nicht sind:

  • luftlos
  • vernetzt
  • wiederaufladbar
  • anpassbar und
  • organisch.

Es handelt sich sowohl um ein Rad, als auch um einen Reifen. All dies symbolisiere die Vision der MICHELIN-Gruppe für einen nachhaltige Mobilität der Zukunft.

Bei der Entwicklung des VISION Konzeptreifen sprach MICHELIN mit Pendlern, Rennfahrern, Bauern, Piloten, Ingenieursmaschinenfahrern und „Kindern, die kaum alt genug waren, um ein Fahrzeug steuern zu können.“

An die 90 Individuen in der ganzen Welt, die in vier Paneele aufgeteilt waren, beantworteten Fragen zu ihrem Verhältnis zur Mobilität. Nachhaltigkeit fand sich als Wunsch immer wieder, ebenso Sicherheit. Grip in sämtlichen Wetterverhältnissen und verlässliche Bremsen unter allen Umständen standen ganz oben auf der Wunschliste.

Ein organischer Reifen

Aufgrund der verwendeten Materialien, die sowohl biologisch erzeugt als auch abbaubar sind, wird der ökologische Fußabdruck des Reifens minimiert.

Ein 3D-gedruckter Reifen

VISION ist weltweit der erste aufladbare Reifen. Mit dem 3D-Drucker kann ein genau bemessener Gummianteil aufgebracht werden, der dem jeweiligen Einsatz angemessen ist.

Ein luftloser Reifen

Statt mit Luft, funktioniert der VISION dank einer inneren Struktur, die das Fahrzeug unterstützt. Dergestalt kann der Reifen weder explodieren, noch bekommt er einen Platten.

Ein vernetzter Reifen

Die integrierten Sensoren lesen Echtzeitinformationen über den Zustand des Reifens aus.

MICHELIN VISION: Netzstruktur für den vernetzten Reifen.

Fazit – Winterreifen bitte noch nicht entsorgen

Falls Ihr Euch jetzt sagt, „Top, statt in teure Winterreifen schaffe ich mir lieber so ein Superteil an!“ – immer mit der Ruhe! Bis zur Marktreife dürften laut Michelin noch zehn Jahre vergehen. Dass auch eBikes mit ihrer zunehmend auf Nachhaltigkeit und Vernetzung ausgerichteten Entwicklung vom MICHELIN VISION profitieren, können wir uns gut vorstellen.

Zum Einstimmen aufs Wochenende gibt's noch ein schickes Video:


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