Sauer macht lustig: LimeBike will persönlichere Transportlösungen für Smart Cities

09.04.2018 15:04

Ein Amerikaner kommt nach Europa: "LimeBike ist das erste Unternehmen mit einer marktreifen multimodalen Smart-Flotte." Was LimeBike mit diesem selbstbewussten Satz sagen möchte: Das amerikanische Start-Up ist der einzige Sharing-Anbieter, der neben herkömmlichen Fahrrädern auch E-Bikes und E-Scooter zur gemeinsamen Nutzung anbietet. Mit dem Angebot von Lime-E (E-Bikes) und Lime-S (E-Scooter) will das Unternehmen vom Fahrrad-Sharing- zum Smart-Mobility-Anbieter werden.

LimeBikeLogo

LimeBIke will den europäischen Markt erobern und intelligente Mobilität fördern

Dafür hat LimeBike im Rahmen einer zweiten Finanzierungsrunde weitere 70 Millionen US-Dollar aufgebracht. In der Gesamtfinanzierung verbuchen die Kaliforner damit satte 132 Millionen US-Dollar. "Unser Ziel ist es, die Zukunft der intelligenten Mobilität an vorderster Front mitzugestalten. Unsere multimodale intelligente Flotte bietet unmittelbaren Zugang zu einem erschwinglichen, bequemen und gesunden Transportmittel. Wir sind hier, um Städten, Unternehmen und Universitäten beim Lösen der Herausforderung der "ersten und letzten Meile" zu helfen", erklärt Caen Contee, Gründungsmitglied und VP Marketing, Partnerschaften und Internationale Expansion bei LimeBike.

In welchen Städten ist LimeBike gestartet?

Als erste Städte in Europa, ist Limebike im Dezember 2017 in Frankfurt und Zürich auf Expansionskurs gegangen. Trotz des Winters konnte man bis Ende Januar bereits 10.000 Fahrten verzeichnen. Dazu Contee: "Wir freuen uns über die positive Resonanz, die LimeBike in Europa erhalten hat. Dies ist ein toller Start für uns, da jetzt mit Frühjahr und Sommer – die Hauptsaisons für das Fahrradfahren – noch bevorstehen. Es ist auch ein Sprungbrett für unsere weiteren Investitionen in Europa, deren Ankündigung in Kürze geplant ist.“

LimeBike Konzept

LimeBike will sich lokal verknüpfen

Durch die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Hochschulen und Firmen will LimeBike zum wesentlichen Bestandteil der europäischen Stadtlandschaft werden. Eine solide Qualität der Bikes, E-Bikes und Scooter hat dabei höchste Priorität. Da die Mehrzahl der Nutzer in Frankfurt und in Zürich LimeBike nach der ersten Fahrt wieder genutzt haben, scheint das Konzept, vorerst, aufzugehen. Die Nutzung findet dabei in der Tat in der Masse für das erste und/oder letzte Stück der täglichen Pendelfahrten statt. In der Schweiz entscheiden sich Nutzer zweimal täglich für das Fahrrad, die Deutschen machen im Durchschnitt eine Fahrt.

LimeBike Berlin

Dieser Tage startete das Sharing-Angebot in Berlin. Dort trifft man auf einen engen Markt und einen harten Konkurrenzdruck. Dem will man mit Qualitäts-E-Bikes entgegen kommen. Was gleichzeitig ein hohes Risiko birgt. Denn desto mehr Leih-Fahrräder auf den Straßen unterwegs sind sind, desto schlechter gehen die Benutzer mit ihnen um. Das kann für Elektrofahrräder, die deutlich teurer und pflegebedürftiger sind, als normale Fahrräder, fatal sein. Doch das wird die Praxis zeigen, Nun stehen erstmal 500 normale und 500 Elektrofahrräder in Berlin bereit. Der Ausleihvorgang gleicht dem anderer Anbieter: Per Smartphone-App werden die Räder gefunden und das Schloss geöffnet. Glückt das Experiment in Berlin, will man weiter expandieren. Seite Mitte März 2018 sitzt auch Bremen mit im Boot. Welche weiteren Städte LimeBike im Visier hat, will man nicht verraten.

Erst im Juni 2017 ging LimeBike in den USA an den Markt. Schon jetzt ist das junge Unternehmen in 46 Städten mit 35 000 Fahrrädern vertreten. Tendenz steigend. LimeBike ist das erste US-amerikanische Unternehmen, das mit einem Smart-Bikeshare-Konzept auf den europäischen Markt strömt.


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