Vom See-Container zur E-Bike-Garage

23.08.2018 20:02

E-Bikes haben für die Alltagsmobilität einen erheblichen Nutzen, das steht außer Frage. Wo man die zumeist doch sehr teuren Zweiräder sicher unterbringt und lädt, stellt die private und öffentliche Infrastruktur noch vor Herausforderungen. In Bochum hat man das Problem jetzt beim Schopfe gepackt und eine praktische Lösung gefunden: Die erste völlig autarke E-Bike-Garage macht das Fahren mit dem E-Bike komfortabler, weil sie flexibel einsetzbar und clever konstruiert ist. Zwei Jahre hat es gedauert, bis der Prototyp vorzeigbar war.

Mobile E-Bike-Garage für Events

So simpel, wie einleuchtend: Egal ob im Unternehmen, vor der Supermart oder der Schwimmhalle: Die mobile und energieautarke E-Bike Ladegarage, wie sie aktuell in Bochum steht, besteht aus sechs einzelnen, jeweils für sich begehbaren Kabinen mit 230 Volt-Steckdose. Ein dafür speziell eigenentwickeltes Schließsystem, das per SMS gesteuert und automatisch überwacht wird, gewährt Zutritt. Der Strom kommt vom Solardach. Das macht die Garage unabhängig vom Stromnetz. Daher ist der spontane Einsatz bei Veranstaltungen jeglicher Art denkbar. Online können Interessierte checken, ob ein Platz am Wunschstandort frei ist. Die Technologie, eine Garage für sein E-Bike im Voraus zu buchen, ist in Arbeit. Zur Zeit ist die Nutzung noch komplett kostenfrei. Besucher von Events können so ihr E-Bike sicher unterstellen, ohne Furcht vor Diebstahl oder schlechter Witterung.

E-Bike-Garage

Foto © Wolfgang Rode

Serienfertigung der E-Bike-Garage

Hinter der Entwicklung stehen die Netzwerkpartner des Vereins ruhrmobil-E in Kooperation mit der Stadt Bochum. Gefördert wird die öffentliche E-Bike-Garage vom Bund, im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative. Die Idee stammt von Schülern und Lehrern einer Berufsschule in Bochum. Das Start-Up GEMBO übernahm die Umsetzung und ist bereits in die Serienfertigung gegangen. Es gibt schon zahlreiche Anfragen.