Die Zukunft des Rollers heißt Metz

08.03.2018 20:49

Von der Unterhaltungselektronik zum Markt für Elektromobilität: Metz will nach der Insolvenz 2015 mit ganz neuen Produkten wieder stärker am Markt mitmischen. Das Unternehmen aus Zirndorf hat unter dem Logo 'Metz Mecatech' einen Elektroroller gebaut. Auf einer Pressekonferenz, die unlängst anlässlich des Marktstarts des 'moover' staatfand, berief man sich auf seine 80-jährige Erfahrung, mit der man – in aller Bescheidenheit – die Mobilität in den Städten revolutionieren will.

Elektroroller

Der Metz moover

Kommende Woche, genauer, am 15. März 2018 soll der moover, für knapp 2000 Euro im Fahrradfachhandel erhältlich sein. Nach Angaben von Metz Mecatech ist er der einzige E-Roller, der gleichzeitig auf Straße, auf dem Radweg und auf Gehwegen benutzt werden kann. Die Geschwindigkeit lässt sich für Fußwege und Fußgängerzonen auf gemütliche sechs Stundenkilometer begrenzen. Dort lässt er sich prinzipiell auch ohne Elektromotor anschieben. Wo er mehr zeigen kann, schafft der moover ganze 20 Stundenkilometer. Gibt es die eigene Muskelkraft her – sogar noch mehr. Obwohl er für die Nutzung auf öffentlichen Straßen zugelassen ist, braucht es werder Führerschein nach Kennzeichen.

Elektroroller geklappt

Metz moover ist kein Ersatz fürs Fahrrad oder E-Bike

Den Einsatzbereich des moover sieht Metz eher in der Kurzstrecke, denn die Reichweite liegt bei 20 Kilometern. Ein Ersatz fürs Fahrrad ist er somit eher nicht. Für den Weg zum öffentlichen Nahverkehr oder zum Parkplatz dürfte er aber ein idealer Begleiter sein. Dank eines Klappmechanismus lässt sich der Metz moover nämlich leicht in Bus oder Bahn, oder eben im Kofferraum mitnehmen. Das macht den E-Roller so interessant für Pendler, die man natürlich als Hauptzielgruppe im Auge hat. Darüber hinaus hat man auch an Camper gedacht und stellt sich den Roller im Werksverkehr in großflächigen Industriebetrieben oder auf Flughäfen vor.

Saubere Städte und eine stressfreie Mobilität sind die neuen Leitziele von Metz Mecatech. Mit dem moover könne man Beides verbinden. Antrieb, Software und Display sind komplette Eigenentwicklungen. Der Rahmen des moover kommt von der Stechert-Gruppe aus Wilhermsdorf – man setzt auf Made in Germany! 

Bei Metz Mecatech, wo zur Zeit für 165 Mitarbeiter noch immer Kurzarbeit angesagt ist, soll der moover endlich wieder den wirtschaftlichen Erfolg bringen, den das Unternehmen lange gewöhnt war. Für das laufende Jahr peilt man den Verkauf von mindestens 10000 moovern an. Man hofft vor allem auf internationale Order.


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