Das E-Bike hat kein Image-Problem

15.08.2018 20:48

Diese Erkenntnisse dürften die Branche mitreißen: Fast die Hälfte der Befragten einer repräsentativen Umfrage, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde, kann sich vorstellen, künftig E-Bike zu fahren. "E-Bikes sind eine attraktive Alternative im Stadtverkehr: flexibel wie gewöhnliche Fahrräder und gleichzeitig kräftesparend auf längeren Distanzen. Elektroräder sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine wichtige Ergänzung im urbanen Mobilitätsangebot“, erklärt Bitkom-Mobility-Experte Mario Sela.

Jeder Vierte ist schon E-Bike gefahren

Der Digitalverband Deutschlands, Bitkom, ist ein Zusammenschluss einzelner Branchenverbände und vertritt mehr als 2.600 Unternehmen der digitalen Wirtschaft. Die Bitkom setzt sich für die Modernisierung des Bildungssystems, eine innovative Wirtschaftspolitik und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.

Welche erklärten Ziele hinter dem Auftrag der Studie zum Image des E-Bikes stecken, ist für uns zwar nicht im Detail nachvollziehbar, doch die Ergebnisse zählen. So gab jeder Vierte, der 1.219 telefonisch befragten Personen an, schon mal ein Fahrrad mit Elektroantrieb gefahren zu haben. Ganze 47 Prozent können sich vorstellen, in Zukunft auf einem zu sitzen. Nur jeder fünfte schließt das für sich aus.

Infografik zum E-Bike

https://de.statista.com/

Was sich für uns auch wunderbar anhört: "Im Allgemeinen haben die meisten Bundesbürger ein positives Bild von E-Bikes. Acht von zehn (83 Prozent) sagen: E-Bikes sind für körperlich weniger fitte Menschen ein guter Einstieg für mehr Bewegung. Drei Viertel (77 Prozent) finden, dass E-Bikes eine gute Ergänzung für Berufspendler sind,“ so die Auswertung der Ergebnisse.

Autofahrer sollen aufs E-Bike umsteigen

Interessant, aber leider nicht deckungsgleich mit der Entwicklung in den Großstädten: Sieben von zehn Bundesbürgern (71 Prozent) finden, dass Autofahrer auf E-Bikes wechseln sollten. "Die Hälfte (50 Prozent) gibt darüber hinaus an, dass Elektrofahrräder eine gute Hilfe für alle seien, die Kinder befördern müssen."

Natürlich wurden auch kritische Stimmen eingefangen, die wir an dieser Stelle nicht unterschlagen wollen. Denn obwohl 52 Prozent Elektroräder insofern für gefährlich halten, weil sie schneller fahren können als herkömmliche Fahrräder, hat das E-Bike keineswegs ein feststellbares Image-Problem. Die Gruppe deren, die mit E-Bikes überhaupt nix am Hut haben und es vielleicht sogar als peinlich empfinden, ist mit 7 Prozent verschwindend gering.