Fertigung von Fahrradkomponenten in der Fabrik von Shimano in Malaysia

COVID-19 zwingt Shimano zu Fabrikschließung

Update 20. Juli 2021

Laut einer Meldung des Branchenmagazins Bike EU hat Shimano die Fabrik in Malaysia jetzt wieder öffnen können. Gemäß der Genehmigung der malaysischen Regierung durfte der Marktführer aus Japan am 15. Juli den Betrieb in der Fabrik erneut aufnehmen. Die Firma habe sehr erfreut auf die aktuelle Entwicklung reagiert.

Damit stand das Werk fast genau einen Monat lang komplett still. Der Schließung am  14. Juni waren zwei Wochen vorausgegangen, in denen die Auslastung bereits auf 60 Prozent der eigentlichen Kapazität gedrosselt werden musste. Hintergrund für die Reduzierung als auch die spätere unfreiwilliger Produktionsunterbrechung waren staatlich angeordnete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor der COVID-19-Pandemie.

 

Originalbeitrag vom 16. Juni 2021

Die Liefersituation rund um Fahrräder und Komponenten bleibt weiter angespannt. Aufgrund eines erneuten Anstieges der Corona-Infektionszahlen in Malaysia stellt die Fabrik von Shimano Components ihre Produktion komplett ein. Wie das US-amerikanische Online-Magazin Bicycle Retailer berichtet, gilt die Maßnahme vorerst bis zum 28. Juni.

Grund für den Stillstand ist ein bereits zu Beginn des Montas von der Regierung Malaysias erneut ausgerufener Lockdown. Daraufhin durfte in dem Werk immerhin noch mit einer Auslastung von 60 Prozent weitergearbeitet werden. Nach einer Verlängerung des Lockdowns ruhen Maschinen und Bändern seit dem 10. Juni jedoch vollkommen.

Unternehmen sorgt sich um Angestellte

„Das Verständnis unserer Kunden ist für uns von größter Bedeutung und wir hoffen, dass wir sie damit besser über unsere Maßnahmen in dieser Situation informieren können, wobei wir immer die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter im Auge behalten“, erklärte Yutaka Taniyama, Vizepräsident für den Vertrieb der Fahrradsparte bei Shimano, in einer Mitteilung des Unternehmens.

In dem 1990 gegründeten Werk lässt Shimano vor allem Naben, Umwerfer, Laufräder, Pedale, Freiläufe und Bremsen im unteren Preissegment fertigen.

Eingang zur Fabrik von Shimano in Malaysia

Eingang zur Fabrik von Shimano in Malaysia

Entgegen der Entwicklung in Deutschland und weiten Teilen Europas hatte sich die Corona-Lage in Malaysia zuletzt wieder zugespitzt. Vor dem Lockdown verzeichnete das Land täglich mehr als 8.000 Neuinfektionen. Lockerungen stellte die Regierung in Aussicht, sobald diese Zahl auf unter 4.000 sinkt. Seit Beginn der Pandemie sind mehr als 3.600 Einwohner aufgrund von COVID-19 verstorben. Weniger als vier Prozent der Bevölkerung gelten aktuell als vollständig geimpft.

Schon zu Beginn dieses Jahres zeigte sich, welch weitreichenden Einfluss ein Produktionsstopp in Asien für die weltweiten Lieferketten innerhalb der Fahrradbranche hat. Zu den Folgen zählten sich rasant verlängernde Lieferfristen für Fahrradkomponenten, das Verschieben von Markteinführungen von Fahrrädern um mehrere Monate sowie explodierende Frachtkosten für Hersteller beim Versand nach Europa. Viele Marken reagierten unter anderem mit Preiserhöhungen.

 

Bilder: Shimano

2 Gedanken zu „COVID-19 zwingt Shimano zu Fabrikschließung“

    1. Hallo Jo,
      da kommt erneut die Kompetenz von Velobiz durch 😉 Vielen Dank für den Hinweis, absolut korrekt.

      Sportliche Grüße
      Matthias

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