Umrüstkit eDrive für E-Bikes von Pendix

Pendix eDrive: Mehr Power ist gut, mehr Feintuning noch besser

Radfahren bleibt Radfahren. So lautet einer der zentralen Slogans von Pendix, einem der Marktführer im Segment der Umrüstsets für E-Bikes. Glücklicherweise bedeutet dies für Pendix-Kunden keineswegs, dass die Produkte auf ewig unangetastet bleiben. Gerade erst hat das Unternehmen aus dem sächsischen Zwickau eine neue Motorengeneration vorgestellt. Und diese biegt mit einiger zusätzlicher Power um die Ecke.

Gespräche rund um E-Bikes sind derzeit oft gleichbedeutend mit dem Vergleichen von bloßen Zahlen. Motorleistung, Reichweite, Gewicht, Preis und so weiter. Dem kann sich Pendix nicht entziehen. Muss die Firma auch nicht, denn mit dem Update des e-Drive-Systems hält sie im Wetteifern um mehr oder weniger aussagekräftige Bestwerte gut mit. Ihr neuer Motor verfügt nämlich ab sofort über 65 Newtonmeter Drehmoment. Das klingt im Vergleich zu Aggregaten von Yamaha, Brose, Shimano, Bosch und anderen erst einmal etwas bescheiden. In der Relation ist dies jedoch durchaus beachtlich. Das Vorgängermodell brachte es auf lediglich 50 Newtonmeter. Mit einem Zuwachs von 30 Prozent können die größeren Namen bei ihren Neuvorstellungen nicht aufwarten.

Motor des Umrüstkits eDrive von Pendix für E-Bikes

Motor des eDrive: 3 Zentimeter tief und weniger als 30 Zentimeter im Durchmesser

Kunden möchten kraftvoll unterwegs sein

Trotzdem ist die Erwartungshaltung auch an den Motor eines Kits, mit dem man ein gewöhnliches Fahrrad in ein E-Bike verwandeln kann, in den vergangenen Jahren gestiegen. „Wir haben mit dem neuen eDrive den Wunsch vieler Kunden nach noch mehr Unterstützung beim Fahren erfüllt“, bestätigt Christian Hennig, einer der Firmengründer und inzwischen Technikchef von Pendix. Angesprochen sind damit vor allem die Besitzerinnen und Besitzer von Lastenfahrrädern und Menschen, die viel in bergigen Regionen unterwegs sind.

Dazu gibt es eine zweite Gruppe, die diese Nachricht freudig zur Kenntnis genommen haben wird: Fahrradhersteller. Mittlerweile statten mehr als 20 Hersteller ein Teil ihrer Bikes werksseitig mit dem Pendix-System aus. Darunter finden sich mit Santos-Bikes, Christiana Bikes und Herkelmann wohlklingende Namen der Bikebranche.

Beispiele für Anwendungen des Pendix eDrive

Mechanik gewinnbringend überarbeitet

Der Zugewinn an Drehmoment beruht laut Pendix auf ingenieurtechnischen Verbesserungen. So habe man das Design des Stators im Motor verändert und gleichzeitig den Anteil des Aktivmaterials in der E-Maschine gesteigert. Das Ergebnis dessen sei das erhöhte maximale Drehmoment. Trotz der Weiterentwicklung konnten die äußeren Abmessungen auf dem bisherigen Niveau gehalten werden. Allerdings wiegt der Antrieb nun 400 Gramm mehr als zuvor.

Schonen oder schinden?

Im Zuge der Motoren-Updates erweitert Pendix zudem die Funktionalität der dazugehörigen App Pendix.bike PRO. In der App könnt ihr künftig zwei Fahrprofile anlegen. Diese heißen „Efficiency“ und „Performance“. Mithilfe der Fahrprofile lassen sich die Charakteristiken der drei Unterstützungsstufen „Eco“, „Smart“ und „Sport“ recht individuell abstimmen.

App Pendix.bike PRO für eDrive von Pendix

Motorabstimmung auf hohem Niveau dank App Pendix.bike PRO

Und das geht folgendermaßen. Erstens lässt sich die Geschwindigkeit einstellen, bis zu der euch der Motor unterstützen soll. Werksseitig ist dieser Wert unter beiden Profilen für alle Fahrmodi auf 25 km/h festgelegt. Ihr könnt dies so belassen oder neue Maxima festlegen. Gemäß der Zulassung des Motors ist natürlich stets bei 25 km/h Schluss.

Neben der Geschwindigkeit könnt ihr ein zu euren Vorlieben passendes Drehmoment wählen. Voreingestellt findet ihr diese Werte:

Fahrprofil „Efficiency“

  • Eco-Modus: 22 Newtonmeter
  • Smart-Modus: 32 Newtonmeter
  • Sport-Modus: 50 Newtonmeter

 

Fahrprofil „Performance“

  • Eco-Modus: 29 Newtonmeter
  • Smart-Modus: 42 Newtonmeter
  • Sport-Modus: 65 Newtonmeter

 

Wollt ihr den Unterschied noch deutlicher spüren und beispielsweise ein sehr sportliches Profil anlegen, mit dem der Akku außerdem länger hält? Dann los. Oder soll es eher in die andere Richtung gehen? Auch kein Problem. Bezogen auf die Werkseinstellungen verspricht Pendix einen Gewinn von 30 Prozent Reichweite, von dem ihr im Profil „Efficiency“ profitiert.

Maximales Drehmoment nur bei den beiden Top-Modellen

In welchem Umfang ihr die neuen Funktionen der App nutzen könnt, hängt davon ab, welchen Motor ihr bereits fahrt und welcher Akku an dem System verbaut ist. Für alle Systeme, die ab jetzt verkauft werden, gelten logischerweise keine Einschränkungen. Wer jetzt die 65 Newtonmeter an Drehmoment auskosten möchte, muss sich dagegen für einen Motor Pendix eDrive 300 oder 500 entscheiden. Der Pendix eDrive 150start und der Pendix eDrive 150 stehen weiterhin nur mit maximal 32 Newtonmetern zur Verfügung. Bei beiden Modellen könnt ihr dennoch wie beschreiben die Charakteristik des Motors steuern. Die Einstellung des Drehmoments endet dann eben lediglich bei 32 Nm. Außerdem verfügen diese Einsteigervarianten nur über einen einzigen Fahrmodus, nämlich „Smart“.

An den Preisen hat der Hersteller übrigens nicht gerührt. Auch das ist ein Unterschied zu den eingangs erwähnten anderen Motorenherstellern. Los geht’s wie bisher bei 999 Euro.

Hintergrund: Aus alt mach elektrisch

Seit 2015 bietet Pendix ein System an, mit dem sich gewöhnliche Fahrräder nachträglich mit einem E-Antrieb ausstatten lassen. Es besteht aus einem Motor, einem Akku und einer App. Bei dem Motor handelt es sich um einen Mittelmotor, der ohne Getriebe auskommt. Deshalb gilt er als leise und wartungsarm. Das Gesamtgewicht des Systems beträgt zwischen 6,0 Kilogramm für die einfachste und 7,3 Kilogramm für die leistungsstärkste Variante. Neben dem nicht unerheblichen Gewicht limitieren Merkmale wie die einzig verfügbare Kurbellänge von 172,5 Millimetern den Einsatz. Zu den Vorteilen zählt die prinzipielle Eignung für jede Ketten- und Nabenschaltung sowie alle Bremssysteme inklusive Rücktrittbremsen.

 

Bilder: Pendix GmbH

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