Montageständer für E-Bikes

Deutschland hat Rücken. Ihr habt einen einarmigen Helfer.

Ob gewollt oder ungewollt – viele von euch gelangen im Laufe eines Jahres sicher einmal an den Punkt, dass am Bike irgendetwas geschraubt werden muss. Nicht selten erkennt man bei der Gelegenheit: Verdammt, ein tolles Arbeiten ist das nicht gerade zu Hause. Wer daran etwas ändern möchte, könnte zum Beispiel über diesen Montageständer nachdenken.

Allein schon sein E-Bike in eine vernünftige Position für eine Reparatur oder den Tausch von Komponenten zu bekommen, kann sich als ziemlich anstrengend herausstellen. Niemand möchte mit krummen Rücken über das Fahrrad gebeugt die Kette säubern. Oder wahlweise minutenlang davor hocken, bis einem die Beine einschlafen. So oder ähnlich ging es anscheinend auch Tobias Baumeister. Allerdings brachte er sein E-Bike nicht kurzerhand in eine Werkstatt, sondern wandelte sein Problem in eine Geschäftsidee um. Der Entwickler entwarf seinen eigenen elektrisch angetriebenen Montageständer.

Einfach gewinnt

Dabei zielte Baumeister wohl auf ähnliche Fälle wie ihn selbst ab. Einfach, zuverlässig und ergonomisch ausgewogen sollte die Lösung sein. Und so erschwinglich, dass nicht nur Unternehmen eine solche Anschaffung erwägen, sondern auch Leute wie ihr und wir.

Das Ergebnis ist ein Montageständer, der alle nötigen Funktionen mitbringt und dabei einen soliden Eindruck vermittelt. Mithilfe einer Handsteuerung oder eines Fußpedals könnt ihr den Montagearm exakt auf die Höhe fahren, die am angenehmsten für euch beim jeweiligen Arbeitsschritt ist. Bei 164 Zentimetern ist für den Arm dann Schluss. Der gesamte Ständer miss fast zwei Meter.

Insgesamt vier verschiedene Montagearme stehen zur Auswahl. Das Fahrrad lässt sich entweder durch das Drehen einer Kurbel arretieren, mit einem Hebel oder sogar automatisch. Für welche Variante ihr euch auch immer entscheidet, euer Rücken wird es euch danken.

Montagearm für einen Montageständers für E-Bikes

Montagearm mit Kurbel

Mühelos auf und ab, hin und her

Wie gesagt, hoch und runter geht es absolut kraftsparend mit einem in der Standsäule komplett integrierten Antriebssystem. Worum es sich dabei genau handelt, gibt Tobias Baumeister auf seiner Internetseite nicht preis. Nach seiner Aussage werden Systeme dieser Art aber seit mehr als 20 Jahren in der Industrie verwandt.

Ausgelegt ist der Ständer als Arbeitsplatz, an dem zeitgleich stets nur ein Fahrrad eingespannt werden kann. Dennoch erlaubt die Bodenplatte das Aufstellen des Ständers auch mitten im Raum. Über eine kleine Rolle lässt er sich mit dem nötigen Einsatz recht unkompliziert umstellen. Die 52 Kilogramm könnt ihr also bei Bedarf aus dem Weg räumen und zum Beispiel platzsparend am Rande der Werkstatt, Garage, des Kellers abstellen oder wo auch immer ihr sonst herumwerkelt.

Etwas für Schwergewichte

Tobias Baumeister bewirbt seine Entwicklung mit der Eignung für E-Bikes. Das spielt in erster Linie darauf ab, welche Last der Arm des Montageständers heben kann. Hier sind es 35 Kilogramm. Das genügt selbst für viele E-Lastenräder. Ansonsten spricht natürlich nichts dagegen, auch herkömmliche Bikes dort einzuspannen.

Großer Vorteil in diesen Zeiten ist die Tatsache, dass dieser Montageständer komplett in Deutschland hergestellt wird. Sollten auch alle nötigen Einzelteile von hier stammen, dürfte es um die aktuelle Verfügbarkeit gut bestellt sein. In Zeiten der Pandemie bekanntermaßen kein unwichtiges Detail. Auch mit Blick auf das Zubehör.

Technische Angaben:

  • Hublast: 35 kg
  • Geschwindigkeit: 40 mm/s
  • Standsäule: Alu-Profil silber eloxiert
  • Grundplatte: Stahl, schwarz Kunststoff beschichtet 500 x 500 x 15 mm
  • Anschluss: 230 V / 50 Hz
  • Gewicht: 52 kg
  • Verstellbereich: 0 – 1.640 mm
  • Höhe: 1.915 mm
  • Preis: 1.699 Euro

 

Bilder: Südtechnik

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