E-Bike wetterfest machen: Die richtige Ausstattung im Herbst und Winter

Natürlich fahren wir auch im Herbst und Winter E-Bike, auch wenn das Wetter noch so schlecht ist. Denn auch Fahrräder mit elektrischem Antrieb sind für Fahrten bei Regen, Kälte und Schmutz ausgelegt. Wir haben einige Tipps für euch, wie ihr euer E-Bike wetterfest und bereit für die schlechte Witterung macht.

  1. Schadet Regen meinem E-Bike?
  2. Die richtige E-Bike Beleuchtung: Front- und Rücklichter
  3. Kalte Temperaturen: Was passiert mit meinem E-Bike Akku?
  4. Wie schütze ich E-Bike Display oder Fernbedienung?

Schadet Regen meinem E-Bike?

Nein. Denn die empfindliche Elektronik eines E-Bikes ist auch bei Regen und vor Spritzwasser geschützt. Allerdings versteht sich von selbst, dass Motor oder Akku niemals unter Wasser getaucht werden sollten! Allzu tiefe Pfützen solltet ihr also unbedingt vermeiden.

Wer Akku und Motor zusätzlich vor Feuchtigkeit schützen will, ist mit speziellen Neoprenüberzügen gut beraten. Sie schützen außerdem auch vor Kälte. Neopren Cover für Motoren können allerdings nicht während der Fahrt getragen werden, sie dienen nur dem sicheren Transport oder der Lagerung!

Die Fahrer Neopren Hüllen schützen Motoren und Akkus vor Spritzwasser und anderen Umwelteinflüssen. Sie werden mit Klettverschlüssen stabil befestigt und passen sich geschmeidig an die Bauteile an.

Einen guten Alltagstest in Sachen Regenverträglichkeit haben wir übrigens hier gefunden:

Die richtige Beleuchtung am E-Bike

Als Verkehrsteilnehmer müsst ihr nicht nur für Andere gut sichtbar sein, sondern selbst auch alle möglichen Gefahren und Hindernisse rechtzeitig erkennen. Die richtige Lichtanlage ist am E-Bike und Pedelec daher unerlässlich: Damit seid ihr im Halbdunkel auf dem Arbeitsweg, in tiefen Nebelschwaden oder bei einem Regenguss noch immer sicher unterwegs.

Lux und Lumen – was ist der Unterschied? Die Leuchtkraft wird von Herstellern entweder in Lux oder Lumen angegeben. Das  führt ärgerlicherweise zu Verwirrung und erschwert den Vergleich. Einfach gesagt: Mit Lumen wird die Lichtausbeute bezeichnet, also wie viel Licht von der Lampe ausgeht. Lux bezeichnet die Beleuchtungsstärke bzw. Helligkeit, mit der das Licht dann auf der Fläche auftrifft.

Lumen = Lichtausbeute
der Lichtquelle

Lux = Beleuchtungsstärke
auf der Fläche

Praktisch sind Lichtanlagen, die keinen zusätzlichen Strom aus einer Batterie oder einem Dynamo brauchen. Sie speisen sich direkt aus dem Akku und können ggf. über den Lichtschalter eures E-Bikes an- und ausgeschaltet werden.

Frontlichter für E-Bikes

trelock-frontlicht-ls-380

Trelock Frontlicht LS 380 i VEO

Besonders klein und trotzdem groß: 50 Lux und
70m Sichtweite mit abnehmbarem Reflektor, 39,90€

Busch & Müller IQ-X E

Profilicht mit besonders großem Lichtfeld und
sensorgesteuertem Tagfahrlicht wie beim Auto, 150 Lux, 99,00€

lupine-sl-sf

Lupine SL SF

Ultraheller Scheinwerfer mit zugelassenem
Fernlicht (1300 Lumen) und Tagfahrlicht, 319,00€

Rücklichter für E-Bikes

busch-mueller-secula

Busch & Müller Secula

Wird direkt am Schutzblech oder der
Sattelstrebe befestigt, 17,90€

Busch & Müller µ E (Mü)

Minimalistisches Rücklicht in Daumengröße,
Montage direkt am Schutzblech, 31,90€

trelock-ls-614

Trelock LS 614 Duo Flat Signal

Rücklicht mit sensorgesteuerter Bremslichtfunktion, 24,99€

Kalte Temperaturen: Was passiert mit meinem E-Bike Akku?

Ein E-Bike-Akku besteht aus sehr empfindlichen Bauteilen. Zwischen 20 und 25 Grad Celsius arbeitet der Energiespeicher am effektivsten, bereits bei unter 10 Grad kann es zu Leistungseinbußen kommen. Der Grund dafür ist in den elektrochemischen Prozessen im Inneren des Akkus zu suchen.

Der etwaige Energieverlust kommt durch das Verhalten des Elektrolyts, einer dickflüssigen Substanz in den einzelnen Zellen der Lithium-Ionen-Akkus, zustande. Das Elektrolyt wird bei Kälte immer zähflüssiger und es kann von den Ionen schlechter durchdrungen werden. Diese Eigenschaft ist bei jedem Akku allerdings verschieden, da die Hersteller unterschiedliche Materialien verwenden.

Seid ihr also bei niedrigen Temperaturen mit dem E-Bike unterwegs, solltet ihr dem Akku einfach eine Neoprenhülle verpassen. Die Schutzhülle bietet einen Thermoschutz und hält extreme Kälte weitgehend ab.

Wenn das E-Bike an einem kühlen Ort gelagert wird, solltet ihr den Akku besser entnehmen und möglichst bei Zimmertemperatur, trocken und in einem Ladezustand von 30% bis 60% einlagern. Praktisch: Habt ihr bereits ein Neopren Cover für den Akku, könnt ihr ihn natürlich auch darin lagern.

Vergesst nicht die Kontakte für die Akku-Aufnahme am E-Bike: Denn auch dort wollt ihr keinen Dreck oder sogar Spritzwasser. Für diesen Zweck bieten Hersteller spezielle Abdeckkappen an, die ihr anstelle des Akkus einsetzen könnt. Fahrer bietet auch dafür Neoprenhüllen an.

Und wie schütze ich mein E-Bike Display oder die Fernbedienung?

Falls ihr bereits eine Display Schutzfolie habt, ist euer Display immerhin schon mal vor Kratzern geschützt. In der kalten und nassen Jahreszeit bietet sich aber eine dickere, durchsichtige Schutzhülle an. Sie sitzt passgenau auf dem Display und schützt vor leichtem Regen und Spritzwasser – bedienen kann man das Display trotzdem noch.

Für die etwas härteren Fälle, starken Regen oder auch die Lagerung empfiehlt sich wiederum eine Neoprenhülle. Bedienen lässt sich das Display dann zwar nicht mehr, ist aber vor Nässe gut geschützt. Es gibt auch komplette Lenkerüberzüge – diese sind aber natürlich nicht für die Fahrt gedacht, sondern für eine optimale Lagerung bzw. Transport mit dem Auto.

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