Gerade in der dunklen Jahreszeit gehört ein ordentlicher E-Bike Scheinwerfer an jedes E-Bike. Doch was sind eigentlich die Unterschiede bei der Riesenauswahl an Scheinwerfern, die euch der Markt bietet? Wir haben eine Vielzahl an E-Bike-Scheinwerfer unter die Lupe genommen.
1. Aufbau des Teststands für den Vergleich der E-Bike-Scheinwerfer
2. High-End-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
3. Mittelklasse-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
4. Einsteiger-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
5. Mini-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
1. Aufbau des Teststands für den Vergleich der E-Bike-Scheinwerfer
Bei dem Test wollten wir mehr als bloße Zahlen und Werte vergleichen. Stattdessen haben wir uns die tatsächliche Ausleuchtung vom E-Bike aus angeschaut. So sah der entsprechende Teststand aus: Jeder Scheinwerfer wurde in einer Höhe von exakt einem Meter installiert. Das entspricht in etwa der Höhe, in der viele Scheinwerfer letztendlich am E-Bike installiert sind. Um uns den Austausch der Lampen zu erleichtern, haben wir an der Stelle mit einem Stativ gearbeitet. Alle Kandidaten für den Test wurden jeweils an eine Stromquelle mit zwölf Volt und maximal 1,5 Ampere angeschlossen. Diese Leistungsdaten begegnen euch typischerweise beim aktuellen Bosch Smart System. In der Spitze leisten die Lampen damit 18 Watt.
Die Scheinwerfer wurden so ausgerichtet, dass die hellste Ausleuchtung des Lichtfeldes fünf Meter entfernt auf einen Punkt in der Höhe von 50 Zentimeter trifft. Aufgrund der konstanten Witterungs- und Lichtverhältnisse konnten wir während des Tests mit der identischen Kameraeinstellung arbeiten.

2. High-End-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
Ob ein E-Bike-Scheinwerfer zur High-End-Kategorie zählte, entschied einzig der vom Hersteller festgelegte Verkaufspreis. Alles, was über der Grenze von 200 Euro lag, galt für uns als High End.
Busch + Müller Briq-XL E
Auf dem Papier ist der Briq-XL E von Busch + Müller der leistungsstärksten Scheinwerfer im gesamten Vergleich. Unserer meiner Meinung nach breitet dieser Scheinwerfer dann auch den lichtstärksten Lichtkegel vor uns aus. Dieser fällt zudem sehr breit aus. Seine Form erinnert uns an zwei aufeinandergestapelte Trapeze. Das Licht des Schweinwerfers verteilt sich sehr gleichmäßig über die gesamte Fläche. Busch + Müller hat die Oberkante des Lichtkegels klar definiert, sodass er sich gut einstellen lässt, um keine Verkehrsteilnehmer zu blenden. Im Fernlicht verschiebt sich die Grenze bei gleichbleibender Lichtstärke weiter nach oben.
Neben seinem robusten Aluminiumgehäuse besticht der Briq-XL E mit zusätzlichen digitalen Features wie dem Kurvenlicht. In der dazugehörigen App lässt sich der Scheinwerfer bequem individuell einstellen. Um das Maximum aus ihm herauszuholen könnt ihr auch wahlweise mit zwei Stromkabeln am Motor des E-Bikes anschließen.
Technische Daten des Busch + Müller Briq-XL E
- Fernlicht: 220 Lux
- Abblendlicht: 150 Lux
- Lichtstrom: 2.000 Lumen – 8.500 Lumen
- Leistungsabnahme: 16 W – 60 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 5 V – 15 V
- Kurvenlicht
- Bluetooth und App
- UVP des Herstellers: ab 449 Euro
Supernova M99 Pro 2
Von Supernova haben wir den M99 Pro 2 für unseren Test gewählt. Sein Lichtkegel erscheint uns im Test im Vergleich zum Briq XL deutlich breiter und homogener ausgeleuchtet. Im Lichtteppich gibt es keine scharfen Kanten. Anscheinend leisten die 99 verbauten Spiegel in der Optik gute Arbeit. Bezogen auf die Helligkeit reicht er nicht ganz an den Briq XL heran. Trotzdem immer noch auf einem ganz hohen Niveau. Auch hier empfehlen wir das Anschließen mit zwei Stromkabeln.
Technische Daten des Supernova M99 Pro 2
- Fernlicht: 450 Lux
- Abblendlicht: 130 Lux
- Lichtstrom: 500 Lumen – 3.000 Lumen
- Leistungsabnahme: 5 W – 35 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 12 V
- UVP des Herstellers: 449 Euro
Lupine SL X
Der dritte große Name unter Herstellern hochwertiger Scheinwerfer lautet Lupine. Dessen Topscheinwerfer heißt Lupine SL X. Im Test zeigt dieser ein markanteres Lichtbild. Erneut lassen sich Trapezformen erkennen, wie das bereits beim Briq-XL E der Fall gewesen ist. Abseits davon fällt die Lichtstärke allerdings recht abrupt ab. Auch das Fernlicht bleibt sehr auf die Mitte beschränkt. Wer nach einem Scheinwerfer sucht, der besonders weit strahlt, ist mit diesem Modell gut beraten.
Technische Daten des Lupine SL X
- Fernlicht: 2.800 Lumen
- Abblendlicht: 900 Lumen
- Lichtstärke: max. 320 Lux
- Leistungsabnahme: 2 W – 30 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 5 V – 15 V
- UVP des Herstellers: 440 Euro
Lupine SL MiniMax
Der kleine Bruder des SL X heißt Lupine SL MiniMax. Wie der Name verrät, fällt er deutlich kleiner aus. Trotz der ähnlichen Bauform wirft der Lupine SL MiniMax ein ganz anderes Lichtbild als der SL X. Es wirkt gleichmäßiger, harmonischer, mit weniger scharfen Kanten. Beim Umschalten auf das Fernlicht merkt man den niedrigeren Lichtstrom. Die ausgeleuchtete Fläche ist größer, jedoch bei weitem nicht so hell. Aus unserer Sicht trifft der Scheinwerfer eine gute Balance, die gerade für den Einsatz in der Stadt vollauf genügt. Für ausgedehnte Nachtfahrten auf den Trails könnte es dagegen zu wenig sein.
Technische Daten des Lupine SL MiniMax
- Fernlicht: 2.100 Lumen
- Abblendlicht: 900 Lumen
- Lichtstärke: max. 250 Lux
- Leistungsabnahme: 2 W – 22 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 6 V – 13,5 V
- UVP des Herstellers: 380 Euro
Lupine SL F
Das Trio von Lupine komplettiert der SL F-Scheinwerfer. Als einziger Vertreter der High-End-Kategorie nutzt er eine Linsentechnik. Daraus ergibt sich ein deutlich kleineres Baumaß im Vergleich zu den anderen Scheinwerfern mit ihren Spiegeln.
Bei der Montage der Lampe begegnet uns zum ersten Mal ein festverbautes komplettes Lichtkabel. Gewöhnlich haben aktuelle Modelle nur noch ein kurzes Lichtkabel. Mit dem könnt ihr sie mit einem Hauptkabel verbinden, das nur einmalig im oder am E-Bike verlegt und am Motor angeschlossen wird und im Prinzip alle gängigen Scheinwerfer von Busch + Müller, Supernova, Lupine, etc. unterstützt. Das erleichtert den Wechsel einer Lampe enorm. Dies ist hier am Lupine SLF nicht möglich. Künftig möchte der Hersteller das aber wohl auch an diesem Produkt ändern.
Das Lichtfeld des Lupine SL F erscheint sehr homogen mit wenigen dunkleren Flecken, aufgrund seiner Linse aber natürlich stark kegelförmig. Vor dem E-Bike beginnt das Lichtfeld relativ schmal und weitet sich von vorn immer mehr aus. Nichtsdestotrotz gefällt uns das recht gut. Das gilt weniger für die bunten Ränder, die sich am oberen und seitlichen Rand zeigen. Mit der klaren Oberkante wiederum lässt sich der Lichtkegel gut ausrichten, um den Gegenverkehr nicht zu blenden.
Technische Daten des Lupine SL F
- Fernlicht: 1.300 Lumen
- Abblendlicht: 900 Lumen
- Lichtstärke: max. 110 Lux
- Leistungsabnahme: 1,5 W – 16 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 6 V – 13,5 V
- UVP des Herstellers: 350 Euro
Litemove RXW-2900
Mit Litemove schickt sich ein vierter Hersteller an, im Bereich High-End-Scheinwerfer mitzumischen. Äußerlich erinnert uns das Topmodelle, der Litemove RXW-2900, stark an den Lupine SL X. Preislich liegt er mit seinen 279 Euro aber deutlich unter den anderen Konkurrenten. Positiv überrascht uns sein sehr heller und homogen ausgeleuchteter Lichtteppich. Darauf ließen sich kaum dunkle Flecken erkennen. Zwar liegt die Helligkeit unter dem Niveau, das der Supernova M99 Pro 2 oder der Busch + Müller Briq-XL E liefern. Aber verstecken braucht er sich vor der Konkurrenz damit ganz und gar nicht. Auch wenn der Lichtkegel zudem etwas enger ausfällt. Im Fernlicht erweitert der sich ebenfalls nur nach vorn heraus.
Technische Daten des Litemove RXW-2900
- Fernlicht: 200 Lux
- Abblendlicht: 140 Lux
- Lichtstrom: 650 Lumen – 2.900 Lumen
- Leistungsabnahme: max. 28 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 11 V – 16 V
- UVP des Herstellers: 279,95 Euro
Fazit zum Vergleich der High-End-Scheinwerfer für E-Bikes
Egal für welchen Scheinwerfer ihr euch in dieser Kategorie entscheidet, ihr erhaltet in jedem Falle eine richtig gute Lampe. Aus unserer Sicht ist aktuell der Briq-XL E von Busch + Müller der beste E-Bike Scheinwerfer, den ihr verbauen könnt. Wieso? Der Scheinwerfer wirkt mit dem kantigen Design sehr modern. Er bietet das am besten ausgeleuchtete Lichtfeld im gesamten Test. Ihr könnt ihn mithilfe der App sehr hoch skalieren. Zudem gibt es mit dem Kurvenlicht ein tolles Feature obendrauf.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erhaltet ihr bei dem Litemove RXW-2900. Bei einem angemessenen Preis hat der richtig viel Power, ein richtig gutes Lichtfeld – nicht so breit, aber sehr hell und weit nach vorn reichend.
3. Mittelklasse-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
In der Kategorie Mittelklasse werfen wir ein Blick auf Scheinwerfer für das E-Bike, die zwischen 100 Euro und 200 Euro kosten.
Busch + Müller IQ-XL E
Keine Regel ohne Ausnahme. 😉 Bezogen auf den Preis zählt der Busch + Müller IQ-XL E mit seinen 299 Euro eigentlich klar zur High-End-Kategorie. Aus zwei Gründen haben wir ihn dennoch in die Mittelklasse eigenordnet. Erstens findet ihr die Lampe inzwischen überall zu einem Preis von deutlich weniger als 200 Euro. Zweitens entspricht sein Leistungsvermögen nicht mehr höchsten Ansprüchen. Das verdeutlichen unsere Aufnahmen im Test. Sein für Busch + Müller typisches sehr breites Lichtfeld wird recht ungleichmäßig ausgeleuchtet. Gerade im Nahfeld wirkt das relativ dunkel und wird erst ab zehn, 15 Metern wirklich hell. Das Fernlicht strahlt extrem weit nach oben und kann recht schnell andere Fahrzeuge blenden. Hinzukommt das klobig erscheinende Aluminiumgehäuse, mit dem der Scheinwerfer auch recht viel wiegt. In der Summe zählt deshalb aus unserer Sicht frühere Topscheinwerfer aktuell nur noch zur Mittelklasse.
Technische Daten des Busch + Müller IQ-XL E
- Fernlicht: 250 Lux
- Abblendlicht: 300 Lux
- zusätzliches Tagfahrlicht
- Leistungsabnahme: 11 W – 16 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 11 V – 48 V
- UVP des Herstellers: 299,90 Euro
Litemove AEW-230
Der Litemove AEW-230 nutzt erneut eine Linsentechnik. Bei seinem Lichtbild im Abblendlicht fällt auf, dass zwei sehr helle schmale Strahler die Mitte mit einem fast weißen Licht erleuchten. Das Licht im angrenzenden Bereich hat einen deutlich wärmeren Ton. Trotz der Unterschiede empfinden wir das als recht angenehm. Zumal das Lichtfeld breit genug gewählt wurde. Am Rand erscheinen wieder farbige Ränder. Im Fernlichtmodus verändert sich das Lichtbild vom Kegel hin eher zu einer Trapezform mit einer schönen Oberkante.
Technische Daten des Litemove AEW-230
- Fernlicht: 230 Lux
- Abblendlicht: 170 Lux
- Lichtstrom: 550 Lumen – 950 Lumen
- Leistungsabnahme: 7,3 W – 15 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 9 V – 16 V
- UVP des Herstellers: 169,90 Euro
Sigma Eox FL 170 HB
Mit dem Eox FL 170 HB bietet Sigma einen Scheinwerfer an, der mit seinem kleinen Abmaßen den Lenker nicht überfachtet. Unter dem Aluminiumgehäuse verbirgt sich eine Linse. Die Lampe strahl ihr Licht sehr unterschiedlich ab. Der Bereich bei einer Entfernung von zehn bis 15 Meter vom Lenker wirkt deutlich heller und hat einen verhältnismäßig engen Durchmesser. Alles davor wird dunkler ausgeleuchtet, wobei sich hier und da noch einmal dunklere Flecken abzeichnen. Im Nahbereich ist der Lichtteppich deutlich breiter als in der Ferne.
Im Fernlicht nehmen die Nuancen zwischen nah und fern, dunkel und hell, merklich ab. Hinzukommt die zusätzliche Ausleuchtung über den Bereich von 15 Meter hinaus. Dennoch reicht der Scheinwerfer nicht so weit wie andere. Mit der klaren Lichtkante lässt er sich aber gut justieren.
Als Bonus gibt es am Sigma FL 170 HB eine USB-C Ladebuchse. Mit deren Hilfe könnt ihr während der Fahrt mobile Geräte wie ein Smartphone und einen Fahrradcomputer während der Fahrt laden. Das funktioniert auch bei eingeschaltetem Licht.
Technische Daten des Sigma Eox FL 170 HB
- Fernlicht: 170 Lux
- Abblendlicht: 120 Lux
- Lichtstrom: max. 850 Lumen
- Leistungsabnahme: 12 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 12 V – 16 V
- USB-C-Ladeanschluss (5 V / 2 A)
- UVP des Herstellers: 149,95 Euro
Litemove AC-210
Ein Paradebeispiel für ein sehr kegelförmigen Lichtteppich könnt ihr am Litemove AC-210 erleben. Direkt vor dem Lenker verläuft die Form recht schmal und wird dann mit zunehmender Entfernung immer breiter. Das Ganze ist wunderbar gleichmäßig und gleichzeitig sehr hell ausgeleuchtet. Das hat Litemove richtig gut gelöst. Im Fernlichtmodus treten dann erneut farbige Ränder an den Seiten hervor. Davon abgesehen erhalte ihr aber ein genauso homogenes Lichtfeld mit einer klar erkennbaren Lichtkante.
Technische Daten des Litemove AC-210
- Fernlicht: 210 Lux
- Abblendlicht: 140 Lux
- Lichtstrom: 460 Lumen – 700 Lumen
- Leistungsabnahme: 10 W – 16 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 11 V – 16 V
- UVP des Herstellers: 159,90 Euro
Busch + Müller IQ-X E
An ihrem breiten Lichtfeld erkennt man, dass es sich bei der IQ-X E erneut um eine Lampe von Busch + Müller handelt. Allerdings fällt ihre ungleichmäßige Ausleuchtung direkt ins Auge. Zwischen dem Nahbereich und dem bei rund fünf Meter beginnenden Fernbereich zeigt sich eine horizontal verlaufende Zone, die fast wie eine Trennlinie wirkt. Das können andere Scheinwerfer von Busch + Müller als auch die von anderen Herstellern nachweislich besser. Dieses Lichtfeld müsst ihr mögen oder nicht. Denn ein Fernlicht weist dieser Scheinwerfer nicht auf – und das als einziger in unserem Test mit einem Preis von 100 Euro oder mehr.
Technische Daten des Busch + Müller IQ-X E
- Abblendlicht: 150 Lux
- Leistungsabnahme: mind. 7,5 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 6 V – 60 V
- UVP des Herstellers: 169,90 Euro
Fazit zum Vergleich der Mittelklasse-Scheinwerfer für E-Bikes
In dieser Kategorie sticht aus unserer Sicht kein Modell klar aus dem Feld der Testkandidaten hervor. Alle Scheinwerfer liegen doch recht nahe beieinander. Wer besonders auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Preis und Leistung achtet, sollte sich den Sigma Eox FL 170 HB anschauen. Die Summe von rund 150 Euro scheint fair bemessen zu sein. Zusätzlich punktet die Lampe mit ihrer Ladefunktion. Nur das Lichtbild betrachtet, hat der Litemove AC-210 leicht die Nase vorn. Zwar zeichnet er ein stark kegelförmiges Lichtfeld. Dafür erscheint dies ausgesprochen homogen und hell.
4. Einsteiger-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
Bei den einfacheren Scheinwerfern für E-Bikes schauen wir uns Modelle an, die weniger als 100 Euro kosten. Aufgrund ihrer geringeren Leistung fordern sie auch vom Motor weitaus weniger Leistung ab als Vertreter aus der Mittelklasse oder der High-End-Kategorie. In dem Zuge vergrößert sich die Bandbreite an E-Bikes, mit denen sie sich kombinieren lassen. Das gelingt bei den Einsteigern in der Regel auch mit den Hinterradnabenmotoren von Mahle und Co.
Litemove RX-E90
Als einziger Scheinwerfer in dieser Kategorie bietet der Litemove RX-E90 ein Fernlicht. Beim Gehäuse verwendet der Hersteller Aluminium. Außerdem schafft er es, sich auf kompakte Abmessungen zu beschränken. Der Unterschied zu den hochwertigeren Scheinwerfern tritt im Test deutlich hervor. Das Lichtbild wirkt insgesamt dunkler als zuvor. Zudem zeigen sich Flecken, was für eine weniger homogene Ausleuchtung spricht. Das Lichtfeld ist recht schmal. Nur im engsten Nahbereich dürften das drei, vier Meter in der Breite sein. Die Ausleuchtung nach vorn ist gut, wie angedeutet, aber sehr zentriert. Im Fernlichtmodus erweitert sich der Lichtkegel noch ein ganzes Stück nach vorn und lässt einen hellen Tunnel entstehen.
Technische Daten des Litemove RX-E90
- Fernlicht: 90 Lux
- Abblendlicht: 50 Lux
- Leistungsabnahme: 2,9 W – 5,8 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 5 V – 16 V
- UVP des Herstellers: 95,95 Euro
Busch + Müller IQ-XS E
Der Busch + Müller IQ-XS E ist quasi die ja kleinere Version des IQ-X E. Er wirft ein wirklich breites, gleichmäßiges Lichtbild. Darauf leg der Hersteller erfahrungsgemäß sehr viel Wert. Wir hatten den Eindruck, es teilt sich tendenziell etwas auf und lässt fast ein Kreuz entstehen. Neben dem recht hellen Mittelsteg gibt es einen weiteren quer verlaufenden Steg. In den Zonen dazwischen fällt die Lichtstärke merklich ab.
Technische Daten des Busch + Müller IQ-XS E
- Abblendlicht: 80 Lux
- Leistungsabnahme: 2,7 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 6 V – 42 V
- UVP des Herstellers: 99,90 Euro
Litemove SEC-110
Der Litemove SEC-110 Scheinwerfer kommt auch mit einer Linse, ähnlich wie wir das von den anderen Litemove Scheinwerfern gesehen haben. Mit 110 Lux weist er das stärkste Abblendlicht in unserem Vergleich unter den Einsteigerscheinwerfern auf. Sein Lichtfeld überzeugt mit seiner Homogenität und Helligkeit. Da stört dann auch die stark ausgeprägte Kegelform kaum. Schließlich fällt der Kegel um einiges breiter als das Lichtfeld beim Litemove RX-E90 aus.
Technische Daten des Litemove SEC-110
- Abblendlicht: 110 Lux
- Leistungsabnahme: 8 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 8 V – 16 V
- UVP des Herstellers: 64,95 Euro
Busch + Müller Briq-S
Viele E-Bike-Hersteller statten ihre urbanen E-Bikes mit einem Busch + Müller Briq-S aus. Vermutlich sagt ihnen dessen trapezförmige, breite Optik zu. Uns erinnert das Design entfernt an Motorradscheinwerfer und natürlich ganz stark an den Briq-XL E. Für den Briq-S reicht es jedoch nur noch für ein Kunststoffgehäuse. Irgendwie muss ja der Preis von rund 40 Euro erreicht werden. Dem Lichtfeld schadet das zum Glück nicht. Um einen breiten, hellen Mittelsteg herum gibt es noch genügend Restlicht für die Bereiche drumherum. Auch im Nahfeld sieht das noch richtig gut aus. Andere Scheinwerfer dieser Kategorie weisen mit Sicherheit in bestimmten Zonen größere Helligkeiten auf. In Bezug auf die harmonische Ausleuchtung reicht aber kein anderer an den Briq-S heran.
Technische Daten des Busch + Müller Briq-S
- Abblendlicht: 60 Lux
- Kompatibilität: E-Bikes mit 5 V – 42 V
- UVP des Herstellers: 39,90 Euro
Litemove RX- E50
Beim Litemove RX-E50 handelt es sich um das Äquivalent zum RX-E90. Bei ihm entfällt jedoch das Fernlicht. Dafür zapft er dem E-Bike-System so wenig Strom ab, wie kein zweiter Scheinwerfer hier im Vergleich. Statt des Aluminiumgehäuses gibt es jetzt auch nur noch eines aus Plastik. Beim Lichtfeld werden erneut große Unterschiede zu den hochwertigeren Modellen deutlich. Das Lichtfeld bündelt sich in erster Linie in einem Durchmesser von rund drei Metern in einer Entfernung von fünf bis zehn Metern vor dem E-Bike. Alles abseits davon wirkt wesentlich dunkler. Angesichts des recht schmalen Lichtfeldes empfiehlt sich dieser Scheinwerfer aus unserer Sicht eher für das Fahren in einer Umgebung mit zusätzlicher Straßenbeleuchtung.
Technische Daten des Litemove RX- E50
- Abblendlicht: 50 Lux
- Leistungsabnahme: 2,5 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 5 V – 16 V
- UVP des Herstellers: 38,95 Euro
Herrmans H-Black MR4
Vollkommen in Kunststoff gekleidet ist der Herrmans H-Black MR4. Mit ihm könnt ihr neben etwas Geld auch ein paar Gramm am Gesamtgewicht eures E-Bikes sparen. Sein Lichtfeld überzeugt uns mehr als das des genauso günstigen Litemove RX-E50. Es fällt deutlich breiter aus und weist weniger Unterschiede zwischen hellen und dunkleren Bereichen auf. Mit dem klassischen runden Design fügt er sich gut am Cockpit ein.
Technische Daten des Herrmans H-Black MR4
- Abblendlicht: 120 Lumen
- Leistungsabnahme: 1,9 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 6 V – 12 V
- UVP des Herstellers: 39,95 Euro
Fazit zum Vergleich der Einsteiger-Scheinwerfer für E-Bikes
Als Preis-Leistungs-Sieger geht klar der Busch + Müller Briq S hervor. Für gerade einmal 39 Euro sorgt er für ein harmonisches Lichtfeld. Damit lässt er euch gut sehen und sorgt dafür, dass auch ihr gut gesehen werdet. Betrachten wir allein die Leistung, weiß bei den Scheinwerfern unter 100 Euro der Litemove SEC-110 zu überzeugen. Keine Einsteiger-Lampe leuchtet in unserem Vergleich heller. Und mit 65 Euro bleibt der Preis immer noch im Rahmen.
5. Mini-Scheinwerfer für E-Bikes im Test
Wie die Bezeichnung nahelegt, wollen Mini-Scheinwerfer bei einer möglichst geringen Größe eine möglichst große Leistung erbringen.
Supernova Mini 3 Pro
Die Supernova Mini 3 Pro setzt diesen Ansatz recht eindrucksvoll um. Aufgrund ihrer geringen Größe lässt sie sich neben dem Lenker auch gut an der Gabel montieren. Das Lichtfeld sieht etwas eigenwillig aus. Im Nahbereich trifft kaum Licht auf die Straße. Darauf folgt ein sehr heller und breiter Mittelbereich. Bei gleichbleibender Helligkeit verengt sich das Lichtfeld dann wieder in der Ferne. Während der Fahrt kann des dennoch ganz gut funktionieren. Was in der Ferne liegt, wird von einem schmaleren Bereich erfasst. Dann, wenn es in das zentrale Blickfeld gerät, sehr umfassend ausgeleuchtet. Ganz nah am E-Bike gibt es kaum noch eine Beleuchtung, weil ihr bereits vorher auf die Stelle reagiert habt und euch auf einen neuen Bereich konzentriert. Ob ihr mit einer solchen Lösung klarkommt, kann nur ein Praxistest zeigen.
Technische Daten des Supernova Mini 3 Pro
- Fernlicht: 190 Lux
- Abblendlicht: 110 Lux
- Lichtstrom: 450 Lumen – 1.200 Lumen
- Leistungsabnahme: 7,5 W – 21 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 12 V
- UVP des Herstellers: 179 Euro
Lupine SL Nano
Der Winzling unter den Minis ist die Lupine SL Nano. Doch lasst euch davon nicht täuschen. Sie bietet eine erstaunliche Leistung. Aus ihrem runden Gehäuse strahlt sie ein sehr helles und beinahe rechteckiges Lichtfeld ab. Das wird richtig homogen ausgeleuchtet. Kleines Manko: Am Ende des Lichtfeldes zeichnen sich ein paar Streifen grünen und lilafarbenen Lichts ab. Vermutlich handelt es sich dabei um von der Linse hervorgerufene Reflexionen.
Für die Lampe gibt es noch einen Fernlichttaster. Den haben wir in unserem Test nicht installiert und daher auch das Fernlicht nicht prüfen können.
Technische Daten des Lupine SL Nano
- Fernlicht: 1.000 Lumen
- Abblendlicht: 700 Lumen
- Lichtstärke: max. 140 Lux
- Leistungsabnahme: 2 W – 14 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 5 V – 15 V
- UVP des Herstellers: 148 Euro
Supernova M99 Mini Pure
Die Supernova M99 Mini Pure entstand eindeutig als einfacher Version des großen Supernova M99 Pro 2 Scheinwerfers. Im Vergleich zu den anderen Mini-Scheinwerfern fällt sie auch etwas größer aus. Der größte Unterschied zwischen M99 Mini Pure und M99 Pro 2 ist das Fernlicht, welches der erstgenannten Lampe fehlt. Dank der Spiegel entsteht ein Lichtfeld, das dem Abblendlicht des M99 pro 2 sehr nahekommt. Das Licht leuchtet die Straße von der Ferne bis hinein in den Nahbereich schön breit aus. Ein paar dunklere Flecken werden erkennbar. Insgesamt wirkt das aber recht gut ausbalanciert.
Technische Daten des Supernova M99 Mini Pure
- Abblendlicht: 150 Lux
- Lichtstrom: 450 Lumen
- Leistungsabnahme: 5,2 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 5 V – 13,5 V
- UVP des Herstellers: 249 Euro
Supernova Starstream X Pro
Mit ihrer individuellen Bauform fällt die Supernova Starstream X Pro sofort auf. Aufgrund des extrem flachen und dabei breiten Designs könnt man vielleicht mit einem Lichtbild in Form einer Schranke rechnen. Stattdessen zeichnet sich im Abblendlicht ein schmaler, vertikaler Bereich im Zentrum des Lichtfeldes ab, in dem der Scheinwerfer am hellsten leuchtet. Darunter folgt zum E-Bike hin ein breiter, horizontaler heller Nahbereich. Links und rechts davon fällt die Helligkeit auch nicht wesentlich ab. Beim Wechsel zum Fernlicht verlängert sich hauptsächlich der erwähnte vertikale Bereich des Lichtfeldes nach vorn heraus.
Technische Daten des Supernova Starstream X Pro
- Fernlicht: 145 Lux
- Abblendlicht: 70 Lux
- Lichtstrom: 510 Lumen – 1.000 Lumen
- Leistungsabnahme: 12 W – 18 W
- Kompatibilität: E-Bikes mit 12 V
- UVP des Herstellers: 249 Euro
Fazit zum Vergleich der Mini-Scheinwerfer für E-Bikes
Bei den Minischeinwerfern erscheinen uns zwei besonderes empfehlungswert. Zum einen die Lupine SL Nano. Sie beherzt das am besten, was in dieser Kategorie gefordert ist – nämlich auf möglichst kleinem Raum möglichst viel Power unterbringen. Wenn die Größe des Lichts für das E-Bike weniger entscheidend ist, dann bietet sich die Supernova Starstream Pro X an. Ihr Lichtfeld überzeugt uns noch ein wenig mehr als beim Licht von Lupine.
Bilder: Elektrofahrrad24 GmbH; Busch & Müller KG; Herrmans OY AB; Litemove Technology Co., Ltd; Lupine Lighting Systems GmbH; Sigma-Elektro GmbH; Supernova Design GmbH
































































