An dem einen oder anderen E-Bike begegnet euch heute schon ein Radarwarnsystem, das Unfälle im Straßenverkehr, vor allem mit Autos, verhindern soll. An der Mehrheit aller Modelle fehlt eine solche Lösung jedoch. Von Sigma kommt mit dem Reco 80 Link jetzt ein System, das sich bei Bedarf ganz fix anstecken und abnehmen lässt und so bequem an jedem beliebigen E-Bike genutzt werden kann.
1. Radarwarnsystem am E-Bike: Viele Vorteile, wenige Modelle
2. Sigma Reco 80 Link: Absicherung mit 140 Meter Reichweite
3. Zusätzliche Bremslichtfunktionen
4. Konnektivität großgeschrieben
5. Alternative Variante vom Sigma Reco 80 Link für andere Länder
1. Radarwarnsystem am E-Bike: Viele Vorteile, wenige Modelle
Cannondale hat es vorgemacht, Specialized bei Modellen wie dem Turbo Vado S nachgezogen. Giant hat dafür sogar eine eigene Marke namens Aegis ins Leben gerufen. Gemeint sind in die jeweiligen E-Bike-Systeme integrierte Fahrsicherheitssysteme, die per Radar den Raum hinter euch im Straßenverkehr überwachen und vor sich von hinten nähernden Fahrzeugen warnen. In der Regel dient dazu ein Rücklicht, das zusätzlich über die Radartechnologie verfügt. Was dort erfasst wird, könnt ihr auf dem Display oder einem separaten Gerät am Lenker sehen. Meist symbolisiert ein schmaler Streifen an der Längsseite des Bildschirms die Straße. Auf diesem Streifen erscheinen Punkte, die Fahrzeuge darstellen. Mit fortschreitender Annäherung wandert der Punkt in dem Streifen immer weiter von unten nach oben. Meist signalisieren unterschiedliche Farben ein unterschiedliches Tempo der Fahrzeuge. Zudem könnt ihr oftmals auch eine akustische Warnung aktivieren.
Systeme wie das Aegis Radar von Giant oder die auf Garmin zurückgehenden Lösungen von Cannondale und Specialized funktionieren grundsätzlich ziemlich gut. Sie detektieren weit über 100 Meter entfernte Fahrzeuge und sind auf dem Display schnell erfassbar. Das einzige Problem: Ihr profitiert davon nur bei wenigen Marken und dort längst nicht bei allen Modellen. Dabei kann ein Radarwarnsystem vom E-Rennrad bis zum urbanen E-Bike an vielen verschiedenen E-Bike-Typen wertvolle Dienste leisten.
2. Sigma Reco 80 Link: Absicherung mit 140 Meter Reichweite
An der Stelle setzt das Radarrücklicht Sigma Reco 80 Link an – mit einem simplen Konzept. Zu dem gehören ein aufladbares und in innerhalb von zwei Minuten angebrachtes Rücklicht, die erwähnte Radar-Technologie, Bluetooth und ANT+ als Schnittstellen für die Kommunikation mit anderen Geräten sowie ein paar hilfreiche Adapter.
Zentraler Baustein des Radarsystems ist ein im Hochformat gestaltetes Rücklicht. Nach Angaben vom Hersteller erkennt es herannahende Fahrzeuge, die maximal noch 140 Meter von euch entfernt sind und sich innerhalb eines 60 Grad breiten Messkorridors bewegen. Eine Anzeige auf einem passenden Gerät bildet in Echtzeit bis zu acht Fahrzeuge gleichzeitig ab. In der Realität können sich demnach auch noch mehr Fahrzeuge hinter euch befinden. Hinzukommt eine akustische Warnung.

3. Zusätzliche Bremslichtfunktionen
Das gezielt für den deutschen Markt entwickelte Reco 80 Link entspricht den aktuellen Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung StVZO. Diese untersagt ein Blinken des Rücklichts. Daher könnt ihr das Radarrücklicht nur mit konstant leuchtenden LEDs nutzen. Angesichts dieser Tatsache geht die angegebene Laufzeit von maximal 15 Stunden aus unserer Sicht absolut in Ordnung. Schließlich müssen zwei Funktionen – Licht und Radar – gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Über die USB-C-Buchse an der Rückseite soll das Licht innerhalb von rund drei Stunden einmal komplett aufgeladen sein.
Die vier im Rücklicht integrierten LEDs leuchten heller auf, wenn ihr die Bremse betätigt. Zur genauen Funktionsweise gibt Sigma in der entsprechenden Pressemitteilung keine weiteren Erläuterungen. Vermutlich kommt ein Beschleunigungssensor zum Einsatz, der die Verzögerung registriert und die Lichtleistung steuert. Neben dem normalen Bremslicht hat der Hersteller das Reco 80 Link auch mit einem noch spezielleren Notfallbremslicht versehen. Dies leuchtet auf, wenn ihr zu einer Notfallbremsung gezwungen seid. In dem Falle blinkt der Scheinwerfer, um noch einmal besonders aufmerksam auf euch zu machen.
4. Konnektivität großgeschrieben
Viel Wert hat Sigma darauf gelegt, dass ihr das Rücklicht möglichst flexibel in unterschiedlichsten Szenarien nutzen könnt. Besonders wichtig an der Stelle ist das genutzte ANT+ Radarprofil. Alle Fahrradcomputer, die dieses Profil unterstützen, lassen sich mit dem Reco 80 Link verbinden. In der Regel sollte dies die Mehrheit aller aktuell erhältlich GPS-fähigen Fahrradcomputer sein. Nach dem Koppeln mit dem Radarwarnsystem erhaltet ihr auf dem Display des Computers eine vereinfachte Darstellung des rückwärtigen Verkehrs. Sigma in einem orange eingefärbten Balken werden die Fahrzeuge als weiße Punkte abgebildet. Nähert sich eines der Fahrzeuge besonders schnell, ändert der gesamte Balken seine Farbe von Orange zu Rot.

Über eine Bluetooth-Schnittstelle lässt sich das Reco 80 Link außerdem mit der Batteriefrontleuchte Sigma Aura 100 verbinden. Wer diese Kombinationen nutzt, kann dann das Radarrücklicht bequem vom Frontlicht aus aktivieren und deaktivieren sowie dort den aktuellen Akkustand ablesen. Ab dem Frühjahr 2026 wird Gleiches über die Sigma Ride App möglich sein.

5. Alternative Variante vom Sigma Reco 80 Link für andere Länder
Von dem 100 Gramm leichten und mit Schutzgrad IP67 gekennzeichneten Rücklicht gibt es eine weitere Version, die auf das Fahren in Ländern außerhalb von Deutschland ausgelegt ist. Dort gestatten gesetzliche Regelungen das grundsätzliche Blinken eines Rücklichts am Fahrrad. Entsprechend gehören zum Sigma Reco 81 Link insgesamt sechs verschiedene Leuchtmodi. Je nach Modus verwendetem Modus erhöht dies die Akkulaufzeit auf maximal 30 Stunden, wenn zum Beispiel leidlich die Radarfunktion aktiviert und das Licht deaktiviert sind.

Für die Summe von 179,95 Euro erhaltet ihr neben dem Licht noch zwei Adapter, mit deren Hilfe ihr es an unterschiedlich geformte Sattelstützen anbauen könnt. Nutzt ihr an eurem Bike eine D-förmige Stütze oder eine anders geartete Aero-Stütze, stellt dies kein Problem dar.
Bilder: Sigma-Elektro GmbH






