Qwic gilt als ein Pionier der E-Bike-Branche. Der aus Amsterdam stammende Hersteller ist seit 2006 am Markt. Ende 2023 bedrohte eine Insolvenz seine unternehmerische Zukunft. Nach der Ăbernahme durch die niederlĂ€ndische Investmentgesellschaft Ecomotion findet man nun wieder allmĂ€hlich zurĂŒck in die Spur. Helfen soll dabei im Modelljahr 2026 ein neues leichtes, urbanes E-Bike â das Qwic Signal.
1. Qwic Signal als Sinnbild eines Alltagrades
2. Urbanes E-Bike mit geringem Pflegeaufwand
3. KrÀftiger Motor kompensiert fehlende Gangschaltung
4. Akku am Qwic Signal fest integriert
5. Angemessener Preis im Vergleich zum Wettbewerb
1. Qwic Signal als Sinnbild eines Alltagrades
Agil, praktisch und jederzeit startklar. Mit diesen Worten beschreibt Qwic auf seiner Webseite das Signal. Und genau auf diesem Anforderungsprofil basierend hat der Hersteller seine Neuheit entwickelt. Gedacht ist es explizit fĂŒr alle, die kurze Strecken in der Stadt zurĂŒcklegen wollen und dabei ein E-Bike dem Auto, dem öffentlichen Nahverkehr sowie einem Fahrrad ohne elektrische UnterstĂŒtzung vorziehen.
Damit diese Rechnung auf Dauer wirklich aufgeht, sollte das E-Bike zum Beispiel zu jeder Tages- und Nachtzeit als auch bei jedem Wetter zuverlÀssig einsatzbereit sein. Qwic begegnet diesem Anspruch mit einer Ausstattung mit Schutzblechen, einer kompletten Lichtanlage und einem GepÀcktrÀger, den ihr mit einem Gewicht von maximal 20 Kilogramm belasten könnt. Auf den Bildern sieht es allerdings so aus, als wÀre Letztgenannter nicht mit Systemen wie MIK, Racktime oder Klickfix kompatibel. Das bedeutet, passende Körbe, Taschen oder anderes Zubehör lassen sich nicht per Steckverbindung fest mit dem GepÀcktrÀger anbringen.
2. Urbanes E-Bike mit geringem Pflegeaufwand
Mit der Schaltung werdet ihr im Alltag ebenfalls keine Probleme haben â es gibt nĂ€mlich keine. Zugeschnitten auf die meist flache Topographie in den Niederlanden setzt Qwic beim Signal auf die Lösung mit einer einzigen starren Ăbersetzung. Den Singlespeed-Antrieb ergĂ€nzt ein Carbonriemen. Der erfordert weder Schmierung noch hĂ€ufiges Nachspannen oder andere Wartung. Es handelt sich also um die perfekte Ausstattung fĂŒr diejenigen, die gern Fahrradfahren und ungern viel Zeit in die Fahrradpflege stecken.
Ihren Teil fĂŒr ein reibungsloses Ankommen tragen zudem die Reifen von Kenda bei. In denen ist ĂŒber die gesamte Breite eine aus Kevlar bestehende Schutzschicht eingewoben. Diese soll vor Durchstichen und Schnitten schĂŒtzen sowie den Abrieb minimieren. Mit 45 Millimeter ist die Reifenbreite so gewĂ€hlt, dass sich mit dem passenden Reifendruck ein Fahrkomfort ergibt, der innerhalb der Stadt ausreichend sein dĂŒrfte. Wie ihr auĂerhalb der Stadtgrenzen ohne Federgabel aber mit gefederter SattelstĂŒtze zurechtkommt, zeigt sich immer noch am besten auf einer lĂ€ngeren Testfahrt.

3. KrÀftiger Motor kompensiert fehlende Gangschaltung
Bei der könnt ihr dann gleich abschĂ€tzen, ob euch das Konzept mit dem Singlespeed-Antrieb entgegenkommt. Hier spielt der verbaute E-Bike-Motor eine noch gröĂere Rolle als eh schon an einem E-Bike. SchlieĂlich sind seine Leistung und die dazugehörigen Fahrmodi eure einzige Option, die Anstrengung je nach Profil, WindverhĂ€ltnissen und dem Untergrund zu dosieren. Qwic vertraut fĂŒr diese Aufgabe auf einen Hinterradnabenmotor. Aus der typischen Dauerleistung von 250 Watt generiert dieser ein Drehmoment von 42 Newtonmeter. Im Vergleich mit anderen Hinterradmotoren liegt der Wert im oberen Mittelfeld. Wer ein gewisses MaĂ an Fitness mitbringt, bewĂ€ltigt mit dem Signal damit auch lĂ€ngere gemĂ€chliche Anstiege â trotz Singlespeed.
Die Alltagstauglichkeit und ZuverlĂ€ssigkeit hat Qwic in einem Erscheinungsbild verpackt, das moderner wirkt als andere E-Bikes des Herstellers. Gleichzeitig ist der Look vom ikonischen Design eines Vanmoof oder Cowboy doch ein StĂŒck weit entfernt. Fairerweise sei hier gesagt, dass Qwic auch ein anderes Bild von sich selbst pflegt, als dies Vanmoof oder Cowboy tun. Der Fokus liegt viel stĂ€rker aus Aspekten wie zum Beispiel eine entspannten Sitzposition. Mit dem Anspruch wurde die Rahmengeometrie entworfen. Und Details wie der im Winkel verstellbare Vorbau unterstĂŒtzen euch beim Finden des WohlgefĂŒhls auf dem E-Bike.

Im Auge solltet ihr in dem Zusammenhang jedoch die RahmengröĂen behalten. Von denen bietet Qwic mit M und L lediglich zwei an. Obwohl ihr zwischen den Rahmenformen Diamantrahmen und Tiefeinsteiger wĂ€hlen könnt, steht sicher fest, dass nicht alle mit einer KörperlĂ€nge zwischen 155 Zentimeter und 210 Zentimeter etwas Passendes finden werden.
4. Akku am Qwic Signal fest integriert
Passgenau wollte Qwic auch das Gewicht seines neuen City-E-Bikes zuschneiden. SchlieĂlich warten wĂ€hrend der Fahrt in der Stadt diverse Situationen, in denen ihr das Signal auch einmal tragen mĂŒsst. Seien es ein paar Stufen, um zu einer UnterfĂŒhrung zu gelangen, zu einem geeigneten Stellplatz oder hinein in Bus oder Bahn, falls ihr damit zur Arbeit pendelt.
Um am Ende bei einem möglichst geringen Gewicht zu landen, wurde der Akku fest im Unterrohr integriert. FĂŒr das Aufladen seid ihr folglich an das E-Bike gebunden. Das wird nicht fĂŒr alle die bevorzugte Variante sein. Allerdings sorgt die Entscheidung dafĂŒr, dass Qwic mit rund 20,6 Kilogramm ein akzeptables Gewicht erreicht. Zudem bewahrt die Integration im Rahmen den Akku recht davor gestohlen oder beschĂ€digt zu werden.
Die KapazitĂ€t des Akkus von 360 Wattstunden sichert euch Reichweiten von maximal 60 Kilometer. Interessierte mit einem lĂ€ngeren Arbeitsweg, die tĂ€glich fahren möchten, hĂ€tten sich vielleicht mehr gewĂŒnscht. FĂŒr andere wiederum kann der Wert bedeuten, mit nur einer Aufladung durch die komplette zu kommen. Ist der Akku vollstĂ€ndig leer, dauert es laut Qwic etwa 3,5 Stunden, bis er wieder zu 100 Prozent geladen ist.

5. Angemessener Preis im Vergleich zum Wettbewerb
Angesichts des Preises von 2.399 Euro erscheint uns das Qwic Signal als ein faires Paket. Entfernt erinnert es zum Beispiel an das Momentum Voya+ von Giant. Das fĂ€llt mit 18 Kilogramm etwas leichter aus, hat jedoch einen kleineren Akku und einem schwĂ€cheren Motor. DafĂŒr liegt es mit dem entsprechenden Zubehör preislich unter dem Signal â wahlweise sogar mit einer Kettenschaltung mit zehn GĂ€ngen.

Qwic Signal im Ăberblick
- Rahmen: Aluminium
- RahmengröĂen: M, L
- Motor: Hinterradnabenmotor
- Akku: 360 Wh
- Bedieneinheit: n.a.
- Display: 2.3 „, TFT
- Antrieb: Singlespeed
- Bremsen: hydraulische Scheibenbremsen
- Gewicht: ca. 20,6 kg
- Maximal zulÀssiges Gesamtgewicht: n.a.
- Farben: Asphalt Black, Concrete Grey und Oker Yellow
- Preis: 2.399 Euro
Bilder: Qwic B.V.









