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E-Lastenfahrrad Ono von Onomotion als Zustellfahrzeug für DPD

Onomotion und DPD: 50 auf einen Streich

Jetzt zünden Onomotion und DPD die nächste Stufe. Der Hersteller von E-Cargobikes und das Logistikunternehmen wollen 50 weitere Modelle der Ono auf die Straßen bringen. Laut einer entsprechenden Pressemitteilung sollen diese im Laufe des Jahres 2022 in insgesamt acht deutschen Großstädten eingesetzt werden. Den Auftakt machen dabei Berlin und Dortmund. Ihnen sollen Dresden, Hamburg, Hamm, Hannover, Köln und Stuttgart folgen.

Langzeittest startete 2021

Bis jetzt waren lediglich zwei Ono in Diensten von DPD unterwegs. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte das Unternehmen diese im Rahmen eines Pilotprojektes in Berlin in Betrieb genommen. Von einem Mikrodepot im Stadtbezirk Pankow aus wurden Pakete in die umliegenden Bezirke Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Lichtenberg im Umkreis von fünf Kilometern geliefert. Der Standort bot sich für das Pilotprojekt an, da er inmitten zahlreicher größerer Wohngebiete liegt. Etwas übertrieben gesagt, halten die Lieferdienste an einem gewöhnlichen Tag fast vor jedem Eingang. Mit einem Lastenfahrrad lässt sich die letzte Meile in Fällen wie diesen besonders effizient und umweltfreundlich bewältigen. Gleichzeitig kommen die Zusteller bequem durch den Verkehr, müssen nicht lange nach Parkplätzen suchen und versperren ihrerseits anderen Verkehrsteilnehmenden nicht den Weg.

Mikrodepot von DPD im Pilotprojekt mit E-Lastenfahrradhersteller Onomotion

Neben dem Ono von Onomotion testete DPD im Pilotprojekt noch weitere E-Lastenfahrräder.

Ono überzeugt vollauf

Der Entschluss von DPD nach dem Ende des Versuchsphase nun derart in die Offensive zu gehen, verdeutlich zudem, dass Onomotion mit seinem E-Lastenrad anscheinend eine absolut praxistaugliche Lösung anbietet. Zumindest bewertet man das auf Seiten des Logistikunternehmens so. „Mit den bisher eingesetzten Lastenrädern des Unternehmens haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, sie haben sich im Zustellalltag bewährt. Auch unsere Zustellexperten sind sehr zufrieden”, sagt Gerd Seber, Group Manager City Logistics and Sustainability. Eine Reichweite von maximal 60 Kilometern, eine zwei Kubikmeter fassende Cargobox sowie eine rundumverkleidete Kabine für die Fahrenden – vielleicht lauten so künftig wichtige Eckpunkte auch für die Gefährte anderer Hersteller.

Wobei Onomotion zum Projekt mehr als „nur“ die E-Cargobikes beisteuert. Der Hersteller übernimmt die komplette Wartung der Bikes, trägt die Vollkasko-Versicherung und gewährleistet den Zugang zu den Batteriewechselstationen. Beim Berliner Pilotprojekt zeichnete dafür als weiterer Akteur der Battery–as-a-Service-Anbieter Swobbee verantwortlich. Dieses Sorglospaket wird bei der Entscheidung von DPD vermutlich von einiger Bedeutung gewesen sein.

Akku-Wechselstation von Swobee im Pilotprojekt mit E-Lastenfahrradhersteller Onomotion

An der Akku-Wechselstation am Mikrodepot können die Fahrenden frisch aufgeladene Akkus entnehmen und gebrauchte zum Aufladen hinterlassen.

Der Anfang ist gemacht

Insgesamt kann der Ausbau der Kooperation zwischen DPD und Onomotion als positives Zeichen für diejenigen gewertet werden, die beim Lastenfahrrad in größeren Dimensionen denken – sowohl, was die Abmessungen des Fahrrades als auch die anvisierten Stückzahlen betrifft. Daher betrachtet Mathias Drews von Onomotion die Entwicklung als ein Puzzleteil eines wesentlich größeren Bildes. „Um die Klimaziele von Paris einzuhalten, muss die E-Cargobike-Flotte innerhalb Deutschlands schnell und deutlich erweitert werden. Die Entscheidung für den Aufbau einer nachhaltigen letzten Meile ist ein starkes Signal für die gesamte Branche und die Gesellschaft.“

 

Bilder: Onomotion GmbH

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