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Haibike Adventr 11 Low ABS für Fachmagazin E-Mountainbike bestes SUV-E-Bike 2025

E-Bike Haibike Adventr 11 ABS siegt beim Test des Fachmagazins E-Mountainbike für das beste SUV-E-Bike 2025

Noch nicht einmal ein Jahr auf dem Markt und schon den ersten ernsthaften Testsieg eingefahren. Kein schlechter Einstieg für das Ende 2024 vorgestellte Haibike Adventr 11 ABS. In der Version mit dem sportlichen Tiefeinsteiger-Rahmen hängte es die namhafte Konkurrenz knapp ab. Das Magazin E-Mountainbike kürte es jüngst zum besten SUV-E-Bike 2025. Was hat denn die Jury am Ende überzeugt? Und gab es auch etwas auszusetzen?

1. Der Kandidat: Das Haibike Adventr 11 Low ABS im Kurzportrait
2. Haibike Adventr 11 Low ABS punktet mit hoher Fahrstabilität
3. Sportlich und bequem zugleich sitzen
4. Haibike Adventr 11 Low ABS mit Vorteil an der Bremse
5. Kabel, Schutzbleche und Kette sorgen für Kritik
6. Charakter eines Siegers
7. Fachmagazin mit aufwendigem Test

1. Der Kandidat: Das Haibike Adventr 11 ABS im Kurzportrait

Manche sehen in dem, was die Fahrradindustrie gern als SUV-E-Bike beschreibt, ein Fahrrad, bei dem sich die Hersteller nicht genau entscheiden konnten, was sie eigentlich wollten. Anderem loben die Vielseitigkeit, die sich eben nur mit einem Mix aus mehreren E-Bike-Typen erreichen ließe. In alle Regel treffen bei einem solchen Modell die Welten von E-Mountainbike und E-Trekkingbike aufeinander. Oftmals tendiert das Ergebnis in eine der beiden Richtungen. Dabei misst es sich an dem Anspruch, das eine Fahrrad für beinahe alle denkbaren Einsatzzwecke sein zu wollen.

Diese Herausforderung geht das jetzt ausgezeichnete Haibike Adventr 11 Low ABS mit einem vollgefederten Rahmen mit tiefem Einstieg an. Die Kombination aus einem modernen Viergelenker-Hinterbau, einer Federgabel mit 140 Millimetern Federweg sowie der Rahmenform, die jahrelang als zwar bequem, aber langweilig abgetan wurde, polarisiert optisch. Der durchzugsstarke Mittelmotor Performance Line CX von Bosch signalisiert, dass es mit der Langeweile nicht weit her sein sollte. E-Mountainbike attestiert dem E-Bike folgerichtig eine „gelungene Balance aus sportlichem E-MTB und Daily Driver“.

Mit einer Summe von 6.499 Euro bewegt sich der Tiefeinsteiger preislich im Mittelfeld der getesteten Modelle. Die Spanne beim Test reichte von 4.999 Euro bis hinauf auf 8.799 Euro.

E-Bike Haibike Adventr 11 Low ABS
Haibike Adventr 11 Low ABS

2. Haibike Adventr 11 Low ABS punktet mit hoher Fahrstabilität

Der Testsieg zeigt eindeutig, wie sehr es das Haibike Adventr 11 Low ABS der Jury angetan hatte. Wir werfen noch einmal einen detaillierten Blick auf die wichtigsten Faktoren, die für das Ergebnis verantwortlich waren. Pluspunkt Nummer eins ist das stabile Fahrverhalten. Sowohl auf als auch abseits der Straße erweist sich das Modell als gut beherrschbar, reaktionsfreudig und agil, ohne dabei nervös zu wirken. Dem Rahmen merkt man an, dass er die gleiche Rahmenplattform wie das Haibike Alltrail Low 10.5 ABS nutzt. Dies hat der Hersteller als „echtes“ E-Mountainbike ohne Zubehör wie Beleuchtung, Gepäckträger, Schutzbleche und Seitenständer gestaltet.

Das Federsystem mit einem Federweg von 140 Millimetern vorn und 130 Millimetern bügelt selbst größere Unebenheiten glatt. Der E-Antrieb zeigt sich jederzeit gut dosierbar. Zum Zeitpunkt des Tests hatte Bosch das Update mit dem Sprung auf 100 Newtonmeter und 750 Watt noch in der Vorbereitung. Daher waren die Jurorinnen und Juroren mit einem Drehmoment von maximal 85 Newtonmeter und einer Spitzenleistung von 600 Watt unterwegs. Dies hat anscheinend dennoch gereicht, um dem Haibike ein Fahrverhalten zu bescheinigen, dass auch beim Fahren mit vollen Packtaschen und Anhänger samt Hund kaum Wünsche offenließ.

Federgabel SR Suntour Mobie 36 am E-Bike Haibike Adventr 11 ABS
Mit ihrem Federweg von 140 Millimetern hat die Federgabel am Haibike Adventr 11 Low ABS ganz klar Mountainbike-Format.
Viergelenker-Hinterbau am E-Bike Haibike Adventr 11 ABS
Der Dämpfer am Hinterbau steht dem qualitativ in nichts nach.

3. Sportlich und bequem zugleich sitzen

Der ausgesprochen sportliche Fahreindruck geht direkt auf die Geometrie des Fahrradrahmens zurück. In der Folge sitzt ihr eher gestreckt auf dem E-Bike. Vorbau und Lenker sind so tief positioniert, wie man das vom Mountainbike kennt. Gleiches gilt für die Breite des Lenkers. Vielleicht auch ein wenig zur Überraschung der Jury wurde diese Sitzposition selbst nach vielen Kilometern im Sattel als bequem empfunden. Ähnlich sportlich sei das Sitzgefühl nur auf dem Moustache Clutch und dem Specialized Turbo Tero X 6.0 gewesen.

4. Haibike Adventr 11 Low ABS mit Vorteil an der Bremse

E-Mountainbike betont in seinem Fazit, dass der Triumpf des Adventr 11 Low ABS ein knapper gewesen sei. Wer weiß, vielleicht gab das ABS von Bosch den endgültigen Ausschlag. In jedem Falle stieß es auf große Sympathie. Unabhängig von Witterung und Untergrund habe es sich durchgehend bewährt. Wo man ohne die Bremshilfe ungewollt rutschen würde, sei kontrolliertes Bremsen möglich geworden. Gerade im beladenen Zustand und beim Fahren mit einem Anhänger habe sich dies gezeigt.

Beim Haibike Adventr 11 Low ABS könnt ihr in der eBike Flow App zwischen den beiden ABS-Modi Trail und Allroad wählen. Je nachdem, auf welchen Terrain ihr mehrheitlich fahrt oder welche Seite des Tiefeinsteiger ihr stärker betonen möchtet, bietet sich das eine oder das andere Profil an. Es beeinflusst die Verteilung der Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterrad als auch die Zeitverzögerung, mit der die erhöhte Bremsen herzhafter zugreifen sollen.

Bremsassistent Bosch ABS am E-Bike Haibike Adventr 11 ABS
Das ABS von Bosch umfasst Einstellungen für verschiedene Fahrvorlieben und Terrains.

5. Kabel, Schutzbleche und Kette sorgen für Kritik

Wo Licht ist, da gibt es auch Schatten. Gar nicht gefallen hat der Jury die Verlegung der Kabel am Cockpit des Modells von Haibike. Rund um Lenker und Vorbau herrsche ein ziemliches Chaos. Zugegeben, wer sich den kompletten Test mal bei dem Magazin ansieht und dort auf die Bikes von Centurion, Scott oder Hercules schaut, wird feststellen, dass sich dies wirklich besser lösen lässt.

Cockpit am E-Bike Haibike Adventr 11 ABS
Die Vielzahl der Kabel am Cockpit lässt sich nicht leugnen.

Bemängelt wurde ebenfalls, dass Seitenständer und Schutzbleche gern mal klappern würden, wenn der Untergrund rauer wird. Am stärksten jedoch stieß der Jury die Kette auf, die wiederholt am Sitzrohr geschliffen hätte. Bilder belegen die hässlichen Kratzer, die dadurch am Rahmen entstanden. Aus Sicht des Magazins hätte Haibike das Problem mit dem Anbringen eines Schutzes ähnlich zum Kettenstrebenschutz beseitigen können. Wäre eine ungewöhnliche Position am Rahmen für ein solches kleines Cover. Wenn dadurch der Rahmen unbeschadet bleibt und das Fahrgeräusch minimiert wird, wäre wohl dennoch kaum etwas dagegen zu sagen. Falls ihr an eurem Haibike Adventr 11 Low ABS mit genau diesem Problem kämpft, hilft vielleicht schon das Aufkleben eines kleines Stücks Rahmenschutzfolie.

Kettenschaltung am E-Bike Haibike Adventr 11 ABS
Beim Test schliff die Kette am Sitzrohr, knapp oberhalb des Drehpunktes vom Hinterbau.

6. Charakter eines Siegers

Unter dem Strich zeigt der Test, wie gut das Konzept der SUV-E-Bikes aufgehen kann. Ganz allgemein, und speziell im Falle des Haibike Adventr 11 Low ABS. Die Jury betont den „überzeugenden Spagat zwischen E-MTB-Dynamik und Tiefeinsteiger-Komfort“. Und weiter heißt es: „Kaum ein anderes SUV E-Bike mit kompletter Ausstattung fährt sich so agil und sportlich – ohne dabei auf Alltagstauglichkeit zu verzichten.“ Anscheinend gibt es doch einen Typ E-Bike, an dem zwei Dinge miteinander kollidieren und am Ende doch etwas Sinnvolles dabei herauskommt.

E-Bike Haibike Adventr für die Saison 2025
Angesichts seiner Komplettausstattung, trauen manche dem vollgefederten Tiefeinsteiger im Gelände vermutlich nicht viel zu. Aber Vorsicht, der Eindruck täuscht.

Haibike Adventr 2025 im Überblick

  • Varianten: Haibike Adventr 11 ABS, Haibike Adventr 10, Haibike Adventr 8.5
  • Rahmen: Aluminium
  • Rahmenformen: MTB Fully, Low FS
  • Federgabel: SR Suntour Mobie 36, SR Suntour Zeron 36X
  • Motor: Bosch Performance Line CX
  • Akku: Bosch PowerTube 800, Bosch PowerTube 600
  • Display: Bosch Kiox 300
  • Bedieneinheit: Bosch LED Remote, Bosch Purion 200
  • Antrieb: Shimano Deore XT, Sram SX Eagle, Shimano Cues U6000
  • Bremsen: Magura MT-C ABS, Shimano MT420, Tektro HD-M750
  • Maximal zulässiges Gesamtgewicht: 150 kg
  • Farben: Anthracite/Acacia, Met.Sand/Black – Gloss, Copper/Mystery – Gloss
E-Bike Haibike Adventr 11 ABS Low FS 2025

7. Fachmagazin mit aufwendigem Test

E-Mountainbike, verantwortlich für den Test, zählt zweifelsfrei zu den führenden E-Bike-Magazinen in Deutschland. Es nahm insgesamt zehn SUV-E-Bikes unter die Lupe – allesamt aus dem Modelljahr 2025. Gemeinsame Merkmale der E-Bikes waren ein vollgefedertes Federungssystem, ein Mittelmotor, eine Komplettausstattung mit Schutzblechen, fest installierter Beleuchtung, Gepäckträger und Seitenständer sowie geländetaugliche Bereifung.

Im Test gefahren wurden folgende E-Bikes:

  • Centurion Lhasa R2000
  • Haibike Adventr 11 ABS
  • Hercules NOS FS SUV 4.2
  • Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave
  • Kettler Pinniato FS Sport Wave
  • Mondraker Chaser X
  • Moustache Clutch 150.7 EQ
  • Riese & Müller Delite5 GT pinion
  • Scott Axis eRide FS 10
  • Specialized Turbo Tero X 6.0

Die Mehrheit davon basierte auf einem klassischen Diamantrahmen. Lediglich drei Modelle verfügten über einen Rahmen mit tiefem Einstieg.

Bei dem nach eigener Aussage ausführlichsten Test von SUV-E-Bikes durch E-Mountainbike fuhr ein sechs-köpfiges Test-Team jedes E-Bike auf identischen Strecken unter unterschiedlichsten Witterungsbedingungen im direkten Vergleich gegeneinander. Dies geschah jeweils mit und ohne Zuladung. Die Strecken variierten zwischen „entspannter Pendelstrecke und ruppigem Waldpfad“.

Auf einer gesonderten Strecke fand zudem ein Test statt, mit dem die Redaktion die Effizienz des E-Bikes in Bezug auf seinen Stromverbrauch im Vergleich zu den daraus resultierenden Höhenmetern ermitteltet. Aus Zeitgründen schickte die Redaktion jedoch nur drei der zehn Modelle in diesen Test. Das Ergebnis hatte keinen Einfluss auf die eigentliche Bewertung der Testbikes.

Bilder: Winora-Staiger GmbH | Quelle: ebike-mtb.com

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